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Erotikthriller. Indien. Hindi
Alternativer Titel -

Regie Ashu Trikha
Drehbuch Ashu Trikha nach einer Story von A. Muthu (auch Editor)
Produktion Guddu Dhanoa, Sunil Saini, Deepak Sharma
Songs Sen Brothers
Kamera Raju Kaygee
Choreografie Pony Verma
Darsteller Neha Dhupia, Sonu Sood,
Vivek Shauq, Eildith Macqueen
Länge 136 Min.

Kinostart 11.2.2005
Trade classification
Flop
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 16

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 5.3.05
©  Bilder Elite Films, Screenshots molodezhnaja


STORY
Raj Oberoi (Sanu Sood) arbeitet für einen Satelliten-Fernsehsender in Thailand. Als er einer Modeschau beiwohnt, verguckt er sich in die Designerin Sia (Neha Dhupia), die ihre "Shades"-Kollektion vorstellt (1). Raj verführt sie und auch Sia ist einer Beziehung nicht abgeneigt. Als er sie einmal daheim besucht, küsst er sie sinnlich (2), nur um zu erfahren, dasser die falsche erwischt hat: Ria (Neha Dhupia), die taubstumme Zwillingsschwester von Sia (3). Diese Begegnung hat gereicht, um Rias Eifersucht zu wecken. Als Sia Raj heiratet, steigert sich der Neid ins Unermessliche. Niemand soll Raj zu nahe kommen - auch nicht seine blonde Arbeitskollegin Diana (
Eildith Macqueen), die Ria nach einem Küsschen gleich tötet (4). Kaum hat Sia das Land für eine Amerika-Reise verlassen, glaubt Ria, ihre Stunde habe geschlagen: Sie umgarnt Raj mit allen Mitteln.

 

REVIEW
Mit Julie hat sich Neha Dhupia einen Namen als Schauspielerin gemacht, die Wagnisse eingeht und Haut zeigt. In einem Interview sagte sie zudem die berühmten Worte: "nur zwei Dinge laufen heute im Kino gut - Sex und Shahrukh Khan." Doch im Gegensatz zu Julie hat ihre zweite grosse Solo-Arbeit "Sheesha" jedoch kein soziales Anliegen, wodurch die nackte Haut zum Selbstzweck verkommt. Dies ist auf den ersten Blick nicht tragisch, denn immerhin ist der Streifen auch ein Erotikthriller - aber da sich der Thrill aber in Grenzen hält, der Film rund eine Stunde zu lang ist und amateurhaft inszeniert daherkommt, bleibt nichts anderes in Erinnerung, als Nehas Kurven. Und die gleich noch im Doppelpack. Da ist von Anfang an klar, dass die Familie bei dem Streifen lieber daheim bleibt. Zumal auch mehrere Male mit Zungen-Einsatz geküsst wird (5).

Das guter-Zwilling-böser-Zwilling-Setup ist nicht neu, auch nicht das Eifersuchtsdreieck. Deshalb kann man von der Story nicht viel erwarten. In der zweiten Hälfte ahnt man sogar jede "Uberraschung" voraus. Regisseur Ashu Trikha (Deewaanapan) hebt jede trotzdem hervor, als sei sie der Twist von "The Sixth Sense". Er hämmert etliche Szenen mit Zeitlupe und mehrfacher Wiederholung in die Köpfe der Zuschauer, obwohl dies weder dramaturgisch noch ästhetisch gerechtfertigt wäre. "Sheesha" wird so extrem aufdringlich. Viele Bollywood-Filme haben eine aufdringliche und direkte Art - deshalb mögen wir Fans die Filme ja auch, doch bei manchen Themen stösst man mit dieser Art Filmemachen an die Grenzen. "Sheesha" ist ein solcher Fall.

Unter dieser planlosen Inszenierung leiden auch die Figuren, die gewaltige Stereotypen sind. Allen voran der treue Ehemann. Um das Publikum wenigstens ein wenig aufzuheizen, macht er die Spielchen immer ein paar Minuten mit, bevor er merkt, dass es vielleicht keinen so guten Eindruck macht, sich von seiner Schwägerin einschäumen zu lassen (6), ihr beim Extrem-Carwash (7) zuzuschauen oder regelrecht Kuss-Vergewaltigen zu lassen. Ich weiss ja nicht, wie das bei anderen Zuschauern so ist, doch der Gedanke, von der Schwägerin betatscht zu werden, löst Alarmglocken aus. Was tut man? Sie zurückweisen - oder man lässt die Sache halt zu und begeht den Ehebruch, mit dem der Film so amateurhaft spielt. Aber dieses elende Katz-und-Mausspiel, das sich über fast eine Stunde hinzieht, wird ärgerlich und es ist schnell klar, dass es nur den Zweck verfolgt, Neha in allen möglichen sexy Posen zu zeigen. Dagegen gibts nicht einzuwenden, aber auf die Art, wie es verpackt wird.

Neha darf deshalb auch nicht gross agieren. In ihrem bösen Part ist sie etwas besser als im blassen guten, aber viel zu tun, ausser ihre Rundungen zu präsentieren, hat sie nicht. Der Film gehört trotzdem zu 100% ihr. Daneben verblassen alle anderen. Sonu Sood macht das Selbe wie Neha, nämlich seinen gut gebauten Körper zeigen. Es ist beinahe lächerlich zu sehen, wie er mit glänzendem Body und Badetuch durch die Wohnung stolziert (8) und dabei keine Schamgefühle vor seiner Schwägerin hat. Das ist jedoch nicht Soods Fehler sondern fällt ebenso auf die Inszenierung ab. Als Schauspieler ist er trotzdem nur marginal besser als in dem Desaster Mission Mumbai. Restliche Darsteller mit Wichtigkeit gibts nur zwei: Vivek Shauq als Comic Relief und Eildith Macqueen als westliches Opfer, das auch primär in Bikinis zu sehen ist.

Die Kameraarbeit ist ähnlich uninspiriert, die Bilder von Bangkok und Pattaya sind ganz okay, die Songs tönen ausgesprochen flau und das Erzähltempo bleibt schläfrig. Zudem nerven einige grobe Continuity-Fehler bei der Kostümierung und den Namen. Rajs Kumpel heisst einmal Sunil, ein paar Szenen später Sameer. Und selbst Sia nennt Raj in einer Szene, in der er ganz klar denken muss, sie sei Sia, einfach Ria. Das ist schlampig und verwirrt. Die zwei Sterne gibts deshalb lediglich für Nehas Flirt mit Kamera und Zuschauer, wegen ein paar wahrhaft stimulierenden Erotikszenen, wegen dem gewagten Thema und ein paar (kurzen) Spannungsmomenten. Ausserdem gibts kurze Einsätze von Action (9) und prügelnden Frauen. Alles Dinge, die man im Bollywood-Kino nicht so oft sieht. Trotzdem bleibt am Schluss klar die Enttäuschung über einen holprigen, aufdringlichen und ziemlich anfängerischen Film. Von einem Werk aus der Produktion von Guddu Dhanoa (Kismat, Hawa, Bichoo, Ziddi), der bei allen Fehlgriffen doch ein paar bekannte Filme gedreht hat, dürfte man eigentlich mehr erwarten.

 

SONGS
1) Main Ho Gayee - 08/15-Song mit pseudo-urbaner Inszenierung, aber ein paar heissen Moves zum Einsteigen (10).
2) Asi Ishq Da Dard - Langweilige Background-Ballade
3) Mera Yaar - Nochmals ein eher langweiliges Hintergrund-Stück.
4) Mujhe Jeena Sikha - Schlafzimmer-Ballade, sehr sexy inszeniert, aber das Lied ist mässig (11, 12).
5) Yaar Ko - Noch mehr Herumgeschmuse in dieser schlechten Beach-Nummer mit anfänglichen peinlichen Englisch-Lyrics (13)
6) Kar Mundain - Ans Ende des Films gestossene Item-Number. Temporeich und hübsch betanzt, aber wer guckt sich nach Filmende das noch an? (14)

 

MEINE DVD
Elite Films (USA), Code 0, NTSC
Anamorphic Widescreen
Hindi Dolby Digital 5.1 mit englischen Untertiteln (Film und Songs)
Disk Rating * ½ (Mässiges Bild, keine Extras)

 

BESTELLEN 
Indiaweekly.com (USA)
Nehaflix.com (USA)

 

EXTERNE REVIEWS 
indiafm.com (1½/5)
Nowrunning (2/5)
Mid Day (1/5)
Rediff.com ("
The movie has nothing but skin")
imdb

 

SCREENSHOTS
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