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Actiondrama
Südkorea 2006
Alternative Titel Pongryeok-sseokeul; Riverbank Legen
ds; 폭력써클

Regie Ki-hyeong Park
Drehbuch Ki-hyeong Park
Darsteller Kyeong-ho Jeong, Tae-seong Lee, Hie-jin Jang, Hye-seong Kim, Haeng-seok Lee

Zuschauer 18'540 
Länge
101 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 18

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
.

©  Text Marco, molodezhnaja 5.1.07
©  Bilder Taewon, Screenshots molodezhnaja


STORY
Südkorea, 1991: Der Musterstudent und Hobby-Fussballer
Sang-ho (
Kyeong-ho Jeong) verteidigt auf dem Schulhof einen Freund und legt sich dadurch mit dem bulligen Hong-gyu (Jin-woong Jo) an. Während dem Kräftemessen in der Turnhalle kommt Jae-gu (Tae-seong Lee) dazu, der die Situation beruhigen kann, da er beide Kämpfer kennt. Das Trio bildet mit Sang-hos Freund Chang-bae (Haeng-seok Lee) und zwei weiteren Kollegen eine Gang namens "Tigers". Sie verbringen die Zeit mit Fussball und Feiern. Doch als sie die hübsche Studentin Su-heui (Hie-jin Jang) bei einer Schlägerei beschützen und Sang-ho sich in sie verliebt, gibts Zoff: Sie ist die Ex des psychotischen Studenten Jeong-seok (Je-wook Yeon), dem Anführer der "TNT"-Gang von der rivalisierenden East High. Der nutzt die Gunst der Stunde, um einen Krieg zu beginnen, der schon bald tödlich endet.

 

REVIEW
Mit seinem vierten Spielfilm entfernt sich Regisseur Ki-hyeong Park (Whispering Corridors, Acacia) vom Horrorgenre und wendet sich dem beliebten Stoff um rebellische und gewalttätige Schüler zu. "Gangster High" hebt sich von anderen Beiträgen dieses Subgenres durch eine gewisse Entmystifizierung der Gewalt ab, ebenso durch vorbildliche Machart, starken Cast und schmusige Männerfreundschaft. Nur beim Skript steckt ein kleiner Wurm drin. Zu Beginn zeigt der sich im Aufbau der Figurenkonstellation, die alles andere als durchsichtig ist: Jungs, die verhängnisvollerweise in Uniform und mit Kurzhaarschnitt alle etwa gleich aussehen, kommen zusammen, verbünden sich und treffen wieder auf andere. Irgendwann hat man die Übersicht verloren, wer nun wer ist und wer welche Position in der Gruppe innehat. Der beste Rat: Vergesst die Details. Wichtig ist, die "Tigers" formieren sich und halten zusammen. Der Rest ergibt sich später.

Doch alle Skriptschwächen sind dadurch mitnichten ausgemerzt. Auch die Figurenzeichnung hapert in der Folge etwas und die Identifikation mit den Jungs leidet. Bei einem thematisch ähnlichen Vorreiter wie Friend waren Figuren, Zusammenhalt und Dramatik besser verflochten, der Effekt der Gewalt umso heftiger. Hier schaukelt sich die Story langsam in gewalttätige Höhen, doch lange Zeit ohne grosse emotionale Resonanz. Die Fights sind zwar in der typisch koreanischen Rohheit nett anzusehen, aber da man solche zur Genüge gesehen hat in jüngerer Zeit, bleibt der Aha-Effekt gänzlich aus. Es hilft, dass Park die Raufereien immerhin schick in Szene setzt.

Erst in der zweiten Filmhälfte, wenn mehr auf dem Spiel steht, gewinnen auch die Fights an Kraft. Sie münden in ein überraschend brutales Finale, das Park, wohl um den ungeheuren Blutfluss etwas zu lindern, auf Schwarzweiss zurückfährt und erst nach vollbrachter Metzelei wieder coloriert. Inwiefern dies tatsächlich einer Entmystifizierung von Gewalt entspricht, sei dahingestellt, denn eine gewisse Coolness hängt solchen Fights immer an - ausserdem ist die Polizei, das eigentliche Organ für Justizvollzug, hier meist abwesend, was darauf hindeutet, dass der Film persönliche Vergeltung der Jungs mindestens als Teil ihres Ehrenkodex' toleriert, wenn nicht sogar unterstützt. Gelöst wird mit dem Blutbad wenig, daher der Anti-Gewalt-Anspruch, doch natürlich folgt ein gewisses Mass an Befriedigung und es bleibt eine Rest-Faszination, welche den Film ein wenig schizophren dastehen lässt.

Umso wichtiger ist es wohl, den sozialkritischen Aspekt der Story ebenso wie den tiefsinnigeren Ambitionen nicht zu viel hinterher zu denken und sich an einem Film über eine Gruppe Freunde zu widmen, die in einen Zyklus der Gewalt hineinschlittern. Park inszeniert dies mit Stil und Tempo, der Musikeinsatz reicht von Klassik bis Oldies, und die Jung-Stars liefern ansehnliche Leistungen ab. Heraus stechen Tae-seong Lee (Blossom Again), Kyeong-ho Jeong (A Bloody Aria) sowie die schöne Hie-jin Jang (Apartment). Mit solchen jungen Talenten kann wenig schief gehen und auch wenn der Story letztendlich einiges an Originalität abgeht und Ki-hyeong Park den Einstieg etwas entrümpeln hätte können, so ist "Gangster High" doch ein sehenswerter Beitrag zum Thema: "Eine Gruppe befreundeter Schläger-Jungs gerät in Schwierigkeiten. Grosse Schwierigkeiten."

 

MEINE DVD
Südkorea, Code 3, NTSC
Anamorphic Widescreen
Koreanisch Dolby Digital 5.1 und DTS mit englischen und koreanischen Untertiteln.
(DVD out of print)

 

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SCREENSHOTS

 


 

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