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alle reviews: G
Gaayam (1993) * * *
Wenig aufregender, aber grundsolider Gangsterfilm aus Ram
Gopal Varmas Südnindien-Zeiten.
Gabhricha Paus - The Damned Rain (2009) * * * ½
Bauernsuizid, Armut, trockenheit: harte Themen in einem
recht lockeren Film.
Gachiban (2008) * *
Billige Actionkomödie aus Japan im Milieu der
Schulschläger.
Gachi Boy / Gachi
boi (2008) * * * ½
Ebenso schräge wie berührende Tragikomödie aus Japan.
Gachi Max (2010) * ½
Billig produzierter Teenie-Action-Langweiler.
Gadar (2001) * * ½
Einer der erfolgreichsten Bollywood-Filme aller
Zeiten, aber wie bei Sunny Deol gewohnt hemdsärmlig und reisserisch.
Gafla (2006) * * ½
Bollywood goes Börse: Ein interessantes Thema,
lehrmeisterlich und fad umgesetzt.
Gagamboy (2004) * * ½
Völlig schräge Superheldenkomödie
von den Philippinen.
Gagman (1989) * * ½
Pendelt solide zwischen schwarzem Humor und Thrillerdrama.
Gainsbourg (Vie héroïque) (2010)
* * *
½
Kurzweiliges Porträt des legendären wie kontroversen französischen Künstlers,
zwischen sinnlich und surreal, tragisch und komisch. Manches hätte noch
schwelgerischer umgesetzt sein können, aber wenigstens ist der Film nie so
formelhaft wie 08/15-Biografien.
Gaja
Gamini (2000) * * *
Durchgestylter Bollywood-Kunstfilm als Hommage an die Frauen - und die
unverwechselbare Madhuri Dixit.
Galaxy Quest (1999) * * * *
Star-Trek-Satire mit Herz, Witz und tollen Effekten. So muss
rasante Sci-Fi-Unterhaltung sein.
Galgalri Family and Dracula (2003) ½
Grottenschlechte Trash-Komödie aus Korea, die
einfach bloss peinlich ist.
Gallants /
Da lui toi (2010) * * * ½
Sympathischer Hongkong-Nostalgieschub mit Humor, Action
und Altstars.
Gallipoli (1981)
* * * * Durch die
Synthesizer-Musik von Brian May etwas antiquiertes, aber fesselndes und
hochdramatisches Antikriegsdrama mit Mel Gibson.
Game, The (1997)
* * * ½ Nicht David Finchers
bester Film, aber ein cleveres Paranoia-Spiel, spannend inszeniert.
Game (2007) * ½
Billig abgedrehter Bollywood-Thriller mit akuter
Einschlaf-Gefahr.
g@me. (2003)
* * * Gestylter japanischer
Thriller mit hübschen Wendungen, attraktivem Cast und einem Schuss Romantik -
bloss leider etwas oberflächlich.
Game, The /
Devil's Game / Deo ge-im (2008) * * *
Korea-Thriller mit toller Grundidee, aber etwas schwachem
Verlauf.
Game (2011) * *
Fader Style-Thriller.
Game
of Death (1972/1978) * * *
Bruce Lee starb vor Fertigstellung
des Films, weshalb das zusammengebastelte Werk holprig ist - aber Lee beim
Fighten zu sehen, ist unschlagbar.
Game
of Death 2 / Tower of Death / Si wang ta (1981) * * ½
Alte Aufnahmen von Bruce Lee gibts
in der ersten halben Stunde, danach gibts Nonstop-Fights. Ganz okay.
Game of Death (2010)
*
½
Ein
weiterer untauglicher Direct-to-Video-Actionfilm mit Wesley Snipes, der durch
die Rolle schlafwandelt und nur von der grässlichen Mimik der Stuntfrau Zoe Bell
("Death Proof") unterboten wird. Die Action ist lieblos, die Story ein aus
Klischees und Logiklöchern geflicktes Unding und das Ganze ist schlicht nicht
spannend.
Game of Their Lives, The (2005)
* *
Unglaublich klebriger Sportfilm, der voller Pathos den
1:0-WM-Überraschungstriumph der US-Fussballer gegen England zum grösstes Spiel
aller Zeiten stilisiert. Inszenatorisch plump, erzählerisch einfallslos,
immerhin schauspielerisch brauchbar.
Game Plan, The (2007) - Daddy ohne Plan * * ½
Manchmal rührende, manchmal lustige
Disney-Sportkomödie mit The Rock als unerwartetem Papa. Aber formelhafter
können Filme kaum sein.
Gamer (2009)
* * ½ Nie glaubwürdige, aber
schön unzimperliche Action vom Duo hinter "Crank". Jener war deutlich cooler.
Gamera /
Daikaiju Gamera (1965) * * *
Etwas trashiger, aber kurzweiliger Monsterfilm.
Gamera vs. Barugon / Daikaiju ketto: Gamera tai Barugon (1966) * * *
Big-Budget-Fortsetzung, ansprechend, aber trotz allem
etwas trashig.
Gamera vs. Gyaos / Daikaiju kuchusen: Gamera tai Gyaosu (1967) * * ½
Trashiger, aber recht kurzweiliger dritter Teil.
Gamera vs. Viras / Gamera tai uchu kaiju
Bairasu (1968) * *
Kinderfilm-Trash im Kleid eines Monsterfilms.
Gamera vs. Guiron / Gamera tai daiakuju Giron (1969) * * ½
Trashiger Kinderfilm, aber durchaus kurzweilig.
Gamera vs. Jiger / Gamera tai Daimaju Jaiga (1970) * * ½
Noch mehr Trash, weiterhin Fun. Ein wenig jedenfalls.
Gandahar (1988) * * * ½
Faszinierender Sci-Fi-Trickfilm des Franzosen René Laloux
- wie drogengefilterter Sci-Fi-Pulp-Roman.
Gandhi (1982)
* * * * Formelhaft erzählte,
aber epische und mitreissende Biografie des indischen Unabhängigkeitsvaters.
Gandhi My Father
(2007) * * *
Ein Drama mit der tollen Ausgangslage, dass der Vater
Indiens ein schlechter Vater für seinen eigenen Sohn war - leider gegen Schluss
eher mutlos.
Gandhi to Hitler (2011) *
Bescheuerte indische Fassung von "Der Untergang", laienhaft in jeder Beziehung.
Gangaajal (2003) * * * Überlanger, aber vor allem
in der ersten Hälfte sehr rasanter - und stets toll gespielter - Thriller aus
Bollywood.
Gangaa
Jamunaa Saraswathi (1988) * * ½
Ausgesprochen sadistisches Bollywood-Epos mit
Amitabh Bachchan.
Gangs (2009)
* *
Der
Jugendfilm mit den Ochsenknecht-Boys ist als Teen-Romanze passabel, als
Halbstarkenfilm jedoch ein Reinfall. Milchbubi Jimi Blue passt so gut in eine
Jugend-Gang wie ein Vegetarier ins Steakhouse.
Gangs of New York (2002) * * * ½
Etwas seltsam geschnittenes, überlanges, aber
faszinierend gespieltes und inszeniertes Epos von Martin Scorsese.
Gangster (2006)
* * * Bollywood-Thrillerdrama
mit sauberem Twist und latenter Melancholie.
Gangster High /
Pongryeok-sseokeul (2006) * * *
Solides Korea-Drama um eine
Jugendclique, die in den Strudel der Gewalt gerät.
Gantz
(2010) * * *
Kurzweiliges, actionreiches Spektakel, das leider in
Sachen Sex und Gewalt massiv reduziert wurde.
Gantz:
Perfect Answer (2011) * * ½
Aufwendige, aber wirre Fortsetzung.
Ganz grosse Traum,
Der (2011)
* * ½
Historisch verdreht und
verändert der Film um die Einführung der "Engländerkrankheit" Fussball im
Deutschen Reich nahezu alles - und er will etwas viel auf einmal, weshalb
etliche Nebenhandlungen völlig übereilt eingebaut sind. Doch bei diesem "Dead
Poets Society light" machen das spielfreudige Ensemble und die einnehmende
Geschichte immerhin etwas Goodwill wett.
Gappa, the
Triphibian Monster / Daikyoju Gappa (1967) * *
Ein minderwertiger EIntrag in das Buch japanischer Monsterfilme.
Garage
Days (2002) * * * Kurzweilige, verspielte, wenn auch ziemlich
oberflächliche Musikkomödie von "The Crow"-Regisseur Alex Proyas.
Garam Masala
(2005)
* * Träges Bollywood-Remake
von "Boeing Boeing", das einfach nicht enden will.
Garden of
Heaven, The / Haneul jeongwon (2003) * *
Schläfriges, formelhaftes Korea-Liebesmelodrama mit soliden Darstellern.
Gardens of Stone (1987)
- Der steinerne Garten * * *
Etwas träges, aber stark gespieltes Kriegsdrama von
Francis Ford Coppola.
Garden State (2004)
* * * ½ Hochsympathisches,
realitätsnahes Regiedebüt, das das Lebensgefühl der Mid-Twens perfekt definiert.
Trotzdem in manchen Kreisen overhyped ...
Garden
Without Birds, A / Kotori-tachi no inai hanazono (1993) * *
Kurzer und etwas schlaffer Japan-Schocker.
Gardish
(1993) * * ½
Aufwändiger und technisch nicht
übler Actionthriller made in Bollywood, der seine Karten aber nie richtig
ausspielt und schnell langweilt.
Garfield:
The Movie (2004) * *
Weitgehend ärgerliche Kino-Adaption,
die aus der Zeichentrick- und Comic-Kultfigur eine lahme CGI-Kreatur macht.
Garfield Gets Real (2007) - Garfield:
Fett im Leben * *
Die CGI-Komödie ist etwas besser als die
Live-Action-Filme, aber Garfield immer noch unwürdig und recht öde.
Gargantua (1998)
* * Untaugliche
Spezialeffekte, schwache Story und bis auf ein paar nette Stunts auch ziemlich
öde.
Garuda
/ Paksa Wayu (2004) * * ½
CG-lastiger Monsterfilm aus Thailand. Alles
andere als innovativ, aber halbwegs unterhaltsam.
Garv -
Pride and Honor (2004) * ½
Doofer Rächer-Thriller aus Bollywood, schmuddlig
und voraussehbar inszeniert.
Gas Food Lodging (1991)
* * * ½ Sympathische
Tragikomödie mit Anleihen bei "The Last Picture Show". Ein weiteres Plus: sexy
Hauptdarstellerinnen.
Gaslight (1940)
* * * Das als Klassiker
gefeierte Thrillerdrama liess mich bei der ersten Sichtung kalt: zu banal, zu
träge, zu weinerlich. Verdient vielleicht eine zwiete Chance.
Gate, The (1986)
* * ½ Ziemlich inhaltsleerer
Grusel, der bestenfalls dank seiner netten Effekte überzeugt.
Gate II (1992)
* * ½ Passable Fortsetzung,
die vor allem dank der Stop-Motion-tricks unterhält.
Gate of
Flesh / Nikutai no mon (1964) * * * ½
Tolle Sets, rabiater Inhalt, kultige Inszenierung: Seijin
Suzukis derb-komische Milieustidue über Prostitution im Nachkriegsjapan.
Gattaca (1997) * * * *
Schlaue, beängstigende und stilsicher inszenierte
Zukunftsvision von "Truman Show"-Autor Andrew Niccol
Gattopardo, Il (1963) - Der
Leopard * * * *
Fantastisch inszeniertes und gespieltes Epos mit
leichter Überlänge.
Gauche the Cellist / Sero hiki no Goshu (1982) * * * *
Zauberhafter kleiner Ghibli-Film.
Gauntlet, The (1977)
* * * Routinierter
Eastwood-Reisser, weniger reaktionär als "Dirty Harry", aber auch etwas weniger
kultig.
Gauri (1968) * * *
Stark gespielt und getränkt in indischer Tradition, aber
oft auch etwas schwerfällig.
Gauri: The
Unborn (2007) * ½
Dröger, moralinsaurer Indien-Horror.
Gayab
(2004) * * ½
"The Invisible Man" auf indisch.
Etwas lang und repetitiv, aber ganz unterhaltsam.
Gazon maudit (1994)
* * * ½ Vergnügliche, wenn
auch überlange Komödie über eine etwas andere Dreiecksbeziehung. Mit Victoria
Abril.
Geetaa Mera Naam
(1974) * * ½
Schicker Bollywood-Trash, auf Dauer etwas öde.
Gehara: The Long-Haired Giant
Monster / Chohatsu Daikaiju Gehara (2009) * * *
Fürs TV entstandene Monsterfilmparodie. Kurz, aber
konzentriert.
Geheimnis der grünen Stecknadel, Das (1971)
* * ½ Der vorletzte Edgar-Wallace-Film ist wie viele
Italo-Beiträge ziemlich öde. Aber Ennio Morricones Giallo-Musik wertet ihn
gehörig auf.
Geheimnis der weissen Nonne, Das (1966)
* * * Die aufwendige Edgar-Wallace-Verfilmung ist zwar kein
Highlight, aber ganz unterhaltsam.
Geheimnis im Moor, Das (2006)
* * ½ Solider
deutscher TV-Krimi mit guten Akteuren.
Geheimnisse
einer Seele (1926) * * *
Schlecht gealtertes, aber faszinierendes
Psychoanalyse-Drama von G.W. Pabst.
Geheimnis von Murk, Das (2008)
* * ½
Ein Schweizer Liebesdreieck
vor dem Hintergrund eines Provinz-Kornkreises. Fängt ganz drollig an, verrennt
sich aber und wird öde.
Geisha, The / Yokiro (1983) * * * ½
Japanische Edel-Seifenoper im Geisha-Milieu, inszeniert
von Hideo Gosha.
Geisha
Assassin / Geisha Vs. Ninja (2008) * *
Billiger Kampfreisser aus Japan.
Gelbe vom Ei, Das (1998)
* * * Verrückte Unterhaltung
mit Moritz Bleibtreu: pfiffig, charmant und bald wieder vergessen.
Geld oder Leben (2008)
* * ½
Bemüht schräge, zu Beginn recht witzige, aber bald mal
mühsam holprige Schweizer Komödie.
Geld
und Geist (1966) * *
Supererfolgreicher, aber extrem spröder Gotthelf-Film.
Gemini / Sôseiji
(1999)
* * * Ein visuell höchst eindrücklicher,
zurückhaltend gespielter, aber bisweilen beklemmender Horrorfilm aus Japan.
Gen 13 (1998)
* * ½ Zeichentrick-Sci-Fi-Film
aus dem man mehr hätte machen können, wenn er frecher, blutiger & sexier gewesen
wäre.
Generale della Rovere, Il (1959)
* * * ½
Etwas langes und im Mittelteil schleppend
inszeniertes Neorealismus-Drama, das jedoch virtuos beginnt und mitreissend
endet. Roberto Rossellinis letzter grosser Film, danach folgte Mittelmass und
TV-Müll.
Generalnaja linja - Staraje i novoje (1929) - Die Generallinie / Das
Alte und das Neue * * *
Mit Laiendarstellern gedrehter Propagandafilm von Sergej
Eisenstein. Technisch virtuos, inhaltlich eher schwächelnd.
General's Daughter, The (1999) -
Die Tochter des Generals * * *
Visuell und actionmässig ganz okay und natürlich stark
besetzt, ansonsten etwas spröde und lang.
Generation, A / Pokolenie (1955)
* * *
Bewegende Coming-of-Age-Story mitten im Polen des
Zwieten Weltkriegs. Starke Episoden, als Ganzes aber durchwachsen..
Generation
Gap, The / Pan ni (1973) * * ½
Gut gemeinter, aber oftmals langweiliger
Teenie-Hippie-Film von Chang Cheh.
Genghis Khan
(1998) * * *
Dramaturgisch etwas schwaches, aber visuell eindrückliches
Mingolen-Epos aus China.
Genghis Khan: To
the Ends of the Earth and the Sea (2007) * * ½
Aufwendiges japanisches Heldenepos, dürr und ohne grosse
Vision inszeniert.
Genius Party (2007) * * * ½
Aus sieben Episoden bestehender, faszinierender
Anime-Trip.
Genova (2008)
* * *
Colin Firth und seine Sprösslinge hadern das ganze Drama hindurch mit Verlust -
auf einfühlsame, sensible Weise. Regisseur Michael Winterbottom erzeugt ein
bemerkenswertes Gefühl, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren könnte. Doch
mit der Zeit sorgt die vage Story für Ermüdungserscheinungen.
Gentle
Breeze in the Village, A / Tennen kokekko (2007) * * *
Süsser Jugendfilm vom Regisseur von "Linda Linda Linda"
Gentlemen Prefer Blondes (1953)
- Blondinen bevorzug * * * ½
Cleverer Blondinenwitz mit Marilyn Monroe und Jane
Russell. Legendär der Song "Diamonds are a girl's best friend".
George of the Jungle
(1997) * * *
Frei von Verstand, aber voll mit albernen Gags.
Ein comichafter Disney-Hit mit vielen Running Gags und einem fitten Brendan
Fraser.
George
of the Jungle 2 (2003)
* * Kindisches Sequel mit vielen
Insidergags und einem properen Muskelhelden - aber ohne den Hauch von Sinn und
Substanz.
George Washington (2000)
* * * ½ Betörendes,
wunderschön gefilmtes, aber dennoch irgendwie Dok-haftes Drama von Regiedebütant David
Gordon Green.
Georgia Rule (2007)
* *
½
Die
Tragikomödie von "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall beginnt amüsant und
Lindsay Lohan darf kess ihr damals neugewonnenes Schlampen-Image ausleben. Doch
mit der Tragik kommt das Pathos. Und die Langeweile.
Geraftaar
(1985) * * ½
Überbordender, dreistündiger Rachefilm à la
Bollywood mit Starbesetzung. Leider zu nahe am Trash angesiedelt.
Germania anno zero (1947)
- Deutschland im Jahre null * * * ½
Ein
verstörender, in den Ruinen Berlins gedrehter Neorealismus-Klassiker. Die
Laiendarsteller sind okay, ihre deutschen Dialoge bemüht - doch Rossellini
zeigt, dass selbst im Schutt noch Nazi-Ideologie an die nächste Generation
weitergegeben wird
Germanikus (2004) * ½
Gerhart Polts Traumprojekt erweist sich als
mässig ulkige Klamotte, die von Minute zu Minute peinlicher wird.
Geronimo; An American Legend (1993)
* * * ½ Gewaltgeladener
Western mit atemberaubenden Bildern und ein paar Indianer-Klischees.
Gerry (2002)
* * *
Ich bin kein Freund solcher
"nichts passiert"-Filme, doch dieses transzendente Wüstendrama von Gus Van Sant
zwischen "Walkabout" und "Open Water" ist ein hypnotischer Trip.
Gertrud (1964)
* * ½
Ambitioniertes, aber überlanges und
theatralisch inszeniertes Emanzipationsdrama, in dem die Akteure stets zusammen
sitzen, reden und ins Leere staren. Dreyers letzter Film
Geschichten aus dem Wienerwald (1979)
* * * ½ Giftige Theateradaption von
Maxmilian Schell und Produzent Bernd Eichinger, v.a. dank des Wiener Schmähs in
der ersten Filmhälfte gelungen.
Gesicht im Dunkeln, Das (1969)
* * Gähn. Kein Kult, kein Wallace-Feeling. Da helfen selbst
Klaus Kinski und nackte Haut nicht.
Getaway, The (1972)
* * * ½ Bittere und coole
Studie über die Gewaltbereitschaft der Gesellschaft. Mit Steve McQueen, Drehbuch
von Walter Hill, Musik von Quincy Jones und der Regie von Sam Peckinpah.
Getaway, The (1994)
* * * Unnötigerweise
gescholtenes, weitgehend solides, wenn auch stilistisch etwas zu kühles Remake.
Sex Appeal und Coolness haben jedoch gelitten.
Get Carter (2000)
* * Geradezu besessen auf
cool getrimmtes Remake mit Sylvster Stallone, das bei all seiner Hipness vergisst, eine
interessante Story zu erzählen.
Get Him to the Greek (2010)
- Männertraum
* * *
Amüsanter
Ableger von "Forgetting Sarah Marshall" mit einer etwas zu vorhersehbaren Story,
aber einigen köstlichen verbalen Gags.
Get Low (2009)
- Am Ende des
Weges * * * Das
Drehbuch ist simpel gestrickt und birgt Klischees, die ruhige Inszenierung hat
ihre Längen. Doch dem traurig-lakonischen Spiel von Stars wie Robert Duvall,
Sissy Spacek und Bill Murray kann man sich nur schwer entziehen.
Get Over It (2001)
* * ½ Kurzweilige, aber
inhaltlich doch recht abgestandene Teenie-Komödie mit "Spider-Girl" Kirsten
Dunst. Die Verknüpfung mit Shakespeare ist noch nett.
Get Shorty (1995)
* * * *
Über-coole, blendend besetzte und mit Anspielungen aufs Filmbusiness gespickte
Komödie von Barry Sonnenfeld.
Get Smart (2008)
* * * Etwas lange, aber witzige und
treffsicher besetzte Agentenparodie, die das Kultpotential der Sixties-Serie
aber nie ganz herauskitzelt.
Getting Even With Dad (1994)
* * Ziemlich fade Komödie mit
Macaulay Culkin, vorhersehbar und öde.
Getting Square
(2003)
- Grosse Tricks
und kleine Fische * * *
Kurzweilige australisch-britische Gangsterkomödie mit
tollen Typen (u.a. dem jungen Sam Worthington) und einem Touch des frühen
Guy-Ritchie-Kinos
Gettysburg (1993)
* * * ½ Nicht nur lang (4
Stunden!), sondern auch langatmig. Doch das epische Kriegsdrama beeindruckt mit
Authentizität und Aufwand.
Gewaltfrieden, Der (2010)
* * *
Dreistündige TV-Rekonstruktion der politischen Ereignisse nach Ende des Ersten
Weltkriegs in Deutschland. Inhaltlich spannend, schauspielerisch überzeugend -
manche Dialoge sind jedoch schulmeisterlich, es fehlt an Komparsen und
aufwensigen Sets - und die Musik ist übermässig pompös, wenn nicht gleich ein
Plagiat von Beethovens Fünfter und Siebter Sinfonien. Für historisch
interessierte Filmfans allemal sehenswert.
Gezeichneten, Die (1922) * * *
Früher Stummfilm von Carl Theodor Dreyer, visuell bereits
reif, inhaltlich etwas holprig.
G-Force (2009)
* *
Formelhafter
Kinderkram produziert von Jerry Bruckheimer. Die 3D-Tricks geben nur einen
bescheidenen Kick. Aber Hauptsache, es stehen mal keine Hunde im Zentrum -
sondern für einmal Meerschweinchen!
Ghaath
(2000) * *
Gut gespielter, aber inhaltlich ziemlich dünner und daher
überlanger Rache-Reisser aus Bollywood.
Ghajini
(2005) * * *
Die tamilische Antwort auf "Memento": Weniger raffiniert,
aber immerhin unterhaltsam.
Ghajini
(2008) * * *
Bollywood'scher Über-Blockbuster mit wenig Hirn, aber
brauchbarer Intensität dank Aamir Khan.
Ghare-Baire: The
Home and the World (1984)
* * *
Facettenreiches Spätwerk von Satyajit Ray.
Ghar Sansar (1958) * * *
Fast zu melodramatisches, aber solides Drama mit Nargis.
Ghastly /
Gisaengryeong (2011) * * ½
Kurzweiliger, aber formelhafter Horror.
Ghatak (1996) * * *
Effektiver Bollywood-Actionfilm von Rajkumar
Santoshi mti Sunny Deol in einer seiner besseren Rollen.
Ghayal
(1990) * * ½
Schematischer als eine Algebra-Stunde: Sunny Deol
rächt in diesem Bollywood-Streifen die Ermordung seines Bruders.
Ghost (1990)
* * * ½ Bei diesem kitschigen
Blockbuster heulen nur die härtesten Herzen nicht.
Ghost and the Darkness, The (1996)
- Der Geist und die Dunkelheit * * *
Schön gefilmtes Afrika-Abenteuer, etwas zu seelenlos, um
zu fesseln.
Ghostbusters (1984)
* * * * Herrlich
unterhaltsamer und bestens besetzter Geisterspass.
Ghostbusters II (1989)
* * * ½ Etwas in die jahre
gekommene, aber flotte und grelle Fortsetzung.
Ghost
Cat of Otama Pond, The / Kaibyo Otamaga-Ike (1960) * * *
Routinierter J-Grusel nach klassischer Vorlage, immerhin
visuell stimulierend.
Ghost Dad (1990)
- Unser Papa ist ein Geist
* * Schlaffe Geisterkomödie
mit Sitcom-Star Bill Cosby.
Ghost
Delivery (2003) * * High-Tech-Horror aus Thailand, leider etwas fad
geraten.
Ghost
Dormitory (2004) * ½
Langweiliger Horrorfilm in 3-D ... natürlich aus
Thailand.
Ghost
Eyes (1974) * * ½
Atmosphärischer, aber mit der Zeit allzu
repetitiver Horrorfilm der Shaw Brothers.
Ghost Game (2004)
*
Ultrabilliger, ultraschlechter
Horror, der weder visuell noch inhaltlich noch in Splatter-Aspekten den
niedrigsten Ansprüchen genügen kann.
Ghost Game
/ Laa-thaa-phii (2006) - Todeslager S-11 * ½
Langweiliger, inhaltlich sehr dünner Thai-Horror.
Ghost
House / Gwishini sanda (2004) * * *
Anspruchslose, aber witzige Geisterkomödie aus
Korea.
Ghost in the Machine (1993)
* * ½ Abstruse Sci-Fi-Story,
aber ganz unterhaltsam aufbereitet.
Ghost in the Shell /
Kôkaku kidôtai (1995)
* * * *
Meisterhafter, bildstarker und anspruchsvoller
Anime-Klassiker von Mamoru Oshii.
Ghost in
the Shell 2: Innocence (2004) * * * ½
Bildgewaltige Anime-Fortsetzung, die
auf der inhaltlichen Ebene etwas zu wünschen übrig lässt.
Ghost - In Your Arms Again / Gosuto Mouichido Dakishimetai (2010) * *
Fades japanisches Remake.
Ghost
Mother (2007) * *
Plumper Thai-Horror mit erschreckend wenig
Geisterszenen.
Ghost
Rider (2007)
* * Lärmige, langweilige
Comicverfilmung des "Daredevil"-Regisseurs. Ein paar nette Dialoge und Stunts -
aber der öde Held, die zu Beginn schlecht spielende Eva Mendes, die 08/15-Story,
der CGI-Overkill und die holprige Dramaturgie machen alle Freude zunichte.
Freunde von "Terminator II" dürfen gerne die etwas gar vielen Anspielungen
zählen ...
Ghost Ship (2002) * * ½
Die Anfangsszene ist genial, alles danach ist schlicht Routine.
Horrorfilm mit Gabriel Byrne.
Ghost of Chibusa
Enoki / Kaidan chibusa enoki (1958) * * ½
Nettes Kaidan-Filmchen aus Japan, solide inszeniert, aber
nie besonders wagemutig.
Ghost of Mae
Nak (2005) * * ½
Schnittiges Update zur oft verfilmten "Nang Nak"-Legende.
Ghosts (1997)
* * Das Regiedebüt von
FX-Guru Stan Winston ist trotz des Einbezugs von Stephen King kein echter
Spielfilm, sondern nur ein ausgedehntes Tant- und Musikvideo für Michael
Jackson.
Ghosts of Girlfriends Past (2009) - The Womanzier * *
½
"Mean Girls"-Regisseur Mark Waters macht aus Dickens' "A
Christmas Carol" eine zu lange und formelhafte Posse um die Läuterung eines
Über-Machos. Ein paar mal ganz witzig, insgesamt aber blutleer.
Ghosts of
Kasane Swamp, The / Kaidan Kasane-ga-fuchi (1957)
* * *
Kurzweiliger, atmosphärischer, aber auch etwas
unspektakulärer Gruselfilm.
Ghosts of Mars (2001) * *
John Carpenters Griff in die Sci-Fi-Mottenkiste: Ein ziemlich
langweiliger Mars-Film mit Marilyn-Manson-Monstern und Papp-Effekten.
Ghosts of the Abyss (2003)
* * ½ Cameron
taucht zum "Titanic"-Wrack. Eindrücklicher 3-D-Film, doch bieder gemacht. Wo ist
das Spannungsmoment? Wo Camerons erzählerische Kraft?
Ghost
Story: Depth of Kagami / Kaidan Kagami-ga-fuchi (1959) * * ½
Harmloser, einstündiger Kaidan-Film typischer Machart. Es
fehlt das gewisse Etwas.
Ghost
Story of Yotsuya / Tokaido Yotsuya kaidan (1956) * * *
Kurzweilige Gruselmär nach klassischer Vorlage.
Ghost
Story of Yotsuya / Tokaido Yotsuya kaidan (1959) * * * ½
Visuell beeindruckende Adaption der berühmten
Bühnenvorlage.
Ghost
System (2003) * ½
Japanischer Low-Budget-Horror, der allerorts
zusammenklaut - und dies nicht gerade überzeugend.
Ghost Theater /
Midnight Ballad for Ghost Theater (2006) * * *
Überdrehtes Grusel-Musical aus Korea, nicht immer
zielsicher, aber schön exzentrisch.
Ghost Town (2008)
- Wen die Geister
Lieben * * *
Kurzweiliger Spass von Blockbuster-Autor David Koepp mit Ricky Gervais in einer
Paraderolle als grantiger Zahnarzt, der Geister sieht ...
Ghost Train /
Otoshimono (2006) * * ½
Solider japanischer Gruselstreifen mit abfallender
Spannungs- und Plausibilitätskurve.
Ghost World (2001) * * * ½
Superb gespielte Comic-Adaption um Teen-Lebensangst sowie
Anonymität und Konturlosigkeit der US-Konsumgesellschaft.
Ghost Writer, The (2010)
- Der Ghostwriter
* * *
½
Roman Polanskis Bestsellerverfilmung ist ein behutsam entwickelter und höchst
kurzweiliger Politthriller mit famosen Schauspielern und etlichen Bezügen zur
Zeitgeschichte. Etwas mehr Spannung in der Anfangsphase hätte nicht schaden
können.
Ghulam (1998) * * *
Überlanges und etwas pathetisches
Drama aus Indien. Aber recht unterhaltsam. Mit "Lagaan"-Star Amir Khan.
Ghutan (2007) * ½
Dröger Ramsay-Horror, gegen Schluss eher unfreiwillig
komisch.
Giallo (2009)
* *
Ein müder Abklatsch der
klassischen Gialli, vom ehemaligen Genre-Gott Dario Argento erstaunlich lustlos
und oft an albern grenzend inszeniert. Doch wirklich schlecht ist vor allem
Emmannuelle Seigner- die ich schauspielerisch noch nie mochte, und hier wahrlich
übel agiert. Positiv herauszuheben sind höchstens der solide Anfang, die
Brutalität sowie ein paar Anspielungen auf Giallo-Klassiker.
Giant (1956)
- Giganten
* * * * Wuchtiges, mit einem
Oscar und neun Nominationen veredeltes Epos, das mit erzählerischer Dichte und
schauspielerischen Leistungen beeindruckt. James Dean starb noch während des
Drehs.
Giant Claw, The (1957)
- Angriff der Riesenkralle
* ½ Naiver Sci-Fi-Trash,
dessen Monster ein absoluter Heuler ist, Heute höchstens noch ungewollt komisch.
Giants & Toys / Kyojin
to gangu (1958) * * * ½
Schräge und enorm kurzweilige Kapitalismus-Satire.
Giant Spider Invasion, The (1975)
* ½ Horrortrash um
schrecklich animierte Riesenspinnen. Ed Wood wäre begeistert.
Gibier d'élevage (2011) - Der Fang * * * ½
Eindrückliches TV-Kriegsdrama aus Kambodscha.
Gift, The (2000)
* * * Sam Raimi erzeugt
eine gruselige Atmosphäre und Cate Blanchett, Keanu Reeves & Co. sind sehr gut. Aber
die Story lahmt und fällt zum Schluss ab.
Gigante (2009)
* * *
Sympathische und ungewöhnliche Stalker-Romanze aus Uruguay, nhüchtern inszeniert
und gut gespielt - aber letztendlich etwas zu zahm und fast schon banal.
Gigi (1958)
* * * ½ Frivol-fröhliches und
mit 9 Oscars (!) ausgezeichnetes Musical von Vincene Minelli, das jedoch
schlecht gealtert ist.
Gigil (2006) * ½
Dröge Philippinen-Romanze, die den Weg der geringsten
Überraschungen geht.
Gigli (2003) * *
Ein katastrophaler Flop bei Kritik und Publikum -
aber die Jen-Ben-Liebeskomödie ist nicht gaaanz so übel.
Gig Number Two
(2007) * *
Langweilige Thai-RomCom, die lauter schöne Menschen in lästige Situationen
stürzt.
G.I. Jane (1996)
* * Ridley Scotts
schlechtester Film bietet lange Zeit noch halbwegs unterhaltsame Frauenpower,
bevor das Ganze zum öden und reisserischen Kriegsfilm mutiert. Das letzte
Drittel ist richtiggehend stupid.
G.I. Joe: Rise of the Cobra (2009)
* * ½
Auf Spielzeug basierende Sci-Fi-Action von Stephen Sommers
("The Mummy") mit internationaler Besetzung (u.a. Lee Byung-hun). Extremes Tempo
und ein paar tolle Szenen täuschen nicht darüber hinweg, dass die Tricks
mittelmässig sind, die Story dünn ist, die Inszenierung leblos wirkt, die
Charaktere hölzern gezeichnet sind und es absolut keine Logik gibt (selbst Eis
sinkt hier).
Gilberte de Courgenay (1942) * * *
Etwas behäbiger, aber nett anzusehender Klassiker der
Geistigen Landesverteidigung.
Gimme Shelter (1970)
* * * ½ Ein superber
Dok-Film, der nicht nur die Musik der Rolling Stones einfängt sondern auch das
Ende einer Ära - und das tragische Konzert in San Francisco 1969
Gimmy Heaven
(2005)
* * ½ Stark
beginnender, zunehmend abflachender Mysterythriller aus Japan.
Gingerbread Man, The (1998)
* * *
Etwas träge Grisham-Verfilmung von Robert Altman ("Dr. T. & the
Women") mit starken Schauspielern.
Ginger Snaps (2000)
* * * ½ Sexuelles Erwachen
einer jungen Frau mal anders: Ein Werwolf-Film mit Intelligenz, Witz und einer witzigen
Mimi Rogers.
Gingko Bed / Eunhaengnamoo chimdae (1996) * * *
Melancholisches Fantasy-Liebesdrama aus Südkorea.
Gingko Bed 2 / Danjeogbiyeonsu / The Legend of Gingko
(2002)
* * * ½ Blutiges Fantasyepos aus
Südkorea. Nicht wirklich eine Fortsetzung von "Gingko Bed".
Girl Boss
Guerilla / Sukeban gerira (1972)
* * * ½ Cooler,
Genre-springender "Pinky Violence"-Streifen.
Girl Boss Revenge / Sukeban (1973)
* * *
Solider Beitrag, visuell weniger cool, aber allemal
unterhaltsam.
Girlfight (2000)
* * * Starke Boxerfabel mit
einer meisterhaften Michelle Rodriguez. Leider wirkt die Geschichte schon etwas
abgehalftert.
Girlfriend (2004)
* * ½ In Indien kontrovers
aufgenommener, ziemlich mittelmässiger Thriller um eine besitzergreifende Lesbe.
Girl, Interrupted (1999) -
Durchgeknallt * * * ½
Bewegendes Irrenanstalt-Drama mit Winona Ryder, Whoopi Goldberg und
(Oscar-gekrönt:) Angelina Jolie.
Girl in the Park,
The (2007)
*
*
½
Gut gespieltes, aber einfallsloses
und holpriges Regiedebüt von Pulitzer-Preisträger David Auburn. Mit Sigourney
Weaver, die in Kate Bosworth eine Ersatztochter sieht.
Girl
Next Door, The (2004) * * ½
Sexy ab-18-Teeniekomödie, die angenehm frech
wäre, würde nicht plötzlich die Pornoindustrie angegriffen und der Film zum
moralischen Zeigfinger.
Girl$ / Nam nam (2010) * * ½
Erotisch angehauchtes Drama.
Girls Rebel
Force of Competitive Swimmers, The / Joshikyoei hanrangun (2007)
* * *
Kurzweiliger Zombie-Trash mit nackter Haut zum Aufpeppen.
Gir Scouts /
Geolseukawooteu (2008) * * ½
Beliebige und nur selten gute Actionkomödie.
Girl
Who Leapt Through Time, The / Toki wo kakeru shojo (2006) * * * ½
Cleverer, unterhaltsamer Anime um ein Mädchen, das durch
die Zeit springen kann.
Girl
With a Pearl Earring (2003)
* * * ½ Ein Film, schön wie ein
Gemälde. Sinnlich, elegant, aber letztendlich doch etwas zu konventionell.
Girl With
the Dragon Tattoo, The (2011)
- Verblendung
* * *
½
Dass David Fincher sein gigantisches Talent an das Remake eines bereits sehr
gelungenen Films "verschwendet", ist bedauerlich. Aber das Resultat allemal
sehenswert: Vom grandiosen "Immigrant Song"-Cover zum visuell brillanten
Vorspann über den geschliffenen Schnitt, die starken Akteure und die unterkühlte
Optik ein Genuss. Das Finale ist etwas abgeändert und nach dem eigentlichen
Höhepunkt unnötig aufgeblasen (im Vergleich zur schwedischen Version). Doch das
sind eher kleinere Mankos. Was bleibt ist ein hochroutinierter, spannender und
menschlich abgründiger Thriller mit leichten Exploitation-Einschlag, den die
Vorlage von Stieg Larsson schon vorgab …
Giù la testa (1971)
- Todesmelodie
* * * ½ Harter und zynischer
Western von Sergio Leone mit gewohnt hochwertiger Musik von Ennio Morricone.
Giulias Verschwinden (2009)
* * *
Der
Schweizer Christoph Schaub ("Jeune homme") verfilmt ein Skript von Martin Suter:
eine Ensemble-Tragikomödie, die in Zürich spielt, aber hochdeutsch gesprochen
ist, und in der sich fast jeder Dialog um das Thema "Alter" dreht. Schlau,
witzig und gerade als es repetitiv werden könnte, ist der Film auch schon
vorbei. Ein nett-harmloser Zeitvertreib.
Giulietta degli spiriti (1965)
* * ½ Federico Fellinis
sehr persönliche Konfrontation mit seinen eigenen Dämonen geriet überlang und
pseudo-psychologisch. Sein erster Farbfilm.
Give 'em Hell, Malone (2009)
* *
½
Comic-haft überzeichneter Neo-Noir mit Thomas Jane und Ving Rhames, anfänglich
cool, hart und sackbrutal, später dreht sich die Story jedoch im Kreis.
Give Love / Oi dut hei
(2009) * ½
Schlappe Hongkong-Romanze.
Gladiator (2000) * * * * ½
Fulminanter Historienfilm von Ridley Scott ("Alien",
"Black Hawk Down"). Mit Russell Crowe. Der beste Film 2000!
Glamorous Life of
Sachiko Hanai, The (2003) * *
Schrill-schräger Absurd-Pinku-Eiga, leider nach dem
witzigen Start bloss noch öde.
Glasses / Megane
(2007)
* * * Langsame,
inhaltsarme Tragikomödie aus Japan, die auf meditative Weise unterhält.
Glengarry Glen Ross (1992)
* * * * Durch die
Schauspieler grandios getragener Thriller nach einem Bühnenstück von David
Mamet.
Glen or Glenda (1953)
* Einer der "klassischen"
Trashfilme von Ed Wood, dem notorisch schlechtesten Regisseur aller Zeiten. Hier
gibts eine konfuse Story, miese Schnitte, schwache Darsteller,
pseudophilosophische Einschübe und einen Angora-Pulli. Und all das trägt erst
noch autobiographische Züge.
Gletscherblut (2009)
* * *
Liebesdreieck trifft Heimatfilm trifft Katastrophenfilm:
trotz Klischees ein unterhaltsamer TV-Film mit schönen Tiroler Alpenaufnahmen.
Gloria (1980)
* * * Der sechste Auftritt
von Gena Rowlands in einem Film ihres Mannes John Cassavetes bescherrte ihr eine
Oscarnomination. Doch abseits ihrer Leistung ist der Film eher träge und zu
lang.
Globi (2003)
* ½ Die
Vermischung des altmodischen Schweizer Vogel-Stars mit Anime, Popsongs und
Virtual Reality zum Zeichentrickfilm geht in die Hosen. Öde,
steif und nicht lustig.
Gloire de mon père, La (1990) -
Der Ruhm meines Vaters * * * *
Bezaubernder Familienfilm mit Nostalgie, Herz und leisem
Witz. Fortsetzung: "Le château de ma mère".
Glomdalsbruden (1926) * * * ½
Faszinierendes Bindeglied zwischen dem frühen und späteren
Schaffen von Carl Th. Dreyer.
Glorious Team Batista / Chimu bachisuta no eiko (2008) * * ½
Etwas angestaubt und träge wirkender Medizin-Krimi.
Glory (1989)
* * * * Mitreissender
historischer Kriegsfilm, der Denzel Washington den ersten Oscar einbrachte. Von
Ed Zwick.
Glory to
the Filmmaker! / Kantoku Banzai! (2007) * * *
Schräge und teilweise witzige Karriere-Reflexion von
Takeshi Kitano.
GLove /
Geu-leo-beu (2011) * * *
Zu langes, aber grundsolides Sportdrama.
Gnaw (2009)
*
Doofe, langweilige, amateurhafte und unlustige
Horrorkomödie, die sich alleine durch ihren kannibalistischen Schockwert
verkauft, aber darüber hinaus absolut gar nichts bietet.
Gnomeo & Juliet (2010)
* * ½
Gar
simpel gestrickte und daher in den meisten gags vorhersehbare Trickfilmversion
von Shakespeares bekanntester Tragödie - mit Gartenzwergen in den Hauptrollen.
Für Kinder wohl ganz nett, und immerhin kurzweilig auch für die Älteren.
Inklusive Musik von Elton John.
Go (1999)
* * * ½ Die Teenie-Antwort
auf "Plup Fiction": cool, hip und kurzweilig.
Go (2001)
* * * ½ Japanische Tragikomödie mit Elan,
Humor und viel Melancholie. Einfach schön.
Go (2007)
* ½ Bollywood'sche
Actionkomödie ohne Format und Ziel. Aus der Ram-Gopal-Varma-Fabrik.
Goal! (2005)
* * * Formelhaftes, aber durchaus
unterhaltsames Aufsteigermärchen mit dem Segen der Fifa.
Goddess of 1967, The (2000)
* * ½ Visuell betörend,
inhaltlich jedoch lahm und dick aufgetragen. Inzest, Tod und Gewalt regieren das
preisgekrönte Experimentaldrama.
Godfather, The (1972)
* * * * ½
Coppolas zeitloses, brillant gespieltes Gangsterepos. Unter Geldnot entstanden
(Coppola wurde fast gefeuert) und verdient zum Klassiker gewachsen.
Godfather, The, Part II (1974)
* * * * ½ Für
viele besser als #1 - für mich nicht ganz (alle klassischen Szenen sind in #1). De Niro, Pacino & Co. sind aber eine wahre Wucht.
Godfather, The, Part III (1990)
* * * ½ Trotz kleineren
Fehlern wie der Besetzung von Sophia Coppola, ein würdiger, gemächlicher Abschluss von
Coppolas Mafiatrilogie.
God Man Dog / Liu
lang shen gao ren (2007)
* * *
Etwas diffuses und selbstgefälliges, aber stilvoll
inszeniertes Ensemble-Drama.
Godmother
(1999) * * * ½
Starkes Bollywood-Drama
mit der brillanten Shabana Azmi. Politisch, feministisch, moralisch.
Gods and Monsters
(1998)
* * * * "Oscar"-gekrönte, superb
gespielte und arrangierte, aber auch recht fiktive Hommage / Biografie an / von James
Whale ("Frankenstein").
God's Country
(1985) * * * ½
Louis Malle bereits das "Heartland" von Amerika und filmt dabei eine
faszinierende Doku.
God's Left Hand, Devil's Right Hand / Kami no hidarite akuma no migite (2006) * * ½
Deftiger, oft aber auch doofer Japan-Horror.
Gods Must Be Crazy, The (1982)
- Die Götter müssen verrückt sein
* * * ½ Fröhlich-kurzweiliger
Überraschungserfolg aus Südafrika.
Gods Must Be Crazy II, The (1989)
* * * Unterhaltsame
Fortsetzung, der die Neuartigkeit des Originals fehlt.
God's
Puzzle / Kamisama no pazuru (2008) * * ½
Physikjargon trifft Unterhaltungsfilm. Ein Kuriosum von Takashi Miike.
God Tussi Great Ho
(2008) * * Bollywoods lahme Antwort
auf den bereits wenig prickelnden "Bruce Almighty".
Godzilla
/ Gojira (1954) * * *
Solides B-Movie - aber ein Meilenstein für das Genre des
Monsterfilms.
Godzilla Vs. the Sea Monster / Gojira, Ebira, Mosura: Nankai no
daiketto (1966)
* * ½ Naiver Monstertrash mit
Anleihen beim Klassiker "King Kong".
Godzilla Vs. Gigan / Gojira tai Gaigan (1971)
* * ½ Die übliche
Zerstörungsroutine aus den Toho-Studios. Vielleicht noch eine Spur dämlicher als
gewohnt, aber kurzweilig nichtsdestotrotz.
Godzilla Vs. Megalon / Gojira tai Megaro (1973)
* ½ Ein Tiefpunkt der
kultigen Monsterreihe, die deutsche Synchro killt den Spass endgültig.
Godzilla Vs. Mechagodzilla / Gojira tai Mekagojira (1974)
* * ½ Etwas langatmiger
Monsterkampf, trotz schwachen Tricks bei Fans ziemlich beliebt.
Godzilla Vs. Biolante / Gojira tai Biorante (1989)
- Godzilla, der Urgigant
* * * Mit guten Tricks und
Bio-Botschaft ist dies eine der besten Folgen der zweiten "Godzilla"-Serie.
Godzilla Vs. King Ghidorah / Gojira vs. Kingu Gidora (1991)
* * ½ Zu lang und zu
unlogisch, doch ganz ansprechend inszeniert. Gute FX und ein fitter Star machen
manche Schwäche wett.
Godzilla Vs. Mothra / Gojira tai Mosura (1992)
- Godzilla - Kampf der Saurier
* * * Nicht so charmant wie
der erste "Mothra"-Film, unterhält aber mit naiver Öko-Story und soliden Tricks.
Godzilla (1998)
* * * Alle hassen diesen
Film. Dabei ist Roland Emmerichs Echsen-Spektakel recht unterhaltsam, actionreich - und
halt auch ein wenig dumm.
Godzilla: Final Wars (2004) * * *
Aufwendiger Abschluss der "Godzilla"-Serie zum
50.-jährigen Jubiläum des Originals.
Goemon (2009) * * *
Optisch wuchtiges, inhaltlich eher kalt lassendes Epos.
Goethe! (2010)
* * *
Süffissantes Porträt der Jugendzeit Goethes, historisch sicherlich nicht immer
detailgenau, aber stets unterhaltsam. Mehr lag aber wohl nicht drin - Neues,
Tiefschürfendes oder Spektakuläres gibts nicht.
Go Fast (2008)
* *
½
Formelhafter Cops-gegen-Dealer-Thriller à la française, nicht unspannend, aber
auch selten wirklich prickelnd oder überraschend.
Go Fight
(2004) *
Unglaublich langweilige thailändische
Billig-Action auf den Spuren von "Ong-bak".
Go Find a Psychic! / Magare! Supun! (2009) * * *
Sympathische Komödie um die Suche nach
Übersinnlichem im Leben.
Go Go 70s /
Go-go-70 (2008) * *
* Schmissiger koreanischer Musikfilm, etwas
konventionell, aber unterhaltsam.
Go, Go, Second Time Virgin / Yuke yuke nidome no shojo (1969) * * *
Avantgardistischer Sexfilm.
Going All the Way (1997)
* * * Gut gespieltes und
besetztes Drama von Mark Pellington ("Arlington Road").
Going by the
Book / Baleuge Salja (2007) * * *
Gewitzte Idee, amüsante Umsetzung.
Going in Style (1979)
* * * Martin Brests
Hollywood-Debüt glänzt mit kauzigen Darstellern, während die Story gegen Ende
ziemlich durchhängt.
Going the Distance (2010)
- Verrückt nach dir * *
*
Leicht
repetitive, aber in Sprache und romantischen Gefühlen erfrischende Liebeskomödie
mit Justin Long und Drew Barrymore.
Gojoe (2000) * * * ½
Gross angelegter Samurai-Actionfilm aus Japan.
Gokusen - The Movie (2009) * * ½
Halbwegs amüsanter Kino-Ableger der Erfolgsserie.
Go lala
Go! / Du Lala sheng zhi ji (2010)
* * ½
Belanglose, aber ganz nette Romantikkomödie aus China.
Gold Diggers: The Secret of Bear Mountain (1995)
* * ½ Durchschnittliches
Jugend-Abenteuer, das zwei talentierte Jung-Darstellerinnen aufbietet: Christina
Ricci und Anna Chlumsky.
Golden
Buddha, The / Jin pu sa (1966) * * *
Aus heutiger Sicht trashiger Versuch der
Shaw Brothers, eine Hongkong-Antwort auf James Bond zu drehen. Macht aber
gehörig Spass!
Golden Child, The (1986)
* * ½ Grelles und als
Fantasyfilm bedingt brauchbares Star-Vehikel für Eddie Murphy.
Golden Compass, The (2007)
- Der Goldene Kompass
* *
* ½
Kurzweilige, bildstarke und abwechslungsreich besetzte
Fantasy-Bestseller-Verfilmung, deren anti-kirchlicher Inhalt etwas
verallgemeinert wurde. Toll: die Eisbären. Nicht so toll: der halb-offene
Schluss, der nur die zwei Fortsetzungen vorbereitet.
Golden
Eagle (1970)
* * ½ Aus heutiger Sicht primär
trashiger Thai-Klassiker, der aber kultig unterhält.
GoldenEye (1995)
* * * * Pierce Brosnans
Bond-Debüt ist v.a. dank der gefährlich heissen Famke Janssen ein Hit.
Golden Lion, The / Jin mao shi wang (1975) * * *
Enorm kurzweiliges Shaw-Brothers-Abenteuer.
Golden
Swallow / Girl With the Thunderbolt Kick / Hsia yu-yen (1968)
* * * ½ Chang Chehs spektakuläre
Fortsetzung von King Hus "Come Drink With Me".
Golden
Sword, The / Long men jin jian (1969)
* * ½ Wirr erzähltes
Lo-Wei-Abenteuerfilmchen der Shaw Brothers mit Cheng Pei-pei in einer
undankbaren Rolle.
Golden Voyage of Sinbad, The (1974)
* * ½ Trotz schwachem
Hauptdarsteller recht kultiger Fantasyfilm mit Effekten von Ray Harryhausen.
Goldfinger (1964)
* * * * Der Bond-Klassiker
mit genialem Bösewicht und unsterblichem Titellied. Absolut Kult!
Gold Rush, The (1925)
* * * * Einer von Charlie
Chaplins besten Filmen mit etlichen unsterblichen Szenen.
Golem,
wie er in die Welt kam, Der (1920)
* * * *
Faszinierender Stummfilmklassiker,
atmosphärisch Düster und mit einigen Parallelen zum "Frankenstein"-Mythos.
Goliath Awaits (1981)
* *
* Zwar an den Haaren herbeigezogener
Abenteuerfilm, der aber immerhin eine interessante Story bietet. Nur leider mit
200 Minuten arg lang.
Gol Maal (1979) * * * ½
Witzige Bollywood-Komödie mit gut aufgelegten Stars.
Golmaal (2006) * *
Ziemlich öder Bollywood-Slapstick mit ein paar guten
Dialogen und wenig gelungenen Pointen.
Golmaal
Returns (2008) * ½
Sterbenslangweilige und unlustige Bollywood-Klamotte.
Bitte erspart mir Teil 3.
Golmaal 3
(2010) * ½
Leider hat niemand auf mich gehört - Teil 3 kam. Und ist Müll.
Gomez - Kopf oder Zahl (1997)
* *
* Bemerkenswertes Regiedebüt, zwar oft
bemüht auf cool getrimmt, aber für einen TV-Film überdurchschnittlich.
Gomorra (2008)
* * *
½
Dramaturgisch etwas lottrig, aber extrem authentischer und dadurch auch
erschreckender Blick in den Alltag in und mit der Mafia.
Gone Baby Gone (2007)
* * * ½ Ben
Afflecks Spielfilm-Regiedebüt nach einem Buch des "Mystic River"-Autors beginnt
als Boston-Thriller und wird zu einem bewegenden Moral-Drama.
Gone Fishin' (1997)
* ½
Dummes Gelaber, öde Story - ein stinkender
Komödien-Fisch.
Gone in 60 Seconds (2000)
* * Gestylte
Bruckheimer-Produktion um eine Bande von Autodieben. Mit Nicolas Cage, Angelina Jolie und
vielen Längen!
Gone With the Wind (1939)
- Vom Winde verweht
* *
* * ½ Das wuchtige
Dreieinhalb-Stunden-Epos ist mit Inflation der erfolgreichste Film aller Zeiten
und holte zudem 9 Oscars. Die Dialoge sind legendär, die Sets beeindrucken, die
Schauspieler überzeugen. Das macht kleinere Schwächen mühelos wett.
Gong
tau (2007) * * ½
Nicht sehr origineller, aber angenehm trashiger
Kategorie-III-Horror von Herman Yau.
Gonin (1995)
* * * Weltschmerz-Yakuzathriller mit einer
simplen Story und z.T. albernen Charaktere. Schaffte es dennoch zum Kultfilm. Liegt wohl
an Takeshi Kitano.
Gonza the Spearman
/ Yari no gonza (1986) * * * ½ Visuell
bestechendes Samurai-Drama um Rituale und Missverständnisse.
Good (2008)
* *
½
Gut gemeintes und gespieltes Drama, das aber zäh
vorankommt und trotz bewegender Katharsis irgendwie kalt lässt - wohl auch, weil
schnell klar wird, worauf alles hinausläuft.
Good Boy Bad Boy
(2007) * *
Vorhersehbare College-Komödie aus Bollywood, zögerlich
inszeniert und daher schwunglos.
Good Bye, Emmanuelle (1977)
* Der letzte in der
Sylvia-Kristel-Trilogie. Exotischer und erotischer als der zweite Teil, aber dennoch arg
langweilig.
Good bye, Lenin! (2003) * * * ½
Ebenso liebevolle und nostalgische, wie freche DDR-Tragikomödie
von Wolfgang Becker.
Goodbye Mr. Chips (1939)
* *
* ½ Die Story wirkt konservativ, aber
Hauptdarsteller Robert Donat glänzt als gute Seele.
Good Bye, My Secret Friend / Ike-chan to boku (2009) * * *
Süsser und hintersinniger Jugendfilm.
Goodbye Solo (2008)
* * *
½
Zurückhaltendes, aber einfühlsames Independent-Drama mit tollen Schauspielern
und zutiefst humanistischem Gedankengut. Mit Längen, aber stets sehenswert.
Goodbye Uncle Tom / Addio zio Tom (1971)
* * * Rassistisch? Entlarvend? Auf
jeden Fall lässt diese Exploitation-Shockumentary der "Mondo Cane"-Macher zum
Krassesten, was je auf die Leinwand kam. Die Bilder der Unterdrückung Schwarzer
entsetzen - doch diese Reaktion ist gewollt, denn hier werden fast alle
rassistischen Vorurteile 1:1 dargestellt. Der weisse Mann ist das Monster.
Good Earth, The (1937)
* *
* * Toll gespielter, aufwendiger
Abenteuerfilm, ausgezeichnet mit 2 Oscars.
GoodFellas (1990)
* *
* * Toll gespielter und fetzig
inszenierter Mafiaklassiker, wenn auch minimal überschätzt.
Good German, The (2006)
* * * Im Classic-Hollywood-Stil
gehaltener Retro-Mix aus "Third Man" und "Casablanca", leider belastet durch ein
harziges Skript. Aber stimmungsvoll. Und cool besetzt.
Good
Lawyer's Wife, A / Baramnan gajok (2003) * * *
Erotisch aufgeladenes Beziehungsdrama aus Korea.
Good Luck (2008) * ½
Dröges Bollywood-Remake der Lindsay-Lohan-Komödie "Just My
Luck".
Good Luck Chuck (2007)
* * Die Komödie mit
Jessica Alba beginnt witzig und bricht wohl den Rekord für die Anzahl
akrobatischer Sexszenen in einem Mainstream-Film - doch danach gehts bergab.
Weit bergab.
Good Man in Africa, A (1993)
* *
* Manchmal allzu zappelig und albern,
dann wieder angenehm politisch inkorrekt.
Goodman Town (2002) * * ½
Thailändische Actionkomödie, bei der er nonstop kracht. Die
Handlung ist dafür quasi non-existent.
Good Morning and Goodbye! (1967)
* *
* Nicht so kultig wie vorherige
Russ-Meyer-Knüller, aber immer noch schön vulgär und derb.
Good Morning President / Gutmoning peurejideonteu (2009) *
* ½ Drei Episoden, drei Präsidenten, drei Probleme.
Ganz nett.
Good Morning, Vietnam (1987)
* *
* ½ Fetzige Kriegskomödie mit einigen
beeindruckenden Szenen. Nur Robin Williams' Geschnorr nervt auf Dauer.
Good Neighbor Sam (1964)
* *
* Romy Schneiders US-Debüt ist nett
und unterhaltsam, wenn auch arg lang.
Good Night, The (2008)
* *
½
Stark besetzte Komödie, die amüsant beginnt (wer träumt nicht von Penélope Cruz
und wann ist Simon Pegg nicht witzig?), sich aber im Nichts verliert und fad
endet.
Good Night, and Good Luck. (2005)
* * * ½
George Clooneys Anti-McCarthy-Dokument ist bestechend gefilmt und gespielt,
bietet aber relativ wenig Neues.
Good Night Sleep for the Bad / Nappeun nomi deo jal janda (2009) * * *
Low-Budget-Thriller mit stattlicher Machart.
Good
Rain Knows, A / Ho woo shi jul (2009) * * * ½
Zärtliche Romanze, ebenso sanft wie gefühlvoll.
Good Shepherd,
The (2006)
* * * Robert De Niros zweite
Regiearbeit: Ein überlanger, sehr gedämpfter Blick in die Strukturen der CIA,
aber famos gespielt und unerhört vielschichtig - und kritisch.
Good Son, The (1993)
* *
* Macaulay Culkin terrorisiert Elijah
Wood. Das hat überraschenden Casting-Wert und ist ganz spannend, aber auf Dauer
doch auch etwas ausgelutscht.
Good, the Bad, the
Weird, The / Joheunnom nabbeunnom isanghannom (2008) * * * ½
Flotter Korea-Western mit coolen Stars und viel Action.
Good Year, A
(2006)
* * * Leicht bekömmliche Komödie um
einen gestressten Börsianer, der in der Provance Ruhe findet. Kitschiger,
vorhersehbarer, "kleiner" Ridley Scott, aber süss und einfach schön.
Good Will Hunting (1997)
* *
* * Einer von Gus Van Sants
erfolgreichsten und besten Filmen, nominiert für 7 Oscars, ausgezeichnet mit 2:
ein hintersinniges, gefühlvolles und stark gespieltes Drama.
Goofy Movie, A (1995)
* * ½ Schwungvoller,
aber uninspirierter Disney-Spass.
Goonies, The (1985)
* *
* * In die Jahre gekommenes, aber
immer noch herrlich erfrischendes Jugendabenteuer, für das Richard Donner,
Steven Spielberg und Chris Columbus zusammenspannten.
Goopy Gyne Bagha
Byne (1968)
* * * Beliebte, geliebte und
unterhaltsame Fantasykomödie von Satyajit Ray.
Gopaal Krishna
(1979) * * ½
Solide Bollywood-Verfilmung von Krishnas Leben, am Anfang
temporeicher als gegen Schluss.
Go,
Rascals! / Aozora-e-shoot! (2003)
* * ½ Herzliche, aber extrem
schematische Kiddie-Sportkomödie aus Japan.
Gorgeous
/ Bor lei jun
(1999)
- Under Control * * * Unterhaltsame, etwas lange und ungewöhnliche Action-Liebeskomödie mit
Jackie Chan, Shu Qi und Tony Leung.
Gorillas in the Mist (1988)
- Gorillas im Nebel
* *
* ½ Für 5 Oscars nominiertes,
biographisches Drama, mit fantastischer Sigourney Weaver und ebenso tollen
Tieraufnahmen.
Gorilla von Soho, Der (1968)
* * ½ Farbremake der Wallace-Verfilmung "Die toten Augen von
London" (1961): penetrant, aber unterhaltsam.
Goryeojang (1963)
* * * ½
Cineastisch bestechendes Drama aus Südkorea.
Gosford Park (2001) * * * ½
Robert Altman versammelt ein Starensemble par excellance für
seine Agatha-Christie-mässige Krimikomödie.
Gossip (2000)
* * ½ Thriller mit sexy Jungstars und
pfiffiger Ausgangslage - nur weiss der Regisseur nix damit anzufangen.Mit James
Marsden (X-Men), Kate Hudson (Almost Famous).
Goth - Love of Death / Goth (2008)
* * *
Morbides Drama der gemächlichen Art.
Gothic (1986)
* *
* Dekadenter und abscheulicher
Fantasyhorror von Enfant terrible Ken Russell. Nachteil: etwas langatmig.
Gothic & Lolita Psycho / Gosurori shokeinin (2010)*
* ½
Ganz netter, aber nie herausragender Japan-Fun-Splatter,
Gothika
(2003)
* * ½ Absurder, aber zu Beginn
recht spannender Geisterhorror mit Halle Berry und Penélope Cruz.
Go West (1940)
* *
* Musik und Kalauer trüben den
Marx-Brothers-Spass.
Goya's Ghosts (2006)
* * * ½
Opulent gestaltetes Historiendrama
von Milos Forman, stark gespielt, mit Gusto inszeniert und gespickt mit etwas
bemühten zeitgeschichtlichen Anspielungen.
Goyokin (1969) * * * *
Visuell bestechendes Samurai-Drama.
Gozu (2003)
* * *
Takashi Miike auf den Spuren von David Lynch: Eine albtraumhafte Yakuza-Groteske,
in der es jedoch zu viele déjà-vus gibt.
Grace Card, The
(2011)
* ½
Im
Kern durchaus gut gemeint (Vergebung, Verbrüderung etc.). Aber das unter
christlichem Aspekt produzierte Melodrama ist derart klebrig und vorhersehbar
manipulativ, das man bald alles Interesse verliert. Das oft holprige Schauspiel
macht die Sache auch nicht besser.
Graduate, The (1967)
- Die Reifeprüfung
* *
* * Kurzweiliger und toll gespielter
Klassiker mit unsterblicher Musik von Simon and Garfunkel.
Graduates, The / Lemon no
koro (2007) * * *
Sympathisches, etwas gaar blutleeres Teeniedrama aus
Japan.
Graine et le mulet, La (2007)
- Couscous mit
Fisch * * *
Cäsar-gekröntes Multikulti-Drama mit Überlänge (150 Min.) und nervtötenden
Quängel-Monologen. Doch Sympathie und Lebensechtheit retten den Film.
Gran aventura de Mortadelo
y Filemón, La (2003)
- Clever & Smart
* ½ Langweiliger
Comic-Trash aus Spanien.
Grand, The (2007) - Looser * * *
Comic-Drehbuchautor Zak Penn gibt sich auf das
Mockumentary-Terrain eines Christopher Guest ("Best in Show") und inszenierte
eine dramaturgisch fade und in ihren Improvisations-Szenen nicht immer geglückte
Komödie, die aber durchaus Witz hat und ein glorioses Casting: Werner Herzog
(der mit Penn "Incident at Loch Ness" drehte) als sadistischer The German. Der
sagt Dinge wie "Most people drink coffee, but I think it is some sort of
beverage of the cowards. To feel alive and to get this energy, it is essential
for me to kill something each day". Herzog pur.
Grand bleu, Le (1987)
* *
* * Faszinierendes Taucherdrama von
Luc Besson, visuell wie atmosphärisch fesselnd.
Grand Canyon (1991)
* *
* ½ Düstere Einblicke in den
Schmelztiegel Los Angeles - aber doch mit viel Hoffnung.
Grand Chef, Le /
Sikgaek (2007)
* * * ½
Wohlschmeckende koreanische Tragikomödie über das Duell zweier
Meisterköche.
Grand
Chef 2: Kimchi Battle, Le / Sikgaek : Kimchijeonjaeng (2010)
* * *
Etwas lange, aber beinahe so mundende Fortsetzung.
Grande bouffe, La (1973)
* *
* ½ Damals skandalöse, heute etwas
angegraute, aber noch immer schön dekandete Genuss-Satire.
Grande illusion La (1937)
* *
* ½
Gilt bei vielen Cineasten als einer
der besten Filme aller Zeiten. Ich bewundere seine Technik und humanistische
Botschaft - aber ein Meisterwerk? Nicht für mich.
Grande silenzio, Il (1968) -
Leichen pflastern seinen Weg
* * * * Sergio
Corbuccis finsterer Schnee-Western mit eindrücklichem Cast, toller Morricone-Musik,
brutalen Szenen und unvergesslich düsterem Ende. Corbuccis Bester.
Grandes personnes, Les (2008)
- Wir sind alle
erwachsen * * *
Typisch französische Tragikomödie der harmlosen Art, stark gespielt, hübsch
gefilmt, aber eben doch eine Spur zu luftig.
Grand Hotel (1932)
- Menschen im Hotel
* *
* ½ Starbesetzter Blockbuster, der
durch das Zusammentreffen der Diven Greta Garbo und Joan Crawford aufgewertet
wird.
Grand jeu, Le (1934)
* * *
Standardwerk des poetischen Realismus, visuell gut, inhaltlich
ein wenig mager.
Grandma's Boy (2006)
* * Primitive Nonsens-Komödie mit
ein paar überraschend gelungenen Gags, primär zu Lasten von Game-Freaks und
-Geeks.
Grandmother's House (1988)
- Die unaussprechliche Sünde
* * ½
Die zwei süssen Kind-Darsteller machen das
Manko an Substanz nicht wett. Vor allem die Schlussszene sorgte für
Kontroversen.
Gran Torino (2008)
* * *
½
Clint Eastwood inszenierte eine Harte-Kerl-Hommage für seine Fans, die
gleichzeitig eine Parodie ist. Die ersten zwei Drittel gehen als herrliche
Komödie durch, die ganz von Eastwoods "grumpy old man" lebt. Gegen Ende wirds
dann (trotz Formelhaftigkeit, Kitsch und schlechten Nebendarstellern) richtig
rührend.
Grapes of Wrath, The (1940)
* *
* * Gut gespielt, famos gefilmt,
sozial engagiert, ausgezeichnet mit 2 Oscars. Ein Klassiker nach John Steinbeck.
Grass (1925)
* *
* ½ Beeindruckendes
Dokumentarfilm-Frühwerk des späteren "King Kong"-Teams
Grave
of the Fireflies / Hotaru no haka (1988)
* * * *
Bewegender Anime-Klassiker über zwei Kinder im Zweiten
Weltkrieg.
Grave
of the Fireflies / Hotaru no haka (2008)
* * *
Solide Realverfilmung des Anime-Klassikers.
Graveyard of Honor /
Jingi no hakaba (1975)
* * * ½ Rastloser, roher
Yakuza-Klassiker von Kinji Fukasaku.
Graveyard of Honor / Shin jingi no hakaba (2002)
* * * ½ Rohes
Yakuzafilm-Remake von Japans Schockmeister Takashi Miike.
Gray Matters
(2006)
- Herzensangelegenheiten
* *
½
Sympathische, aber etwas mutlose Liebeskomödie um ein Gewsichsterpaar und seine
Liebe zur selben Frau.
Grease (1978)
* *
* ½ Feelgood-Tanzfilm ohne Tiefgang,
aber it viel Schmiss und unsterblichen Soundtrack. Im Kino ein Superhit.
Great Balls of Fire! (1989)
* *
* Etwas klischeebelastete Biographie,
mit Dennis Quaid und Winona Ryder aber bestens besetzt.
Great Dictator, The (1940)
- Der grosse Diktator
* *
* * Satirisches Meisterwerk von
Charlie Chaplin.
Great Ecstasy of Robert Carmichael, The
(2005)
* * ½
Deftiger Briten-Schocker, zwielichtigig in seiner Absicht,
effektiv in seiner Machart.
Great Escape, The (1963)
- Gesprengte Ketten
* *
* * Ein Klassiker unter den
Ausbruchsfilmen, toll bestetzt, unterhaltsam inszeniert.
Greatest Story Ever Told, The (1963)
* *
* ½ Fulminant besetzter Bibelfilm,
etwas gemächlich und lang, aber ambitioniert.
Great Expectations (1946)
* *
* *
Superbe Dickens-Adaption von David
Lean mit starken Bildern und tollen Schauspielern. Ein Klassiker unter den
Literaturadaptionen.
Great
Expectation / Greatest Expectations / Widaehan yusan (2003)
* * * Flotte,
freche Korea-Komödie mit inhaltlichem Leerlauf - aber sehr nett.
Great
Gambler, The (1979)
* * * ½ Cooler
Agenten-Weltenbummler-Bollywood-Hit mit Amitabh Bachchan in einer Doppelrolle.
Great Mouse Detective, The (1986)
* * * ½ Pfiffiger
Disney-Film mit eher oberflächlicher Handlung, aber viel Abenteuer.
Great Outdoors, The (1988)
- Ferien zu dritt
* * ½
Nur wenige Gags zünden wirklich, vom Duo Dan
Aykroyd / Chevy Chase könnte man mehr erwarten.
Great White Silence, The (1924)
* * * *
Faszinierender Dokfilm über Scotts tödliche-Antarktisreise.
Great Yokai
War, The / Yokai daisenso (2005)
* * * ½ Herrlicher Fantasyfilm von
Takashi Miike zwischen Trash-Exzess und Familienfilm.
Greed (1925)
- Gier
* *
* * Für den Kino-Release stark
gekürzte Romanadaption des Exzentrikers Erich von Stroheim, aber auch in der
"Kurzfassung" noch immer grosses Kino.
Greedy (1994)
* *
½ Ganz nette Komödie mit Anspielungen
auf von Stroheims Klassiker "Greed".
Green Berets, The (1968)
* *
Reisserischer und patriotischer Vietnamfilm
von Haudegen John Wayne.
Green Card (1990)
* *
* ½ Liebenswerte und gut gespielte
Liebeskomödie ohne penetranten Kitsch.
Green Chair /
Noksaek uija (2005)
* * ½ Sehr
erotisches koreanisches Drama, das aber inhaltlich nicht weiss, wohin.
Green for Danger (1946)
* * * ½
Kurzweilige, clevere Brit-Krimikomödie um
eine Mordserie während den V-1-Attacken in England. Alastair Sim stiehlt als
überdrehter Ermittler und Erzählter allen die Show.
Green Hornet, The
(2010) * * * Für einen
Superheldenfilm zu albern, für eine Komödie zu holprig, für einen
Michel-Gondry-Film zu wenig schräg: "The Green Hornet" ist eine kuriose
Comedy-Version der Kultreihe, die manchmal funktioniert, aber oft stottert. Es
fehlt an Fokus, es fehlt an Spannung, es fehlt an einer sauberen Dramaturgie, es
fehlt an einem Helden, es fehlt an einem richtigen Bösewicht (auch wenn
Christoph Waltz genüsslich chargiert). Und trotzdem macht der Film halbwegs
Spass, wegen seinem Mut, etwas anders zu sein, als 08/15-Superheldenkino.
Green Mile, The (1999)
* * * ½ Tom Hanks in einer
überlangen aber top-inszenierten Stephen-King-Adaption.
Green Lantern, The (2011)
* * ½
Recht unterhaltsame Comicverfilmung mit ein paar schicken Heldenszenen und einem
charismatischen Hauptdarsteller (Ryan Reynolds). Doch ziemlich schlechte
Effekte, nutzlose 3D-Konvertierung, dünne Story und die alles andere als
lebendige Blake Lively verhindern die nächsthöhere Bewertung.
Grand Prix / Geurangpeuri (2010)
* * ½
Pferderenn-Filmchen von der Stange.
Green
Slime (1968)
* *
Sci-Fi-Trash von Kinji Fukasaku mit
untalentierten US-Darstellern.
Green
Snake / Ching Se (1993)
* * * *
Sinnliche, farbenfrohe und einfallsreiche Fantasy
aus Hongkong. Natürich von Tsui Hark.
Green Street Hooligans 2 (2009)
- Hooligans 2
*
½
Stumpfsinnige Fortsetzung von "Hooligans", welche die gewaltgeilen Klopper
heroisiert und keine schlaue Geschichte zu erzählen weiss.
Green Zone (2010)
* * * ½
Ein klassischer
Verschwörungsthriller vor der Realpolitik des Irakkriegs, mit typischer
Wackelkamera-Intensität inszeniert von "Bourne 2 & 3"-Regisseur Paul Greengrass.
Der Inhalt wäre zwei Jahre früher mutiger gewesen, jetzt wirkt er eher
abgestanden. Spannend bleibt der Film aber auch so.
Gremlins (1984)
* * * ½ Joe Dantes höchst
unterhalsamer, aber etwas angegrauter Mix aus Horror und Kiddie-Komödie. Produziert von
Steven Spielberg.
Gremlins 2: A New Batch (1990)
* * * Rasantes, aber nicht
sonderlich einfallsreiches Sequel zum Kassenknüller.
Greta (2009)
* * *
Hilary Duff kämpft gegen ihr Saubergirl-Image an und macht das ziemlich gut,
auch wenn ihre pubertären Drama-Queen-Allüren auf Dauer ziemlich anstrengen und
die Suizid-Fixierung nicht gerade Zielgruppen-geeignet ist, zumal sie so simpel
aus dem Weg geräumt wird. Aber auf alle Fälle ein unterhaltsamer Film mit
amüsanten und rührenden Momenten im Windschatten von "crazy/beautiful".
Grey Gardens (1975)
* *
* ½
Witzige, genaue und eindringliche
Doku über die Tante & Cousine von Jackie Kennedy, die in einer 28-Zimmer-
Bruchbude wohnen und vor sich hinvegetieren.
Grey Owl (1999)
* * Schöne Landschaften,
schwammiger Film: Das missglückte Indianerdrama ist Richard Attenboroughs
schwächster Film.
Greystoke: The Legend of Tarzan, Lord of the Apes (1984)
* * * ½ Werkgetreue
"Tarzan"-Adaption mit Masken von Rick Baker.
Gridiron Gang (2006) -
Spiel auf Bewährung
* * ½
Gut gemeinter Sportfilm mit The
Rock, leider vorhersehbar, voller Pathos und mit ein paar Macho-Plattitüden.
Grido, Il (1957) - Der Schrei
* * ½ Kunst-Quatsch:
Michelangelo Antonionis masslos überschätzter Langweiler ist visuell interessant, aber
ohne inhaltliche Ambitionen.
Grid Runners (1995)
* ½ Ermüdend choreografierte
Sci-Fi-Action, lustlos gespielt und mit miesen Virtual-Reality-Tricks.
Grifters, The (1990)
* * * ½ Rabenschwarze Komödie
mit gut aufgelegten Stars und einem Arsenal von Verlierern.
Grinch, The (2000)
* * ½ Knallbunte,
zuckersüsse Adaption von Dr. Seuss' Klassiker. Jim Carrey ist genial, der Rest ist oft
einfach zu viel.
Grizzly Man (2005)
* * *
½ Werner Herzogs
vielschichtige Dok aus Filmmaterial des Zivilisationsaussteigers Timothy
Treadwell, der unter Grizzlys lebte und zerfleischt wurde. Faszinierende Bilder!
Groomsmen, The (2006)
- Die Freunde des
Bräutigams * * ½
Sympathisches Männerdrama von und mit Edward Burns, das aber einmal mehr die
voreheliche Nervosität thematisiert und oft im Schmalz schlurft.
Groove (2000)
* * Der Film versucht, mit
Minimal-Story und pseudophilosophischem Geschwätz das Lebensgefühl der
Generation Techno einzufangen. Mit mässigem Erfolg.
Groper Train - Search for the Black Pearl / Chikan densha: shitagi kensatsu
(1984)
* * ½
Amüsante Schlüpfrigkeiten des späteren Oscar-Gewinners Yojiro
Takita.
Groper Train - Wedding Capriccio / Chikan densha: Chinchin hassha (1984)
* * ½
Noch mehr Schmuddeltrash von Oscargewinner Yojiro Takira.
Grosse Bagarozy, Der (1999)
* * ½ Ambitionierte, wenn
auch überladene und zum Schluss ausufernde Tragikomödie mit Til Schweiger.
Grosse König, Der (1942)
* * ½
Politisch mühsamer und etwas träger Historien-Propagandafilm.
Grosse Mädchen weinen nicht (2002)
* * * ½ Erst
witzig-lebensnahes, dann zu Tränen rührendes Drama über zwei Berliner Girls.
Grosse Pointe Blank (1997)
* * * * Kultig angehauchte
Gaunergroteske mit Hang zum Surrealen und Grotesken. Vorzüglich gespielt.
Grotesque /
Gurotesuku (2009)
* * *
Widerlicher, aber in seiner Schock-Wirkung bemerkenswerter
Reisser aus Japan.
Grounded God (197?) * * *
Grober Teenie-Gaunerfilm von Chatrichalerm Yukol mit Anliehen bei
der "Bonnie & Clyde"-Idee.
Groundhog Day (1993)
- Und täglich grüsst das Murmeltier
* * * *
Eine der lustigsten Komödien der 90er, mit unschlagbar
gutem Konzept.
Grounding - Die
letzten Tage der Swissair (2006)
* * * ½ Packender Schweizer
Dokuthriller.
Group, The (1965)
* * * Überlanges,
episodenhaftes Drama von Sidney Lumet, dank etlicher Stars halbwegs
unterhaltsam.
Groupies bleiben nicht zum Frühstück (2010)
* * *
Sympathische Teenie-Romanze mit dem typischen
Normal-verliebt-sich-in-Star-Charme. Der Anfang ist erfrischend, die Akteure
sind sympathisch. Erst im letzten Drittel schleichen sich Klischees und
Genre-Stereotypen ein.
Grown Ups (2010) - Kindsköpfe
* * ½ Adam Sandler, der dünn
gewordene Chris Rock sowie weitere Komiker amüsieren sich köstlich bei diesem
Schabernack - der auf zugegeben amüsante vulgäre Gags setzt, aber inhaltlich
verharrt. Vor allem die zweite Hälfte kommt einem vor wie die beliebige
Zusammenreihung von Deleted Scenes einer DVD. Kleines Highlight: Steve Buscemi.
Grudge,
The (2004)
* * ½ Schablonenhaftes US-Remake des nicht enden wollenden japanischen Horror-Themas
um "Ju-on".
Grudge 3, The (2009)
* ½
Der
Fluch zu lange fortgesetzter Horrorserien hat diese nunmehr dritte Variante des
ehemals japanischen Gruselhits erfasst. Nicht mehr spannend, nicht mehr virtuos,
braucht man nicht.
Gruffalo, The (2009)
- Der Grüffelo
* * *
Gewitzte Trickfilmversion des Kinderbuchs, nominiert für einen Oscar als bester
Trick-Kurzfilm.
Grumpy Old Men (1993)
* * * Das Dio Walter Matthau
und Jack Lemmon ist bei der 08/15-Komödie voll im Element.
Grüne Heinrich, Der (1993)
* * * Wildes, wollüstiges und
dekadentes Drama, vor allem am Anfang toll, später dann zunehmend leer.
GS Wonderland / GS
wandarando (2008)
* * *
Bunter, unterhaltsamer und harmloser Musikfilm zum
"GS"-Musiktrend in Japan.
GTO (1999)
* * ½
Rasante Komödie, basierend auf einem Manga: Ein unkonventioneller Lehrer mischt
ein ländliches Kaff auf.
Guantanamera (1995)
* * * Ein leichtfüssiger
Blick auf Kubas Probleme. Manchmal amüsant, manchmal etwas zu gewöhnlich.
Guard, The
(2011)
* * *
½
Schwarzhumorige, kultig inszenierte, stark gespielte und mit einem schicken
Soundtrack unterlegte Iren-Komödie vom Bruder des "In Bruges"-Regisseurs.
Guarded Secrets (1997)
* Ästhetische Körper in einem
gestylten Film, alles schon gehabt in dieser ziemlich öden und nicht sonderlich
erotischen Schmuddel-Angelegenheit.
Guard from the Underground, The / Jigoku np keibiin
(1992)
* * Halbgarer Serienkiller-Streifen von
Kiyoshi Kurosawa.
Guardian, The (2006)
* *
"An Officer and a Gentleman" Redux:
zu lang, zu brav, zu vorhersehbar. Immerhin sind die Akteure nicht übel und
Andrew Davis' Inszenierung passabel.
Guarding Tess (1994)
* * * Sympathisch gespielte
und oft witzige Komödie mit Shirley MacLaine und Nicolas Cage.
Guard Post, The / GP 506
(2008)
* * * Etwas
langer, aber sauber inszenierter Korea-Horror in einem Militärbunker.
Guddi (1971)
* * * ½
Liebreizende Komödie mit Jaya Bhaduri (spätere Bachchan) in ihrem
zierlichen Bollywood-Debüt.
Guddu (1995) * * Trotz starkem Cast ist das
ausgewalzte Bollywood-Rührstück eine Enttäuschung.
Gudgudee
(1997) * * ½
Drollige, kleine Bollywood-Komödie, der zur
Halbzeit die Luft ausgeht. Shahrukh Khan absolviert zu Beginn einen
Gastauftritt.
Guess Who (2005)
* * * Amüsante, aber in ihrem
Dialogwitz etwas vorhersehbare Umkehr-Version von "Guess Who's Coming to
Dinner".
Guests of the Last Train, The / Makchalo on sannimdeul (1967)
* * *
½
Visuell bestechendes Korea-Drama.
Gu Gu the Cat /
Gou-Gou datte neko de aru (2008) * * * Sympathisches Drama um eine Mangazeichnerin und ihre Katze.
Guide (1965)
* * * ½
Bollywood-Klassiker mit Dev Anand, tollen Songs
und viel Farbe.
Guilty as Sin (1993)
* * * Gut besetzt und
ziemlich clever, doch die Spannung hängt manchmal etwas durch.
Guilty of Romance / Koi no tsumi (2011)
* * *
½
Ausgeflipper, etwas inkohärenter, aber
faszinierender Sion-Sono-Film.
Gulaal (2009)
* * *
Trotz unfokussiertem Drehbuch ein weitgehend
faszinierender Film.
Gulliver's Travels (1995)
* * * Am amerikanischen TV
extrem erfolgreiche Miniserie nach Jonathan Swift, ausgestattet mit
ansprechenden Tricks und solidem Unterhaltungswert.
Gulliver's Travels (2010) * ½
Langweilige,
dramaturgisch schlappe und mit wenig Witz gesegnete Comedy-Neuinterpretation des
Klassikers. Nicht einmal die Spezialeffekte (und allein wegen denen existiert
der Film) sind wirklich gut.
Gummo (1997)
* * * Episodenhafte
Freakshow von "Kids"-Autor Harmony Korine. Kids in einer Kleinstadt: Sex, Drugs
und Katzen killen. Sehr sehr strange.
Gumnaam (1965) * * ½ Indischer Thriller-Kitsch-Kult mit einer tollen
Tanznummer, die ihren Weg in die Satire "Ghost World" fand.
Gumnaam - The
Mystery (2008) * * Lange verwschobener und daher ziemlich angegrauter
Bollywood-Thriller der lahmen Art.
Gumrah (1963) * * * ½ Technisch wie inhaltlich interessantes Bollywood-Drama.
Gun (2010)
*
*
Fuck, Nigger, Motherfucker - dieser von 50 Cents geschriebene und mit einer
lahmen Hauptrolle "gesegnete" B-Thriller flucht sich von einem Klischee zum
nächsten, ohne je echt zu packen. Möchte "Departed" sein, ist aber nur
Fliessbandware, immerhin mit kurzer Laufzeit und AnnaLynne McCord als
superschönem Eye candy …
Gunaah (2002)
* * Ziemlich schwacher
Liebesthriller mit den Akteuren des Bollywood-Gruslers "Raaz".
Gundaraj
(1995) * *
Grober, reaktionärer Bollywood-Rachethriller mit Ajay
Devgan und Kajol.
Gunda Din (1939)
* * * * Der erste grosse
Abenteuerfilm: auch heute noch enorm unterhaltsam.
Gunga
Jumna (1961)
* * * ½
Einer der grössten Bollywood-Hits der 60er mit
Dilip Kumar.
Gung Ho (1986)
* * * ½ Ron Howards amüsante
Komödie über die Auswüchse der Wirtschaft erwies sich als erstaunlich
prophetisch.
Gunman
/ Mue buen (1983)
* * * Prinz Chatrichalerm
Yukols spannendes Krimidrama über das Duell eines Profikillers mit einem Polizeichef -
und beide kennen sich aus dem Krieg.
Gunman
II / Salween (1993)
* * *
½
Packendes Thai-Thrillerdrama von
Prinz Chatrichalerm Yukol.
Gunmen / Tian luo di wang
(1988)
* * *
Brutale Old-School-Action, produziert von Tsui Hark.
Guns
& Talks / Killerdeului suda (2001)
* * *
Amüsanter Thriller aus Korea über vier professionelle Killer, die in eine kleine
Berufskrise fallen.
Gun Shy (1999)
* * ½ Mit Liam Neeson und
Sandra Bullock edel besetzte, aberzu lange und nur mässig unterhaltsame
Krimikomödie.
Guns of Navarone, The (1960)
* * * * Etwas langes, aber
aufregendes Kriegsabenteuer mit charismatischen Akteuren und oscargekrönten
Tricks.
Gupt (1997) * * *
Recht spannender Bollywood-Thriller
mit einigen Twists und guter Besetzung.
Guru, The (2002)
* * *
Sexy Komödie um einen Inder, der in Amerika ein Star werden will und via Pornodreh zum
Sex-Guru aufsteigt. Mit Heather Graham.
Guru (2007)
* * *
Schick inszeniertes, toll gespieltes Biopic mit
inhaltlichen und dramaturgischen Schwächen.
Guru: Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard (2010)
* * *
Konventionell gemachter, aber inhaltlich reizvoller Schweizer Dokfilm über die
Hippie-Sekte und ihre fehlgeleiteten Mitglieder.
Gustloff, Die (2008) * * ½ Starbesetzter ZDF-Zweiteiler,
interessant im historischen Hintergrund, fad in der Umsetzung: Die
2-Stunden-Einführung ist öde, dann wirds spannend, dann ists schon vorbei.
Guts of a Virgin / Shojo no harawata (1986) * Legendärer, aber sturzdoofer japanischer Exploitation-Streifen.
Guy Named Joe, A (1943)
* * * ½ Die Vorlage von
Steven Spielbergs "Always" mischt eine Fantasy-Lovestory mit aufwendiger
Kriegspropaganda.
Guys From Paradise, The / Tengoku kara kita
otoko-tachi (2000) * * *
Ungewöhnlich ruhiger, aber interessanter Miike-Film.
Guy Thing, A (2003) - Gelegenheit
macht Liebe * * ½ Turbulente
Komödie mit sympathischem Cast. Das eskalierende Chaos kann man aber mit
der Zeit nicht mehr ernst nehmen.
Guzaarish
(2010)
* * * Edle Indien-Version von "Mar adentro".
Gycklarnas afton / Sawdust and Tinsel (1954) * * * ½ Bitteres,
durch tollen Nahaufnahmen intensiviertes Frühwerk Bergmans, das die Erfahrungen
des Regisseurs zum eindringlichen Film verarbeitet.