>
molodezhnaja
Hauptseite
1.2.12 Kurzkritik von "The
Three Musketeers" (* * *)
Kurzkritik von "The Double" (* *
½) Kurzkritik von "I
Phone You" (* *
½) Morgen bin ich 3 Tage in
Davos in den Skiferien. Mein erster Einsatz auf Skiern seit gut 20 Jahren. Ich
hoffe mal, ich komme lebendig zurück am Montag. Zumal es im Engadin ja zwischen
minus 20 und minus 30 Grad warm werden soll. 31.1.12 30.1.12 Kurzkritik von "The
Con Artist" (* *) Kurzkritik von "Incendies"
(* * *
½) 29.1.12 Eigentlich war ein Filmwochenende geplant, aber Freitag und
Samstag hatte ich netten Besuch und danach weniger netten in Form von Fieber.
Das hält noch an und beschränkt gerade meine Arbeitsfähigkeit. Aber heute gibts
sicher mehr Film-Reviews ... Kurzkritik von "A
Lonely Place to Die" (* * *) Kurzkritik von "Resident
Evil: Afterlife" (* *) Kurzkritik von "Colombiana"
(* * *) Kurzkritik von
"Obitaemyy ostrov / The Inhabited Island" (* * *) 26.1.12 25.1.12 Und damit heute still und heimlich die 800-Review-Grenze
bei den südkoreanischen Filmen gesprengt. Kurzkritik von "Hugo"
(* * * *) Kurzkritik von "Requiem
pour une tueuse" (* * *) 24.1.12 Kurzkritik von "Bucky
Larson: Born to Be a Star"
(*
½) 23.1.12 Kurzkritik von
"Super" (* * * ½) Kurzkritik von "In
the Name of the King 2: Two Worlds" (* ½) 22.1.12 21.1.12 Kurzkritik von "Fright
Night" (* * *) Kurzkritik von "Johnny
English Reborn" (*
*
½) 19.1.12 Kurzkritik von "The Descendants" (*
* *
½). 18.1.12 Kurzkritik von "Young
Adult" (* * *) Kurzkritik von
"30: Minutes or Less" (* *
½) Kurzkritik von "Straw
Dogs" (* *
½) 17.1.12 Kurzkritik von "Das Blaue vom Himmel" (* *
*) Kurzkritik von "Passion Play" (* *) 16.1.12 Kurzkritik von
"The Debt" (* * *
½) Kurzkritik von "Jasper
und das Limonadenkomplott" (* * *) 15.1.12 14.1.12 Kurzkritik von "Sommer
in Orange" (* * *)
Kurzkritik von "Jodaeiye Nader az Simin" ("A Separation")
(* * *
½) Kurzkritik
von "Max
Schmeling" (*
*) 11.1.12 Kurzkritik von "Tinker
Tailor Soldier Spy" (* * *) 10.1.12 Kurzkritik von "Dylan
Dog" (* *
½) 9.1.12 Kurzkritik von "The
Muppets" (* * *) 8.1.12 7.1.12
Kurzkrtitik von "Bruc. La llegenda" (*
*
½)
Kurzkritik von "War Horse" (*
* *
½)
Kurzkritik von "Boy
A" (* *
*) Kurzkritik von "Prom"
(* *) 5.1.12 4.1.12 Kurzkritik von "Le
rafle" (* * *) 2.1.12 31.12.11 Kurzkritik von "Red
Riding Hood" (* *
½) 29.12.11 Kurzkritik von "Final
Destination 5" (* * *) Kurzkritik von "Zombie
Diaries 2" (*
½) Kurzkritik von "Kiss
the Abyss" (*
½) 27.12.11 Kurzkritik von "The
Ledge" (* *
½) 26.12.11 Kurzkritik von "Catene"
(* * *), bei Eclipse released als "Chains". 24.12.11 Kritik des Italowesterns
Ando Muchacho, spara! (*
*
*) aka. Knie nieder und friss Staub. Kurzkritik von "The
Girl With the Dragon Tattoo"
(* * *
½) Kurzkritik von "The
Scorpion King 3: Battle for Redemption" (*
½) Kurzkritik von "Dean Spanley" (* * *) Kurzkritik von "Le
nom des gens" (* * *
½) 20.12.11 Kurzkritik von "The
Ramen Girl" (* *
½) Kurzkritik von "La
proie" (* * *) 19.12.11 Kurzkritik von "Hidden
3D" (*
½). 17.12.11 Kurzkritik von "Sherlock
Holmes: A Game of Shadows" (* * *
½) Kurzkritik von "Manipulation" (* * *) 15.12.11 Kurzkritik von "Nils Holgerssons wunderbare Reise" (* * *) 14.12.11 Kurzkritik von
"Drive"
(* * * *) Kurzkritik von "Everything
Must Go" (* * ½) Kurzkritik von "Toast"
(* * *) 13.12.11 Kurzkritik von "The
Secret of Moonacre" (* *
½) Kurzkritik von "Hoodwinked
Too! Hood vs. Evil" (* *
½) 12.12.11 11.12.11 10.12.11 Kurzkritik von "Werner:
Eiskalt" (*
½) Kurzkritik von "Midnight
in Paris" (* * *
½) Kurzkritik von
"Blue Valentine" (* * *
½) 8.12.11 Kurzkritik von "Mission: Impossible - Ghost Protocoll" (*
* * ½).
Kurzkritik von "The Infidel" (* *
* ½) 7.12.11 Kurzkritik von
"De Laatste dagen van Emma Blank" (* *
*) aka.- Die letzten Tage der Emma Blank Kurzkritik von
"The Woman" (* * * ½) Kurzkritik von "Wolf
Town" (* ½) Kurzkritik von
"The Rig (* ½) 6.12.11 Kurzkritik von "Crime
d'amour" (* * *) 5.12.11 Kurzkritik von "Bergblut"
(* * *) Kurzkritik von "Der
Atem des Himmels" (* *
½) 4.12.11 3.12.11 1.12.11 Kurzkritik von Roman Polanskis "Carnage" (* * * *) 30.11.11 Kurzkritik von
"Le Mac" (* * *) Kurzkritik von
"Arena" (*
½) Kurzkritik von
"The Ides of March" (* * *
½) 29.11.11 Kurzkritik von "Benvenuti
al sud" (* * *) Kurzkritik von
"Stonehenge Apocalypse" (*
½) 28.11.11 Kurzkritik des
Dramas "Trust" (* * * ½) Kurzkritik von "Cat
Run" (* * ½) Kurzkritik
von "Something Borrowed"
(* * ½) Kurzkritik des griechischen
Dramas "Kynodontas - Dogtooth"
(* * * ½) 27.11.11 26.11.11 25.11.11 Kurzkritik von "Rare
Exports" (* * *
½)
Kurzkritik von "Vikaren: The
Substitute" (* * *) 24.11.11 Kurzkritik von "Mr.
Popper's Penguins" (* *
½)
Kurzkritik von "Leningrad Cowboys Go America" (*
* *) Kurzkritik von "Leningrad
Cowboys Meet Moses" (*
*) 23.11.11
Kurzkritik von "Tom Horn" (*
* *) Kurzkritik von "Gun"
(* *) Kurzkritik von "Die
Relativitätstheorie der Liebe" (* *
½) Kurzkritik von "Les
petits mouchoirs" (* * *
½) 22.11.11 Kurzkritik von "Wrecked"
(* *) 21.11.11 Kurzkritik von "Fliegende
Fische"
(* * *) 20.11.11 Und ich häng noch die Kurzkritik zum letzten Film aus der
Basil-Dearden-Collection an: "All Night Long" (*
*
½): Für einen reichts doch noch: 18.11.11 Kurzkritik von "Rise
of the Planet of the Apes"
(* * *
½)
Kurzkritik von "Curious
George 2: Follow That Monkey!"
(* *
½)
Kurzkritik von "The
Nutcracker in 3D" (*
*)
Kurzkritik von "Barney's Version"
(* *
* ½) 16.11.11 Kurzkritik von "La reine soleil" (* * *) Kurzkritik des Dramas "Victim" (*
* *
½) 15.11.11 Kurzkritik von "Larry
Crowne" (* *
½) Kurzkritik von "Henry's
Crime" (* * ½) 14.11.11 Kurzkritik von "The
Son of No One"
(* *) 13.11.11 Kurzkritik von
"Arthur Christmas" (* * *) Kurzkritik von "Rabbit
Hole" (* * * *) Kurzkritik von
"Sapphire" (*
* *
½) Kurzkritik von
"The League of Gentlemen" (*
* *
½) 10.11.11 Kurzkritik von
"Akadimia Platonos" alias "Kleine Wunder in Athen" (*
*
½) Kurzkritik von
"Puss in Boots" (* * *
½) Kurzkritik von
"Sharpay's Fabulous Adventure" (* *) 9.11.11
Kurzkritik von "Mr. Nice"
(* * *)
Kurzkritik von "Stan Helsing"
(*
½)
Kurzkritik von "Bong of the Dead" (* ½) 8.11.11 Kurzkritik von
"Red
State" (*
* *) 7.11.11
Kurzkritik von "Barbie:
A Perfect Christmas"
(*
½)
Kurzkritik von "Bad
Teacher"
(* *
½) Kurzkritik von
"Léon Morin, prêtre"
(* *
* ½) 4.11.11 3.11.11 2.11.11 1.11.11 31.10.11 Der Kritik von The Lost
Bladesman (*
* ½)
27.10.11 Kurzkritik von "Blitz"
(* *
½) Kurzkritik von
"The Guard" (* * *
½) Kurzkritik von "Beginners"
(* * *
½) 25.10.11 Kurzkritik von "SoulBoy"
(* *
½) Kurzkritik von "The Tripper" (* *
½) Kurzkritik von "Des
hommes et des dieux (* * *
½) 24.10.11 Kurzkritik von "Kung
Fu Panda 2" (*
* *
½) Kurzkritik von "Hexe
Lilli: Die Reise nach Mandolan" (* *
½) 23.10.11 22.10.11 Kurzkritik von "The
Take" (* *
½) Kurzkritik von "Without
Men" (*
½) 20.10.11 Kurzkritik von
"Atrocious"
(* * ½)
Kurzkritik von "Cedar
Rapids" (*
* * ½) 19.10.11 Kurzkritik von "Giallo"
(* *) Kurzkritik von "La
tête
en friche" (* * *) 18.10.11 Kurzkritik von "Powder
Blue" (* *) Age of Heroes
(2011) * *
½
Eine klischeereiche, aber solide gespielte und inszenierte Heldengeschichte um
eine von "James Bond"-Autor Ian Fleming rekrutierte Truppe, die in Norwegen
gegen Nazis kämpft. Die Bösen sind hier richtig böse, die Helden dafür
heldenhaft - und am Ende geht alles viel zu schnell. Ein Film mit einem Hauch
von Potential, das er aber nie wirklich ausschöpft. Folgerichtig debütierte er
auf DVD … 17.10.11 Kurzkritik von "American
Violet" (* * *) Kurzkritik von "Hell" (* * *
½) 16.10.11 15.10.11 Kurzkritik von "F"
(* * *) Kurzkritik von "Dark
Matter" (* * *) Kurzkritik von "Ironclad"
(* * *) Kurzkritik von "The
Burning Plain" (* *
½) 13.10.11 Kurzkritik von
"Real Steel" (*
* *
½) Kurzkritik von "Weisse
Lilien" (* *
½) 12.10.11 Kurzkritik von "Honey
2" (*
½) Kurzkritik von "Killer Elite" (* * *) 11.10.11 Kurzkritik von "Happiness Runs"
(* *
½) Kurzkritik von "Uncertainty"
(* *
½) Kurzkritik von "The
Dead"
(* * *) Kurzkritik von "Bunraku"
(* *
½) 10.10.11 Kurzkritik von
"The
Beaver"
(* * *) 8.10.11 7.10.11 Dumm gelaufen: Ich habe eigentlich zwei Reviews geschrieben ("Serbian
Film", "Nachts auf den Strassen") - aber vergessen, mir die Texte zuzumailen.
D.h. die Kritiken gibts erst am Montag. Kurzkritik von "City
Island" (*
* *) Kurzkritik von "Les
Herbes folles" (* * ½) 6.10.11
Kurzkritik von "Life in a Day" (*
* * ½) 5.10.11 Kurzkritik von
"I
Don't Know How She Does It" (*
*) "The Truth
Below" (*
* ½) Ich habe mal
eine Liste mit besprochenen japanischen
Funsplatter-Filmen fertiggestellt. Das fiel mir gar nicht so leicht, weil
die Abgrenzung schwer möglich ist. Aber vielleicht bringt sie ja dem einen oder
anderen was. 4.10.11 Kurzkritik von "The
Wackness"
(* * *) Kurzkritik von "The
Witches of Oz"
(*
½) 3.10.11 Kurzkritik von
"Mothers
and Daughters"
(* * *)
Kurzkritik von "Jumping
the Broom"
(* *)
Kritik von Star Wars: Episode I - The Phantom
Menace (*
* * ½)
Kritik des Bollywood-Dramas The Dirty Picture (*
* * ½)
Von Kritikern grundlos kaputtgeschriebener Fun-Film, bei dem der leider immer
noch talentfreie Paul W.S. Anderson die Vorlage von Alexandre Dumas nur noch als
loses Gerüst nimmt, und es mit Fantasy und Nonsens aufpeppt. Dazu viele Stars,
manche gut, manche chargierend, aber alle offensichtlich mit Spielfreude bei der
Sache. Ich liess mich davon jedenfalls gerne anstecken.
Stets absurder werdender, aber durchaus spannender Agententhriller mit
Richard Gere. Vor allem am Anfang gibt's noch einiges zu mögen, später
verflüchtigt sich dies immer mehr.
Durchaus sympathische deutsche Komödie, die aber erzählerisch unglaubliche
Haken schlägt und irgendwann unglaubwürdig wird. Doch das schlimmste ist das
Einschleimen beim Konzern mit dem Apfel, dessen Produkt es ja sogar in den
Filmtitel geschafft hat.
Kritik des japanischen Horrorfilms Tomie
Unlimited (*
* ½).
Kritik des Bollywood-Jugendfilms Bubble Gum (*
*).
Die Regisseurin von "200 Cigarettes" erzählt mit Papa Donald Sutherland und
Sohn Rossif von einem Gauner, der keiner mehr sein will, sich verliebt und
Künstler werden möchte. Das alles und viel mehr, bloss ohne Ziel und zu sehr
improvisiert. In Einzelszenen vielleicht ganz nett, aber dramaturgisch äusserst
schwach.
Manchmal überfrachtetes, aber stets bewegendes Drama über das Schicksal einer
Frau im nahen Osten und die Suche ihrer Kinder nach der Wahrheit. Manche Szenen
brennen sich ein, andere wirken etwas ziellos. Die nicht exakt definierte
politisch-geographische Einordnung (es handelt sich wohl um den Libanon) wirkt
mutlos und am Ende trägt der Film wohl etwas dick auf - doch kraftvoll ist der
oscarnominierte Film allemal.
Kritik des koreanischen Thrillers The Client (*
* *).
Der britische Thriller beginnt stark, könnte den "Descent"-Weg genauso
einschlagen wie einen Kraxelfilm à la "Cliffhanger". Doch gegen Ende wird die
Sache überraschend plump und verheizt so den anfänglichen Goodwill beinahe.
Der Reihe geht nun wirklich langsam die Luft aus, denn Paul W.S. Anderson
verbringt mehr Zeit damit, seine Gattin Milla Jovovich ins beste 3D-Licht zu
rücken, als Zombie-Action zu bieten. So stellt sich in dem visuell seelenlosen
Film rasch Langeweile ein.
Luc Besson wärmt als Autor und Produzent etliche Elemente seines Klassikers
"Nikita" auf, diesmal mit der hübschen Zoe Saldana als Kampf-Amazone. Die Fights
fetzen, die Action sitzt, aber der Plot könnte um einiges erfrischender sein.
Der erste Teil der epischen russischen Sci-Fi-Comicverfilmungen: Ein
überschöner Blondlocke-Typ findet sich in einer all zu erdähnlichen Welt im All
wieder, auf der die Mächtigen die Massen indoktrinieren und unterdrücken. Der
Regisseur zeigt dabei grosse Paul-Verhoeven-Affinität, ist doch der Soundtrack
aus "Conan" geklaut, stammen etliche Ideen aus "Starship Troopers" und andere
aus "RoboCop". Trotz holprigem Schnitt und dem Versatzstück-Plot für
Sci-Fi-Freunde durchaus einen Blick wert, alleine schon wegen des Aufwands.
Der Abschluss meiner kleinen Kim
Soo-yong-Reihe: Mist (*
*
*).
Kritik des koreanischen Musikdramas Mr. Idol (*
* ½).
Kritik des koreanischen Dramas The
Seashore Village (*
*
* ½).
Kritik des koreanischen Dramas Night Journey (*
*
* ½).
Kritik des koreanischen Dramas
Confessions of an Actress (*
* ½).
Martin Scorsese verbeugt sich vor der Magie des Kinos und dem Schaffen von
Georges Méliès, in einem zauberhaften und nostalgischen 3D-Spektakel voller
Charme, Witz und liebenswerter Darsteller. Einziges Manko ist vielleicht, dass
in Paris alle Englisch sprechen. Darüber hört man aber schnell hinweg. Die 11
Oscarnominationen sind also gerechtfertigt.
Mélanie Laurent glänzt in dem stark gespielte, atmosphärischen, aber
inhaltlich etwas formelhaften Killer-Thriller à la française.
Kritik des spanischen Schockers Tras el
cristal (*
*
* ½) alias "Im Glaskäfig".
Der von Kritikern desaströs in die Pfanne gehauene Kassenflop aus
Adam-Sandler-Produktion ist fürwahr grässlich erzählt, plump inszeniert und
gespickt mit abgestandenen Witzen über kleine Pimmel und schiefe Zähne. Die
tiefste Art Humor. Aber ein paar Mal musste ich doch lachen angesichts des
schieren Irrsinns des Gezeigten. Sicher ein schlechter Film, aber ich sah schon
Übleres …
Kritik des Animes
Mardock Scramble: The First Compression (*
*
* ½).
Kritik des japanischen Liebesfilms Paradise Kiss (*
*
½).
Näher an "Defendor" als an "Kick-Ass" nimmt James Gunn das Superhelden-Genre
aufs Korn und zollt ihm gleichzeitig Tribut. Das Konzept ist nicht neu, doch
charmante Akteure, schicke Dialoge, coole Comic-Anspielungen und die recht
heftige Gewalt sorgen für Spass, der Knick zum Drama sowie die Verankerung in
der Realität sind das Spezielle. Im Vergleich zu "Kick-Ass" eine Spur
vorhersehbarer und weniger stringent, aber allemal … super.
Jason Statham ist nicht mehr dabei, das Budget schrumpfte markant, geblieben
ist dennoch nur Schrott. Diesmal tritt Dolph Lundgren an, reist in die
Vergangenheit und kämpft gegen Schurken, Magie und Drachen. In der Theorie
jedenfalls. In der Praxis wird geredet und geredet. In öden Kulissen labern die
Leute, was sie tun sollte, was sie tun werden und was sie gerade getan haben.
Gähn.
Kritik des japanischen Remakes
Ghost - In Your Arms Again (*
*).
Kritik des chinesischen Fantasyfilms Mural (*
*
½).
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Hindsight (*
*
*).
Kritik des Bollywood-Thrillers Chase (*).
Kritik der Hongkong-Liebeskomödie
Love Is the Only Answer (*
*
½).
Schön blutiges Remake des 80er-Kultfilms, weitgehend frei von Charme, aber
gut besetzt - vor allem dank Colin Farrell. Als diabolisch verführerischer Macho
mit viel maskuliner Virilität ist er fast bedrohlicher als später mit Beissern.
Dazu sexy Mädels, passabler Horror - nicht übel.
Minimal besser als der erste Teil, weil der Humor weniger hysterisch ist. Aber
eine Vielzahl der Gags wirkt ausgelutscht und die Spielfreude aller Beteiligten
köchelt auf Sparflamme.
Kritik des japanischen Splatterspasses Deadball (*
*
½).
Alexander Paynes fünfter Film, sieben Jahre nach "Sideways", erzählt von
Wurzeln - nämlich der Heimat und der Familie - beides auf bewegende und
amüsante, aber doch nie kitschige Weise. George Clooney ist grandios in der
zentralen Rolle, seine Filmtöchter agieren ebenso famos. Und es gibt etliche
Szenen, die einen nicht unberührt zurücklassen. Auf der Negativseite wirkt die
Geschichte etwas vorhersehbar und zerstückelt, ausserdem scheinen manche
Neben-Informationen (die Stiftung zum Beispiel) vage, während andere Szenen das
eine oder andere Klischee aufweisen.
Kritik des chinesischen Dramas Love for Life (*
* *).
Freche Komödie mit Drama-Einschlag, inszeniert von Jason Reitman und
geschrieben von seiner "Juno"-Autorin Diablo Cody. Der Kleinstadt-Mief ist super
getroffen und Charlize Theron agiert köstlich - doch die Geschichte wirkt
letztendlich etwas dünn und Gags wiederholen sich.
Das Team hinter "Zombieland" versucht sich an einer leicht actionhaltigen
Komödie, mit weniger Erfolg. Die vier Komiker in den Hauptrollen sind alle
köstlich - vor allem Danny McBride und Nick Swardson, zudem leistet sich Jesse
Eisenberg einen witzigen Facebook-Gag. Doch der Rets kurvt bald auf Autopilot.
Die Dialoge hätten gerne noch frecher sein dürfen.
Dem 30 Jahre älteren Original hat dieses formelhafte Remake von Rob Lurie
nichts hinzuzufügen. Das Abhandeln derselben Ideen (Was ist Männlichkeit?
Passiv-aggressives Verhalten in einer Beziehung. Stadt-Land-Gegensatz) wirkt
hier ungleich formelhafter und seelenloser. Aber als Gewalt-Reisser zieht die
Story auch diesmal nicht allzu übel.
Kurzkritik von "Clubland" (* * *)
Brenda Blethyn als in Australien gestrandete Comedy-Mama liefert eine
Tour-de-Force in dieser Tragikomödie, während die prickelnderen Szenen ihrem
schüchternen Sohn und deren sexy Freundin gegönnt sind. Dazu ein behinderter
Bruder und ein singender Vater - etwas viele Ansätze und doch wenig
Handlungsdichte. Der Mix aus Lachern und später viel wehmütiger Tragik sorgt
aber für Unterhaltung.
Stark gespieltes, inhaltlich etwas überladenes deutsches
Mutter-Tochter-Drama, das die turbulente Geschichte Litauens als Hintergrund
benutzt.
Recht krude Fantasy-Romanze mit Megan Fox als verführerischem und doch
unschuldigen Engel (buchstäblich) und der für einmal nicht ganz kaputt wirkende
Mickey Rourke als ihr Erlöser. Überladen an allen Ecken und Enden, um am Ende
irgendwie nicht gerade dicht, aber immerhin nicht öde.
Kritik des
Bollywood-Liebesdramas Mausam (*
* *).
Kritik des Hongkong-Liebesfilms Love You You (*
* ½).
Famos besetzter Spionagethriller zur Zeit des Kalten
Krieges, als ein paar Mossad-Agenten einen Nazi-Doktor aus Ostberlin entführen
wollen. In den Rückblende-Szenen höchst spannend, in den Gegenwart-Sequenzen
differenziert. Doch mehr Überraschungen hätten drinliegen müssen, ebenso ein
packenderes Finale.
Zeichentrickfilm mit dem Pinguin-Helden aus "Die Sendung mit der Maus": für
die ganz Kleinen sehr kurzweilig, für die Erwachsenen immerhin niedlich
animiert.
Kritik des japanischen Boxerfilms Tomorrow's
Joe (*
* *).
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Countdown (*
* *).
Bayern-Filmer Marcus H.
Rosenmüller erzählt vom Konflikt zwischen Hippies und konservativen Dörflern -
mit Klischees, aber auch lustigen Szenen, die sowohl verblendeten Sektenfuzzis
als auch verklemmten Hinterwäldlern ans Bein pinkeln.
Der überschätzteste Film des Jahres: Ein famos gespieltes, sauber
inszeniertes und bewegendes Familiendrama, das aber dramaturgisch nie aus den
Socken haut und auch nicht immens lange nachhallt. Der Konsens, dieses iranische
Werk gleich in die Topränge der besten Filme aller Zeiten zu hieven, ist für
mich nicht nachvollziehbar. Sehr gut ist es aber auf jeden Fall.
Uwe Boll nimmt sich etwas zurück, aber den FIlm viel zu wichtig. Entstanden
ist eine Biografie, die träge und formelhaft entwickelt ist, aber dennoch jede
Szene, jede Geste an die grosse Glocke hängt. An sich nicht enorm schlecht, aber
frei von Vision. Und in einem ein völliger Fehlgriff: Ex-Boxer Henry Maske, der
seinen Freund Schmeling spielt, ist ein absolut übler Darsteller, hilflos
strauchelnd und stammelnd.
Kritik des koreanischen Actionthrillers Quick (*
* ½).
Kritik des Horrorfilms ¿Quién puede
matar a un niño? (*
*
* ½).
"Let the Right One In"-Regisseur Tomas Alfredson komprimierte den komplexen
Kaltkrieg-Spionageroman von John Le Carré, der schon einmal als sechsstündige
Miniserie erzählt wurde, zu einem zweistündigen Kinofilm, der nicht primär
Intelligenz voraussetzt, sondern das Glück, die richtigen Informationen
aufzunehmen, die falschen zu streichen und die unwichtigen wieder auszublenden.
Das Skript schrammt haarscharf an konfus vorbei. Wer aber bei der Sache bleibt
bekommt einen schön im 70er-Jahre-Stil inszenierten Spionagefilm mit
Edelbesetzung zu sehen. Alleine schon der Cast macht den bei Kritikern leicht
überschätzten Film sehenswert. Neben der verzettelten Handlung das grösste
Manko: Es wurde mit Digitalkamera gedreht, weshalb manche Szenen enttäuschend
viel Bildrauschen aufweisen.
Kritik des koreanischen 3D-Monsterfilms Sector 7 (*
*
½).
Kritik des japanischen Animes Ice (*
½).
Basierend auf dem italienischen Comic, der auch "Dellamore Dellamorte"
inspirierte, drehte der Regisseur von TMNT einen eher billig aussehenden, aber
immerhin kurzweiligen Mix aus und Film noir, der in seinen witzigen Szenen fast
besser punktet als in den fantastischen. Es fehlt das Comic-Flair, es mangelt an
Biss.
Kritik der indischen Komödie Hum Tun Shabana (*).
Die Komödie weckt Nostalgie-Goodwill und verströmt Kurzweil, aber es fehlt am
anarchischen Charme der Serie, zudem wirken die menschlichen Darsteller stark
unterfordert. Zu lachen gibts aber genug.
Kritik des koreanischen Dramas Champ (*
* *
½).
Kurzkritik von "Setup"
(* *)
Von einem Stuntman inszenierter Actionthriller ohne Action und mit wenig
Spannung. Dass Curtis "50 Cent" Jackson die Hauptrolle spielt und Bruce Willis
nur den schlappen Mafiaboss in einer Nebenrolle ist ebenso bedenklich.
Hübsch ausgestatteter Historienfilm um den Widerstand der Spanier gegen
Napoleons Truppen. Leider formelhaft erzählt und dramaturgisch wenig fesselnd.
Von Steven Spielberg im Stil von Technicolor-Klassikern
inszeniertes Melodrama um ein Pferd und die Schicksale seiner verschiedenen
Halter im Ersten Weltkrieg: eindrückliche Kriegs-Action, prächtige Bilder,
starke Schauspieler. Negativ ins Gewicht fallen die leichte Überlänge, John
Williams' überzuckerter Soundtrack und der Umstand, dass zwar verschiedene
Nationalitäten die Hauptrollen spielen, aber alle English sprechen (bloss
jeweils mit deutschem, französischen oder sonstigem Akzent). Eine verpasste
Chance, um dem ansonsten gelungenen Werk den letzten Kick Authentizität zu
verleihen.
Das Frühwerk des späteren "Spider-Man"-Stars Andrew Garfield erzählt von
einem jungen Mann, der als Bub einen Mord beging und nach 14 Jahren im Knast neu
anfangen will. Bewegender Stoff, lose inspiriert von einem Fall in England,
manchmal etwas zu formelhaft entwickelt und am Ende eine Spur zu offen - aber
stets sehenswert.
Lieblos zusammengeschustertes Disney-Konfekt um hübsche
Teens und ihre Nöte rund um den Abschlussball. Nebenhandlungen wirken
unaufgelöst, die Haupthandlung ist so steril wie stereotyp und mit den Figuren
kann man nie wirklich mitfiebern.
Kritik des koreanischen Zeichentrickfilms
Leafie, a Hen into the Wild (*
* *
½).
Kritik des Trickfilms
Tekken: Blood Vengeance (*
* *)
Kritik der Komödie
Das Hofkonzert (*
* *) in Gedenken an Jopi Heesters.
Historisch verdreht und verändert der Film um die Einführung der
"Engländerkrankheit" Fussball im Deutschen Reich nahezu alles - und er will
etwas viel auf einmal, weshalb etliche Nebenhandlungen völlig übereilt eingebaut
sind. Doch bei diesem "Dead Poets Society light" machen das spielfreudige
Ensemble und die einnehmende Geschichte immerhin etwas Goodwill wett.
Aufwendige und bewegende Rekonstruktion von
Internierung und Deportation von Juden im Vichy-Frankreich. Dem Skript fehlt
etwas der Fokus und die Regie trägt etwas dicht auf, um Gefühle zu erzeugen,
doch meistens funktioniert das nicht schlecht.
Kritik des Bollywood-Dramas Dhobi Ghat (Mumbai
Diaries) (*
* *
½).
Kritik des chinesischen Fantasyfilms
The Sorcerer and the White Snake (*
* *).
Kritik des Bollywood-Hits Ra.One (*
* ½).
Kritik des thailändischen Historienfilms
Yamada - The Samurai of Ayothaya (*
* ½).
Catherine Hardwicke versucht mit dieser ausstatterisch ansprechenden
Teenie-Umdeutung von "Rotkäppchen", an ihren Grosserfolg "Twilight" anzuknüpfen.
Nicht gar so peinlich, aber irgendwie ebenso blutleer. Hier wird eine an sich
coole Teenie-Märchen-Erotik-Idee zum Fliessbandprodukt verheizt.
Kritik der Bollywood-Komödie My Friend
Pinto (*
*).
Kritik des Schweizer Klassikers Landammann
Stauffacher (*
*
*).
Gerade wenn man denkt, alle Luft sei raus aus der Serie, macht sie wieder
Spass. An Teil 5 ist nichts Neues dran, aber die sadistischen Todesfälle (in 3D)
machen einfach gute Laune, da können die Teens noch so dumm und die Story noch
so dünn sein. Nett auch, dass sich das Ganze als Prequel von Teil eins entpuppt
und die Reihe so ein würdiges Ende findet. Eigentlich schade, aber wer weiss …
Billig gemachter Pseudo-Dok-Horror, der nach solidem Start einfach nur
stinklangweilig ist. Ein paar kurze Horrorszenen funktionieren, der Rest ist
bloss schwach.
Der Independent-Horror beginnt recht geschickt und weckt Spekulationen, wohin
die Reise geht - aber sind die Eckpunkte einmal gesetzt wird die mässig
gespielte und fad inszenierte Sache dann doch zur Durchhalteübung.
Kritik des griechischen Schockers Island of
Death (*
* *).
Kritik des tschechischen Gruselmärchens Valerie (*
*
* *).
Gleichzeitig als Thriller wie als Drama verpackter Diskurs zwischen Atheismus
und Gottesfürchtigkeit, mal durchaus anregend, meistens jedoch etwas
schulmeisterlich und manipulativ.
Kritik des japanischen Melodramas Snow Prince (*
* ½).
Solider Mix aus
Melodrama und Neorealismus, aufgewertet durch starke Akteure und mutig
überladenes Melodrama. Für Regisseur Raffaelo Matarazzo ein Wendepunkt in seiner
Karriere, denn fortan widmete er sich erfolgreich solchen Melodramen.
Fröhliche Weihnachten allerseits :)
Dass David Fincher sein gigantisches Talent an das Remake eines bereits sehr
gelungenen Films "verschwendet", ist bedauerlich. Aber das Resultat allemal
sehenswert: Vom grandiosen "Immigrant Song"-Cover zum visuell brillanten
Vorspann über den geschliffenen Schnitt, die starken Akteure und die unterkühlte
Optik ein Genuss. Das Finale ist etwas abgeändert und nach dem eigentlichen
Höhepunkt unnötig aufgeblasen (im Vergleich zur schwedischen Version). Doch das
sind eher kleinere Mankos. Was bleibt ist ein hochroutinierter, spannender und
menschlich abgründiger Thriller mit leichten Exploitation-Einschlag, den die
Vorlage von Stieg Larsson schon vorgab …
Einschläfernde Vorgeschichte zur Vorgeschichte des Ablegers des
"Mummy"-Remakes. Oder so ähnlich. Aber auf alle Fälle vergeudete Zeit mit
heissen Mädels und chargierenden Typen, lahmer Action, dünner Story und doofer
Dialoge. Dass der Held auch noch fast aussehen muss wie der Bösewicht (Billy
Zane) macht die Sache auch nicht gerade besser.
Gut gespieltes, etwas schwer zugängliches Drama über einen Mann, der glaubt,
früher ein Hund gewesen zu sein - eine Vorstellung, die weite Kreise zieht.
Kurzweilige, lebensfrohe und doch vielschichtige Tragikomödie über das Leben,
die Liebe und Vorurteile, die wir mit uns herumtragen. In wenigen Szenen etwas
plakativ, aber meistens höchst erfrischend.
Kritik der koreanischen Komödie
Marrying the Mafia 4 (*
*).
Kritik des Schweizer Krimis Wachtmeister
Studer (*
*
* ½).
Grundsympathische Komödie mit der zu früh verstorbenen Brittany Murphy als
US-Mädchen in Tokio. Der TV-Regisseur hinter der Kamera inszeniert aber zu fad,
das Essen kommt zu wenig zum Zug und der Plot ist arg dünn. Aber zwischen Murphy
und ihrem grantigen japanischen Sensei gibts immer wieder viel zu lachen.
Etwas abstruser und
manchmal schlicht unglaubwürdiger Frankreich-Thriller, der aber gehörig Zug
macht und meistens gut Unterhält sowie routiniert gespielt und inszeniert ist.
Kritik des Bollywood-Liebesfilms Mod (*
*
½).
Die Idee, Sucht zu verkörperlichen und buchstäblich zu
gebären, ist so abstrus wie im Cronenberg'schen Body-Horror-Umfeld genial. Aber
dieser plumpe, langweilige und schlecht produzierte Horrorfilm macht daraus nur
Grusel von der Stange, ohne Atmosphäre, dafür mit schwachen Tricks.
Kritik der Bollywood-Komödie Rascals (*
½).
Kritik des Anime-Kurzfilms Pale Cocoon (*
* *).
Kritik der Bollywood-Liebeskomödie
Mujhse Fraaandship Karoge (*
* *).
Rasanter als Teil eins und mit einem deutlich besseren Schurken gesegnet -
Sherlocks Erzfeind Moriarty. Die Akteure sind mit Lust bei der Sache, die
transeuropäische Optik gefällt, der Soundtrack reisst mit, die Pointen sitzen
und die Männerbeziehungen stellen einmal mehr alle Damen an den Rand (selbst
Noomi "Lisbeth Salander" Rapace in ihrem etwas faden Englisch-Debüt). Der grose
Plan Moriartys dürfte noch etwas ausgetüftelter sein und manches grenzt schlicht
ans Abstruse, aber Fun ist hier grenzenlos vorhanden.
Der Schweizer Spionagekrimi mit hochkarätiger Besetzung (Klaus Maria
Brandauer, Sebastian Koch) hätte vielleicht besser auf die Bühne gepasst und
lässt die 60er-Jahre-Ausstattung etwas vermissen. Aber er ist famos gespielt und
knifflig erzählt, inklusive einiger spannender Themen Rund um
Atombombenprogramm, Fichen und Spionage.
Kritik des Italowesterns Un pistola per
Ringo (*
*
*).
Kritik des pakistanischen Dramas Bol (*
*
½).
Fast vierstündige TV-Aufbereitung des Selma-Lagerlöf-Klassikers,
co-produziert von Schweden und Deutschland: mit solide animierten sprechenden
Tieren und einem etwas unsympathischen, aber putzigen Nils. Die Story beginnt
extrem, schleppend, gewinnt aber an Energie und Unterhaltungswert. Grösstes
Manko: Man vermisst das famose Titellied der (in Deutschland sehr bekannten)
Animeserie.
Kritik des Animes
Children Who Chase
Lost Voices from Deep Below (*
*
* ½).
Kritik der Hongkong-Gruselromanze The Haunting
Lover (*
*).
Mal Thriller, Mal Drama, Mal traumwandlerisches Stimmungsstück: Das
preisgekrönte Hollywood-Debüt von Nicolas Winding Refn kanalisiert Walter Hills
"The Driver" (1978), packt dazu viel Gewalt, ganz viel 80er-Ästhetik, starke
Akteure und vor allem die hypnotisch geniale Musik von Cliff Martinez, um daraus
einen simpel gestrickte, aber eindringlichen Knüller zu schaffen.
Will Ferrell agiert ungewöhnlich zurückhaltend in diesem
Kapitalismus-kritischem Drama, dessen Humor nicht richtig einschlagen will und
dessen Dramatik etwas schwächelt. Bett ists aber.
Sympathische britische Biografie eines angehenden Superkochs, erst
nostalgisch angesiedelt in den 60ern, später etwas heterogener auf den Kampf
zwischen Sohn und Stiefmutter herauslaufend. Helena Bonham Carter wird dabei
leider zur Karikatur - und ihr gegenüber wirkt Freddie Highmore zu passiv. Aber
dank einer tollen Startphase, leckeren Rezepten und ein paar gelungenen Pointen
allemal gute Unterhaltung.
Kritik des japanischen Actionthrillers
The Negotiator: The Movie (*
*
½).
Kritik des indonesischen Thrillers Affair (*
*).
Mit fantastischen Figuren, aber nur wenig Fantasie ausgestatteter Kinderfilm
vom Regisseur von "Bridge to Terabithia". Viele der MacGuffins sind
Genre-Klischees, die Schauspieler eher stereotyp und die Tricks Mittelmass. Für
junge Freunde des fantastischen Kinos immerhin einen Blick wert.
Unnötige und weit weniger raffinierte Fortsetzung, die ihre 08/15-Geschichte
immerhin mit amüsanten Bösewichtern und einigen netten Grimm-Verweisen spickt.
Etliche der Sprecher traten für diesen zweiten Durchgang nicht mehr an.
Kritik des japanischen Actiondramas
Zatoichi: The Last (*
*
½)
Kritik des thailändischen Horrorfilms Ladda Land (*
*
*).
Kritik des indonesischen Horrorfilms Taring (*
*
½).
Kritik des koreanischen Jugenddramas Eighteen (*
*
½).
Die Zeichentrickszenen des fünften Werner-Films sind nicht so übel wie jene
des Vorgängers. Dafür machen amateurhafte Realfilm-Einschübe, die fast 50% des
Films einnehmen, allen Goodwill wieder zur Sau.
Magisch angehauchte Liebeskomödie von Woody Allen, die sich voll und ganz der
Liebe zu Paris verschreibt und etliche Stars in Kleinstrollen als historische
Persönlichkeiten auffährt. Für Historiker, Romantiker und Allen-Fans ein Genuss,
alle anderen erkennen bald ein paar repetitive Elemente und ermüden über Owen
Wilsons typisch zerdehnte Aussprache (wobei diesmal klar Woodys Worte aus seinem
Mund kommen).
Erstklassig gespieltes, geschickt montiertes Drama über Liebe, Ehe und das
Leben. Manche Szenen sind schmerzhaft, andere enorm sinnlich. Da macht's nicht
viel, dass die Story an sich etwas simpel gestrickt ist - lebensecht ist sie
allemal.
Kritik der thailändischen Horrorkomödie
Rahtree Reborn (*
½).
Kritik der koreanischen Tragikomödie Sunny (*
* *
½).
Mit dem vierten Teil der Agentenreihe gibt Trickfilm-Maestro Brad Bird sein
Realfilmdebüt und folgt seinem Vorgänger / Produzenten J.J. Abrams, indem er
einen hochroutinierten, spannenden Film auf die Beine stellte. Die Logik ist
nicht immer da (Supermagnet in einem Serverraum?), es fehlt das Bird'sche Genie
und im letzten Drittel sackt die Sache leicht ab - doch es sind zwei Stunden
Unterhaltung garantiert, dank charismatischen Stars, geschickter Montage und
einiger wahrer Knüller-Szenen. Highlight: Tom Cruise kraxelt am Burj Khalifa
herum.
Manchmal Farce, manchmal Satire: Die britische Komödie macht sich schlau über
religiösen Extremismus lustig und ruft zu Versöhnung auf. Am Ende vielleicht zu
absurd und zu brav, aber stets amüsant.
Kritik der Groteske Marquis (*
* * ½).
Kritik des Melodramas Grand Hotel (*
* * ½).
Die rabenschwarze holländische Satire demontiert die Hierarchie der heilen
Familie und zeigt auf, wie weit Menschen sich selbst demütigen lassen. Verliert
mit der Zeit an Zugkraft und das Ende ist etwas fad, aber die Idee ist gut
genug, um den Film zu tragen.
Brutal und schwarzhumorig zeigt Lucky McKee in seiner Weiterführung von "The
Offspring" den Horror einer streng patriarchalischen Familie. Die Gewalt richtet
sich gegen Frauen, aber die Kritik gegen die Männer - fast schon sexistisch, wie
Männer als Wurzel allen Übels dargestellt werden. Spannend erzählt, gut
gespielt, schick gefilmt und am Ende recht heftig blutig: ein Film der einfährt.
Vorhersehbarer und langweiliger Horror um ein paar junge Leute, die in einer
menschenleeren Goldgräberstadt auf hungrige Wölfe treffen. Ein paar nette
Dialoge am Anfang, danach folgt lange nichts.
Schrecklich lahmes Monsterfilmchen, billig produziert, schwach gespielt,
immerhin auf einer echten Ölplattform gedreht. Dass der Plot ein dreistes
"Alien"-Ripoff ist, versuchen die Macher nicht mal zu kaschieren: Die Firma, die
die Plattform betreibt, heisst Weyland! Letzter Affront: Der unmotivierteste
Einsatz von Beethovens schöner Siebter, den ich je in einem Film gesehen habe.
Das sollte gleich noch mehr Abzug geben.
Kritik des Bollywood-Dramas That
Girl in Yellow Boots (*
* * ½).
Kristin Scott Thomas und Ludivine Sagnier in einem perfiden Zickenkrieg, der
in der zweiten Hälfte raffinierte Thriller-Bahnen einschlägt. Doch die Story
bleibt etwas distanziert, die Figuren wollen nicht vollends haften bleiben.
Kurzkritik von "The
Lincoln Lawyer" (* * *
½)
Packende Romanverfilmung um Moral im Anwaltsberuf, die Matthew McConaughey zu
einer seiner besten Rollen seit Jahren verhilft.
Kritik von Sion Sonos Thriller Guilty of
Romance (*
* * ½).
Flammendes Regiedebüt um den Südtiroler Freiheitskampf. Beginnt persönlich
und mit feministischer Note, widmet sich später mehr und mehr der Geschichte von
Nationalheld Andreas Hofer. Das sorgt für eine etwas heterogene Story, aber
prächtige Bilder, mitreissendes Pathos und urchige Dialoge (zum Glück teilweise
untertitelt) sorgen für Unterhaltung.
Austria-Popstar Reinhold Bilgeri verfilmte seinen
eigenen Roman um eine Lawinen-Katastrophe in Vorarlberg - mit seiner eigenen
Frau in der Hauptrolle. Die sieht super aus für ihr Alter, agiert aber recht
hölzern, was den ansteigenden Pathos-Gehalt in dem überlangen Werk zunehmend
anstrengend macht. Anfänglich aber durchaus unterhaltsam und stets recht
authentisch.
Kritik des Hongkonger Partydramas Lan Kwai Fong (*
* ½).
Kritik der Hongkonger Liebeskomödie Summer Love
Love (*
*).
Kritik des Bollywood-Actionthrillers Force (*
* *) mit John Abraham.
Kritik des japanischen Dramas Secret (*
* *).
Kritik des japanischen Erotikdramas Street of Joy (*
* ½).
Roman Polanski steckt vier erstklassige Schauspieler in einen Raum und
beobachtet, wie ihre Charaktere hochgehaltene Ideale über Bord werfen und ihre
Masken aus Verlogenheit und Nettigkeiten ablegen. Manchmal zum Gröhlen komisch
und stets brutal böse.
Kritik des chinesischen Historiendramas 1911 (*
* ½) - dem 100. Film Jackie Chans.
Grobschlächtige Posse aus Frankreich um einen Gangster und seinen
Zwillingsbruder, der seine Rolle übernehmen muss. Macht jedoch überraschend viel
Spass, auch wenn das Grundmuster der Story bekannt ist - siehe etwa "Don" aus
Indien.
Samuel L. Jackson dirigiert blutige Kämpfe fürs Internet-Publikum:
reisserisch, formelhaft und ziemlich dumm. Aber die Fights sind immerhin schön
blutig.
George Clooney hat in seiner vierten Regiearbeit nicht viel Neues zu sagen
über den Verlust von Idealismus, Integrität und Moral in der Politik - aber er
tut es mit famosen Akteuren, viel Kurzweil und einigen famosen Szenen.
Kritik des Italowesterns Django (* *
* *).
Kritik des japanischen Katzenfilms
Neco-Ban Cats in Your Life (*
½).
Das offizielle Italo-Remake des französischen Hits "Bienvenue chez les
Ch'tis" kam etwas gar schnell, da es dieselbe Story einfach nach Italien
verlegt, und daher nur mehr vom selben präsentiert. Doch die Gags amüsieren, die
Charaktere sind sympathisch und einige Italien-spezifische Modifikationen
funktionieren gut.
Der Syfy Channel produzierte schon üblere Katastrophenfilme als diesen. Doch
der wissenschaftlich-spirtuelle Unterbau ist bloss Humbug, die Umsetzung
laienhaft an fast allen Ecken. Zum Glück gibts mehr oder weniger unfreiwillige
Lacher und eine kurzweilige Nonsens-Story (jedenfalls im Vergleich zum
Syfy-Durchschnitt)
Kritik des Pinkfilms Underwater Love (*
* *):
Kritik des japanischen Sci-Fi-Films Gantz: Perfect
Answer (*
*
½)
"Friends"-Schauspieler David Schwimmer ist Mitglied einer
Anti-Vergewaltigungs-Organisation und packte dieses Thema in seiner engagierten
Regiearbeit an. Entstanden ist ein manchmal zu verbissenes, aber immerzu
bewegendes Drama über eine 14-Jährige, die im Internet auf einen Vergewaltiger
hereinfällt. Stark besetzt mit Clive Owen und Catherine Keener als Eltern, doch
die junge Debütantin Liana Liberato stiehlt ihnen mit ihrem eindringlichen Spiel
die Show. Sozusagen das bittere ironische Zückerchen ist, dass Owens Figur als
Werber arbeitet und in einigen (vielleicht zu offensichtlichen) Szenen darauf
hingewiesen wird, dass auch er seinen Anteil an der Sexualisierung der
Gesellschaft hat.
Comichaft überzeichnete Actionkomödie um östeuropäische Schlampen, schmierige
Politiker und tölpelhafte Detektive. Doch ihnen allen stielt Janet McTeer als
eiskalte Killerin mühelos die Show - und nicht nur, wenn sie Sätze sagt wie "The
only difference between you and me is when I blow people away, the don’t
ejaculate on my chest". Ein Film mit Höhepunkten, aber viel Forciertem und viel
Mittelmass.
Amüsante, aber etwas sterile Romantik-Komödie nach einem Bestseller, und ok
besetzt mit Ginnifer Goodwin und Kate Hudson.
Das krasse griechische Drama tendiert stark Richtung Farce und wurde
für seine mutige Darstellung einer Familie unter selbstauferlegter Quarantäne
für einen Fremdsprachen-Oscar nominiert. Der Stil ist nüchtern, der Sex direkt,
die Gewalt omnipräsent - eine manchmal etwas zähe, aber stets atmosphärische
Parabel über eine Welt der totalen Kontrolle.
Kritik des koreanischen Kriegsfilms The Front
Line (*
* * ½)
Kritik des koreanischen Thrillers Blind (*
* *)
Kritik des indischen Historiendramas Urumi (*
*
*).
Kritik des japanischen Monsterfilms Raiga (*
*)
Der finnische Mix aus Grusel und Kinderfilm erinnert an das Schaffen von Joe
Dante, mit einem Touch von John Carpenters "The Thing" - ist aber ein
Weihnachtsfilm! Und erst noch einer, der Leute mit offenem Geist bestens
unterhält, ja sogar für etwas ältere Kinder geeignet ist, die nicht zu sehr zu
Albträumen neigen …
Der Norweger Ole Bornedal erzählt von einer Lehrerin aus dem All und ihren
Schülern, die sie bekämpfen. Am Anfang ganz toll, gegen Schluss etwas ziellos.
Aber Paprika Stehen ist als böse Lehrerin dauerhaft ein Genuss.
Kritik des japanischen Monsterfilms Reigo (*
½)
Zu formelhafte, unglaubwürdige und vorhersehbare Komödie, die aber ein paar
Pointen auf Lager hat - Jim Carrey und seinen CGI-Pinguinen sei Dank.
Der erste Film der Kultband mit den
irren Frisuren: Witzig und schräg inszeniert von Aki Kaurismäki, dazu gibts noch
coole Musik.
Langweilige
Fortsetzung von Aki Kaurismäkis Kultfilm. Die Musik ist noch immer ganz ok, aber
der Plot reisst nie mit.
Kritik des Westerns She Wore a
Yellow Ribbon (*
*
* ½).
Der zweitletzte Film des vom Krebs
gezeichneten Steve McQueen war geprägt von Produktionsproblemen (u.a. Krach
zwischen Regisseur und Star) und floppte danach. Doch imposante Bilder und eine
ebenso melancholische wie kritische Geschichte entschädigen für die Holperer und
die etwas langsame Erzählweise dieses Spätwesterns.
Fuck, Nigger, Motherfucker - dieser von 50 Cents geschriebene und mit einer
lahmen Hauptrolle "gesegnete" B-Thriller flucht sich von einem Klischee zum
nächsten, ohne je echt zu packen. Möchte "Departed" sein, ist aber nur
Fliessbandware, immerhin mit kurzer Laufzeit und AnnaLynne McCord als
superschönem Eye candy …
In dem amüsanten, aber ebenso ziel- wie einfallslosen Spass spielen Katja
Riemann und Olli Dittrich alle Haupt- und einige Nebenrollen. Das bringt wenig
Mehrwert, schadet dem Film aber auch nicht.
Mit 148 Minuten viel zu lange Ensemble-Tragikomödie aus Frankreich, die
jedoch mit einigen köstlichen Szenen, wunderbaren Stars und vielen
Lebensweisheiten aufwartet. Das alles mündet in den wunderbaren Einsatz einer"My
Way"-Coverversion im rührenden Finale. Überhaupt erstaunt, wie viele
(englischsprachige!) Lieder hier gut eingesetzt werden.
Kritik von The Twilight Saga: Breaking Dawn -
Part 1 (*
*)
Kritik des Kultfilms Possession (*
*
* *) mit Sam Neill und Isabelle Adjani.
Adrien Brody als Mann, der verunfallt im Wald liegt - und sich erinnern muss,
was passierte. Das simple Konzept erinnert an "Buried", aber ohne ansatzweise
dessen Intensität zu erreichen. Die Auflösung ist überraschend banal.
Kritik des kambodschanischen Dramas Gibier
d'élevage (*
*
* ½).
Kritik des Animes Redline (*
*
*).
Angenehm schräge Komödie der Schweizerin Güzin Kar mit deutscher Besetzung,
angeführt von der schön saloppen Meret Becker. Manchmal eine Sur zu forciert,
aber stets kurzweilig.
Gestern war "Anno 2070"-Tag, daher keine Reviews. Heute ist
"Starcraft"-Tag beim Barcraft Zürich, aber immerhin eine Review:
jene der thailändischen Liebeskomödie
A Crazy Little Thing Called Love (*
*
*).
Basil Dearden verlegt Shakespeares "Othello" ins Milieu eines Jazzclubs und
schuf so einen durchaus cool-relaxten Film, der sich aber trotz bescheidener
Laufzeit endlos anfühlt und mit seinem überstrapazierten Jazz-Soundtrack die
Musikfreunde eher anspricht als die Cineasten.
Kritik des indonesischen Horrorfilms
Pengantin topeng (*
*).
Kritik des koreanischen Horrorfilms Ghastly (*
*
½).
Packende Vorgeschichte mit einigen grandiosen Szenen, aber einer etwas gar
vorhersehbaren Geschichte, die in einen Sequel-erzwingenden Schluss mündet. Aber
auf alle Fälle besser als erwartet.
Harmlos-symapthische Fortsetzung, die sich einzig an Kinder richtet, aber keine
neuen Ideen aufweist.
Der Holocaust als Musical? Der wuchtig überproduzierte Kinderfilm von Andrey
Konchalovskiy ("Runaway Train") verwurstet Tschaikowskis Musik und Hoffmanns
Story zu einem leb- und lieblosen Spektakel, bei dem die Schurken in
Nazi-Uniform Spielzeug-Pogrome durchführen. Eher verstörend als inspirierend.
Etwas umständlich erzählte, aber brillant gespielte und überraschend witzige
Romanverfilmung mit Paul Giamatti in bester Ekellaune.
Kritik des Italowesterns Quién sabe? (*
* *
½).
Kritik der japanischen Tragikomödie I Wish (*
* *).
Kritik des modernen Stummfilms The Artist (*
* * *).
Kurzweiliger französisch-belgischer Zeichentrickfilm, dessen rudimentärer
Animationsstil etwas Eingewöhnungszeit benötigt, aber danach überzeugt. Schön
auch, dass als Vorlage die Werke des Ägyptologen Christian Jacq dienten, was dem
Abenteuer durchaus fundierte Elemente beisteuert.
Das Drama von Basil Dearden thematisiert für seine Entstehungszeit mutig die
Erpressung von Schwulen - zumal Homosexualität damals noch illegal war. Mit Dirk
Bogarde spielte erstaunlicherweise ein zeitlebens Nicht-geouteter Homosexueller
die Hauptrolle, was das stimmig im Thriller-Stil inszenierte Werk noch
facettenreicher macht.
Kritik des Westerns Fort Apache (*
*
* *).
Kritik der Bollywood-Komödie Chatur
Singh Two Star (*
½).
Stets sympathische zweite Regiearbeit von Tom Hanks, bei dem Hanks und Julia
Roberts sympathisch harmonieren. Doch daraus entwickelt sich ein all zu
formelhaftes Wohlfühlfilmchen, bei dem Dramatik stets im Keim erstickt wird und
stattdessen etwas gekünsteltem Kitsch weicht.
Gut gespielte, aber nach
spritzigem Start eher dröge Gaunerkomödie, die Theater und Kriminalität vereint
- und dabei stets etwas gesucht wirkt. Keanu Reeves kann in der Hauptrolle zudem
nicht ganz mit seinen Co-Stars Vera Farmiga und James Caan mithalten.
Kurzkritik von "Habemus
Papam" (* * *
½)
Nanni
Moretti nimmt die katholische Kirche aufs Korn, aber mit viel Liebe. Seine
Geschichte um den frisch gewählten Papst, der keiner sein will, ist vor allem am
Anfang brillant in seinem subtilen Witz. Erst gegen Ende franst die Story etwas
aus und Motetti (als Schauspieler) wirkt etwas wie ein Fremdkörper.
Nichtsdestotrotz so scharfsinnig wie sympathisch.
Ein auf dramatisch gemachter Polizeifilm, dessen
Wendungen man erahnt und über dessen holprige Erzählweise man sich nervt. Im
Finale gehts dann vollends den Bach runter. Schade um die verheizten Stars wie
Channing Tatum, Al Pacino, Juliette Binoche und Ray Liotta.
Kritik des taiwanesischen Mysterydramas Make up (*
*
½).
Kritik des japanischen Dokfilms A Man Vanishes (*
*
½).
Kurzweilige, temporeiche und recht witzige Trickfilm-Komödie mit viel
Weihnachts-Feeling. Vom Kultstudio Aardman, das nach "Flushed Away" den zweiten
Computertrickfilm abliefert, hätte man etwas mehr erwartet - an den Charme von
ihren Knetgummi-Klassiker kommt der Film tatsächlich nie und nimmer heran. Doch
für rund 90 gelungene Minuten ist "Arthur" gut genug.
Ein manchmal amüsanter,
jederzeit ungemein bewegender und schockierend ehrlicher Blick auf den Umgang
mit Trauer. Nicole Kidman, Aaron Eckhart und Diane Wiest spielen famos.
Der britische Regisseur Basil Dearden mischt ebenso fesselnd wie kritisch
einen klassischen Mörderkrimi mit etwas Pulp und ganz viel Gesellschaftskritik:
Rassenhass wird hier in nahezu jeder Szene spürbar gemacht, manchmal plakativ,
aber für seine Zeit stets zielsicher.
Gewitzter "Heist-Film" des Briten Basil Dearden, der die bekannte Formel
ebenso spannend wie souverän gespielt umsetzt. An den englischen Kinokassen ein
grosser Erfolg.
Kritik des taiwanesischen Dramas Honey Pupu (*
*
½).
Sympathische Herumhängerkomödie, die im Rahmen der "die
faulen Griechen sind selber Schuld an ihrer Finanzkrise"-Diskussion einen
ungewollten Beigeschmack bekommt. Doch trotz der Gelassenheit in Inszenierung
und Story wirkt das Ganze etwas lehrmeisterlich und dünn.
Nötig war dieser "Shrek"-Ableger nicht, aber er geriet
erstaunlich gut: Mit Antonio Banderas in gewohnter Stimmgeber-Bestlaune,
schwungvoller Action und gelungenen - oft etwas zu doppeldeutigen - Witzen. Ganz
besonders niedlich fand ich als Katzenfreund, dass die Viecher zwar kämpfen und
reden, aber manche Marotten von echten Kätzchen bewahrt haben. Das sorgt denn
auch für so manche gelungene Pointe.
Dem High-School-Musical-Ableger fehlt es an
schwungvollen Songs und peppiger Inszenierung. Die Gags funktionieren halbwegs,
doch es ist zu wenig Überraschendes an dem ganzen Film.
Wie peinlich: Die DVD ist schon seit Ende letztes Jahr draussen - und ich hab
sie schlicht übersehen. Und das bei einem Yoji-Yamada-Film. Verdammt! Nun also
die Kritik von
About Her Brother (*
*
* ½).
"Candyman"-Regisseur Bernard Rose verfilmte das spektakuläre Leben eines
Haschisch-Grossdealers in den 70ern und 80ern, mit Rhys Ifans in der relaxten
Hauptrolle, viel Retro-Schick und sympathischen Witz. Vor allem die subjektive
Erzählstimme des Protagonisten verleiht dem Ganzen eine angenehme
Doppelbödigkeit. Was indes fehlt sind echte Einblicke, tief gehende Analysen der
Figuren oder der Beziehung zur IRA. Alles wirkt ein wenig zu beliebig und
harmlos. Aber ein unterhaltsamer Film allemal.
Eine oft peinliche Parodie von Monsterfilmklischees, bei der ich doch
immerhin ein paar Mal schmunzeln musste (die sexistischen Gags um die sexy
Begleiterinnen sorgten hauptsächlich dafür) - aber kein einziges Mal herzhaft
lachen. Ganz in der Tradition von "Superhero Movie", "Date Movie" und solchem
Müll. Dabei waren solche Gag-pro-Sekunde-Parodien doch früher mal lustig …
Der Regisseur werkelte jahrelang fast im Alleingang an diesem Herzensprojekt und
hat eine grosse Liebe für Horrorfilme und Kifferkomödien. Nur leider schafft er
es nie, diese ultrabillige Mixtur unterhaltsam zu gestalten, sieht man mal von
den Splatter-Effekten ab. Man möchte Sympathien haben für den Film, aber
angesichts der unterirdischen Präsentation ist das fast unmöglich.
Kritik der chinesischen Fantasykomödie
Mr. and Mrs. Incredible (*
*
½).
Kritik der japanischen Tragikomödie Sawako
Decides (*
*
*).
Kritik des koreanischen Dramas Boy (*
*
*).
Kevin Smiths mit viel Getöse lancierter Mix aus Horror, Action und
Religionskritik. Das Ganze wirkt etwas heterogen und kommt verkrampft, ja
verbittert rüber. Doch die Seitenhiebe auf Ultrareligiöse und (gegen Ende) die
Willkür der Staatsgewalt sitzen, die Schauspieler sind souverän, die
Inszenierung packt.
Kurzkritik von "Hanna"
(* * *
½)
"Atonement"-Regisseur Joe Wright wechselt das Genre und drehte einen
packenden Rachethriller mit der tollen Saoirse Ronan als kindliche Killerin. Die
pulsierende Musik der Chemical Brothers, der psychedelische Schnitt, die recht
grobe Action, die kuriosen Figuren und die Märchen-Elemente (u.a. Cate Blanchett
als eiskalte Hexe / böse Stiefmutter) verleihen dem Ganzen einen sehr speziellen
Touch. Nicht immer logisch und die Story bleibt etwas zu dünn, aber höllisch
gute Unterhaltung liefert der Film allemal.
Verstörend mies animiertes Marketing-Vehikel mit einer lauen
Weihnachtsgeschichte und weichgespülten 08/15-Songs. Aus dieser Serie ist die
Luft endgültig raus, seit keine Märchenstoffe mehr als Vorlage dienen.
Rüde Komödie mit Cameron Diaz in bester Schlampen-Laune. Die Gags verlieren
rasch an Schmiss und die Story gibt nicht viel her. Aber ein paar der
geschmacklosen Pointen treffen ihr Ziel dennoch.
Für Jean-Pierre Melville ein ungewohnt stilles Drama mit eindrücklichen
Darsteller-Leistungen, u.a. vom jungen Jean-Paul Belmondo. Aber es ist etwas
wenig "dran" an dem Film.
Kritik des Bollywood-"Historienfilms"
Gandhi to Hitler (*)
Kritik des Bollywood-Kinderfilms Chillar
Party (*
*
½).
Kritik des japanischen Pinkfilms Anarchy
in (Ja)panty (*
*
½).
Kritik des koreanischen Dramas Peppermint
Candy (*
*
* ½).
Kritik von Tarsems Fantasyfilm Immortals (*
*
*)
Kritik der Fantasyromanze Rest on Your
Shoulder (*
*)
Kritik des Animes Welcome to the
Space Show (*
* * ½)
Das Games-Only-Weekend ist vorbei - aber heute wieder mehr oder weniger
regulärer Betrieb. Angefangen mit:
Kritik des Sowjet-Stummfilms
Novyy Vavilon (*
* *
½) aka. "Das neue Babylon"
Kritik des koreanischen Horrorfilms
White - Melody of Death (* *
½).
Typischer Jason-Statham-Reisser mit Selbstjustiz-Beigaben und soliden
Co-Stars. Wäre vielleicht noch ein netter Reisser, wenn nicht alles daran so
bekannt wirken würde.
Schwarzhumorige, kultig inszenierte, stark gespielte und mit einem schicken
Soundtrack unterlegte Iren-Komödie vom Bruder des "In Bruges"-Regisseurs.
Hochsympathisches und ironisch gespicktes Drama mit Ewan MacGregor, der erst
erfährt, dass sein Papa schwul war - und dann auch noch im Sterben liegt. Ein
behutsames Kleinod.
Kritik der japanischen Episodenkomödie
Quirky Girls and Gals (*
* *).
Kritik des thailändischen Trashfilms The
Killer Elephants (*
½).
Simpel gestrickte Geschichte um Liebe, Drogen und nordenglischen Soul,
bevölkert mit Stereotypen und Klischees. Martin Compston spielt die Hauptrolle
gut, ein paar Dialoge knistern, aber das wars auch schon bald.
Blutiges, witziges Regiedebüt von David Arquette, dessen holprige
Inszenierung und zu verkrampfte Ironisierung nicht richtig zünden will. Ganz
nett, aber da hätte mehr dringelegen.
Seelenruhiger, humanistischer Appell an das Gute im Menschen, aufgehängt an
der wahren Geschichte um französische Mönche, die in religiös-politische Wirren
in Algerien geraten. Die Frage, ob die passiv duldsame europäische
Christlichkeit das richtige Mittel gegen eine Radikalisierung und Pervertierung
des Islams ist, wird leider nicht angesprochen - dafür wird dem
zwischenreligiösen Hass eine deutliche Absage erteilt, um im gleichen Atemzug
die Güte und Menschlichkeit herauszustreichen. Ein Film mit Längen und leichtem
Hang zur Schulmeisterlichkeit, aber stets einfühlsam und erbaulich.
Kurzkritik von "Anonymous (*
* *
½)
Nicht sehr differenzierte
Shakespeare-Verschwörungsgeschichte, die Roland Emmerich aber ungewohnt
dramatisch und cineastisch eindringlich auf die Leinwand bringt. Die Darsteller
sind famos, die Geschichte schön knifflig und packend, die Ausstattung Tricks
gefallen. Grösstes Manko ist indes die eine Spur zu vertrackte Story, die es vor
allem am Anfang schwierig macht, in die
Rückblende-in-Rückblende-in-Rückblende-in-Rückblende-Struktur einzutauchen.
Emmerich tut sein Bestes, damit man alles versteht, aber es drängt sich die
Frage auf, ob diese Verschachtelung überhaupt was bringt.
Weniger Witz als im Original, aber dafür noch
mehr Action und noch mehr Star-Sprecher: ein Trickfilm mit hohem
Unterhaltungswert und beeindruckenden Schauwerten, ohne dabei seine Verehrung
für die chinesische Kultur, namentlich das Kung Fu, zu vergessen.
Nicht mehr sonderlich inspirierte, aber immerhin unterhaltsame Fortsetzung,
die für die Kleinen ganz solide Unterhaltung bietet - nicht zuletzt dank Michael
Mittermeiers kleinem Drachen.
Kritik der Bollywood-Liebeskomödie
Mere Brother Ki Dulhan (*
* ½).
Kritik des Kriegsfilms Verdun, visions d'histoire (*
* * ½).
Solider Mix zwischen Thriller und Drama, von John
Leguizamo stark gespielt. Aber der Plot um einen Geldtransport-Fahrer, dessen
Leben nach einem Überfall aus den Fugen gerät, verliert am Ende an Schuss und
bleibt nicht lange hängen.
Ziemlich prominent
(u.a. Eva Langoria, Christian Slater) besetzte Farce, die schöne Frauen und
Lesben-Erotik auffährt, um das Publikum anzulocken, es dann aber mit
unentschlossenem Ton und nichtiger Story wieder zu verscheuchen. Zwei, drei Gags
sind amüsant, der Rest gehört eher in die Kategorie "peinlich".
Kritik des Antarktis-Dokfilms South (*
*
*).
Kritik des koreanischen Horrorfilms The Cat (*
* ½).
Ein weiterer spanischer "Found Footage"-Horror, diesmal auf "Blair
Witch"-Spuren. Von der Atmosphäre her recht gelungen, aber es passiert zu wenig
Mysteriöses, das Ende wirkt gesucht und zu wenig unheimlich. Stattdessen gibt’s
das übliche Kameragewackel mit hier zunehmend anstrengendem Beigeschmack.
Frech amüsante und doch auch kritische und menschelnde Independent-Komödie
vom Regisseur von "The Good Girl", besetzt mit "Hangover"-Star Ed Helms und John
C. Reilly. Letztendlich aber doch ein wenig brav.
Kritik von John Fords The Hurricane (*
*
* ½).
Kritik des Actionfilms Ninja Girl (*
*).
Kritik des Bollywood-Blockbusters Bodyguard (*
*
½).
Ein müder Abklatsch der
klassischen Gialli, vom ehemaligen Genre-Gott Dario Argento erstaunlich lustlos
und oft an albern grenzend inszeniert. Doch wirklich schlecht ist vor allem
Emmannuelle Seigner- die ich schauspielerisch noch nie mochte, und hier wahrlich
übel agiert. Positiv herauszuheben sind höchstens der solide Anfang, die
Brutalität sowie ein paar Anspielungen auf Giallo-Klassiker.
Charmante kleine Komödie von Altmeister Jean Becker, in der Gérard Depardieu
wunderbar mit der 95-jährigen Gisèle Casadesus über Literatur und das Leben
fachsimpelt. Einfach gestrickt, aber très sympathique.
Kurzkritik von "The
Adventures of Tintin" (*
* * *)
Ich hätte mit den Film als Live-Action gewünscht, doch dank
Trickfilm-Umsetzung sind Regisseur Steven Spielberg und Produzent Peter Jackson
vom Geist her ganz nah dran an der Vorlage von Hergé: Ihr kurzweiliger
Animations-Knüller ist Tempo und Unterhaltung pur, gespickt mit viel Witz und
einigen virtuosen Szenen. Die Verfolgungsjagd durch Bagghar ist atemberaubend
umgesetzt von einem Mann, der weiss, wie man eine Sequenz mit Energie dreht. Der
Vorspann knistert mit Stil. Das Finale mit den kämpfenden Kränen fährt glorios
Ideen auf. Dass manche Figuren etwas kühl wirken (vor allem der glatte Tim und
der kurios detailarme Struppi) mag ein Nachteil sein, doch dies ist im Herzen
ein Comic, voller Hommagen an Hergé, umgesetzt von Leuten, die Tim & Struppi
augenscheinlich lieben. Einer der am kompromisslos unterhaltsamsten Filmen der
letzten Zeit und ganz auf der Linie von Steven Spielbergs früheren Werken.
Jessica Biels Strip-Szenen sind das einzig Aufregende in diesem quälend
langsamen und pathetischen Episoden-Melodrama, bei dem Forrest Whitaker
todessehnsüchtig chargiert und auch die anderen Darsteller (u.a. Patrick Swayze
in seiner letzten Rolle) sich unter Wert verkaufen.
Kritik von Akira Kurosawas The Most
Beautiful (*
*
½).
Kritik des koreanischen Dramas Poongsan (*
*
*).
Simpel inszenierte und geradlinig erzählte, aber allemal souverän gespielte
Tatsachenverfilmung um einen rassistisch motivierten Polizei-Eingriff in Texas.
Fast rutscht der Film in "gut gemeint, mehr nicht"-Gefilde ab, aber er ist zu
unterhaltsam und bewegend.
Das von Roland Emmerich geförderte Regiedebüt des Baslers Tim Fehlbaum
vermischt klassisches Endzeitkino mit Horror- und Öko-Elementen - mit nicht
ungeheuer innovativem, aber eindrücklichem Resultat. Durch das strapazierend
helle Licht wird die bayrische Landschaft zu einer Hölle auf Erden, in der die
starken Schauspieler um Hannah Herzsprung Entsetzliches durchmachen. Die Optik
sorgt für Stimmung, der Plot ist deftig und eine Tötung am Ende lässt fast
jubeln. So muss deutschsprachiges Genre-Kino sein.
Kritik des japanischen Actionfilms Gachi Max (*
½).
Kritik von Akira Kurosawas
The Men Who tread on the Tiger's Tail (*
* *).
Kritik des Stummfilmdramas Visages
d'enfants (*
* * *).
Kritik des japanischen Melodramas From Me to
You (*
*).
Was als wahrer Lehrerhorror beginnt, indem der brillant spielende David
Schofield von Schülern, Familie und Vorgesetzten gleichermassen ins Abseits
gestellt wird, entwickelt sich bald zu einem B-Horror mit Anleihen bei "Assault
on Precinct 13" und viel personifizierter Angst vor gewalttätigen Jugendlichen.
Das Ende kommt übereilt, die Bedrohung ist etwas zu anonym gehalten - aber dies
ist ein feines, kurzes, intensives Regiedebüt.
Basierend auf dem University-of-Iowa-Anoklauf von 1991 drehte der
Opernregisseur Chen Shi-Zheng in den USA sein Filmdebüt: Ein durchaus
interessanter Mix aus Jugenddrama, Kritik am Bildungswesen und psychedelisch
angehauchtem Wissenschaftsfilm. Etwas sperrig inszeniert und mit dem Hauch zum
Prätentiösen, doch es gibt immer wieder umwerfende Szenen dazwischen. Meryl
Streep tritt in einer Nebenrolle auf.
Formelhaft zwischen "The Alamo" und hundert Pseudo-Historienfilmen erzählt
der Film eine simple Story mit bescheidenem menschlich-emotionalen Unterbau.
Aber bei den Schlachten gehts voll ab: Sie sind zu hektisch geschnitten, aber so
heftig, so dreckig, so verdammt brutal, dass man mitjauchzt. Dass die FSK solch
eine Schlachtplatte ab 16 Jahren durchgewunken hat, ist bemerkenswert.
Der Drehbuchautor der verschachtelten Iñárritu-Filme "Amores perros", "21
Grams" und "Babel" gibt sein Regiedebüt - und scheitert an sich selbst. Die
Nicht-Chonologie seines Skripts hat man nämlich als Schema schnell erkannt, doch
verliert man angesichts der unnötigen Cuts zwischen den Zeitebenen immer wieder
die Orientierung, ohne wirklich etwas daraus zu gewinnen. Die Darsteller um Kim
Basinger, Charlize Theron und Jennifer Lawrence sind famos, aber durch
Erzählweise und distanzierte Inszenierung saugt Guillermo Arriaga alle Emotionen
aus seinem Stoff.
Kritik der Hongkong-Komödie Treasure Inn (*
* ½).
Boxklischees, Kitsch und
Überlänge - und alles irgendwie egal. In seinem ersten richtig guten Film
vermischt Shawn Levy eine sentimentale Vater-Sohn-Geshcichte mit trickreichen
Roboter-Fights und gutem alten Sportfilm-Drama. Das reisst mit, das amüsiert,
das rührt manchmal zu Tränen. Hugh Jackman ist voll im Element und sein
sympathischer Filmsohn ist treffsicher besetzt. Sicher nicht für Zyniker, aber
ich hatte Spass.
Der
österreichische Film blickt in eine nahe Zukunft, in der Totalitarismus und
Überwachung normal sind, und die Bewohner einer labyrinthischen Hochhaussiedlung
langsam durchdrehen. Fiebrig, atmosphärisch, gewagt- aber leider auch
verkünstelt und verwirrend, wobei das wohl durchaus die Absicht hinter dem
Wahnsinn/Realitäts-Mix ist. Durchaus ein faszinierender Film, nur nicht mein
Ding.
Kritik des Bollywood-Dramas Not a Love
Story (*
* ½).
Kritik des deutschen Abenteuerfilms Durch
die Wüste (*
* ½).
Ein weiterer Tanzfilm voller Poser, Machos und Zicken, die ihre Dialoge
zuckend und schreiend vortragen, als würden sie Shakespeare üben - und in
Wahrheit nur die immergleichen Phrasen dreschen. Dazwischen wird akrobatisch
getanzt, aber ich kann diese Tanz-Battles bei denen die Leute wie räudige Tiere
gegeneinander antanzen nicht mehr sehen. Yo bitch, man, this film is da shit!
Hochroutiniert im Retro-Look inszenierter Thriller, der auf wahren
Begebenheiten basiert und Jason Statham und Clive Owen im Killer-Duell zeigt.
Schicke Locations, sauberer Look, hohes Tempo - leider wird das Ganze bald
repetitiv, es schleichen sich gegen Ende Längen ein. Und über ein paar
Logiklöcher muss man hinwegsehen. Auch darüber, dass Robert De Niro für einen
Profikiller seine Waffe sehr seltsam hält.
Kritik des sowjetischen Stummfilmdramas
Proekt inzhenera Prayta (*
*).
Manchmal plakativer, oft erschreckender, hin und wieder
gar eindringlicher Abgesang auf das Leben in der Kommune. Der mit Sex und Drogen
geschwängerte Plot plätschert am Ende einfach aus, einige Figuren verkommen zu
Randnotizen, aber die zentralen Teenager sind überzeugend genug, um den Film
zumindest sehenswert zu machen.
Der Genre-Mix mit Joseph Gordon-Levitt ist unsicher darüber, wohin er gehen
will: Er beginnt als Was-Wäre-Wenn-Schicksalsfilm à la "Sliding Doors" und macht
daraus 50% Thriller und 50% Beziehungsdrama - nur führen beide auf
halbspannenden Irrwegen zu recht wenig. Nett anzusehen aber allemal.
Der simpel betitelte Zombiefilm der Ford-Brüder lebt ganz von seinem Drehort:
Entstanden in Ghana, besetzt mit etlichen Einwohnern als Statisten, bekommt der
Film seine ganz eigene Aura und eine ganz heisse Optik. Am Anfang sind die
Zombies richtig bedrohlich, doch nach langer Wanderschaft wirkt das Ganze doch
etwas ziellos und am Ende überhastet.
Mit Josh Hartnett, Japan-Star Gakt und Ron Perlman cool besetzter Thriller,
der sich postmodern zwischen Grossstadtwestern, Film noir und Comic-Exzess
ansiedelt. Die künstlichen Sets wirken manchmal schick à la Popart-Design,
manchmal billig und auslaugend. Mit der Zeit saugt diese Stilisierung dem Film
die Energie aus, was bei einer Laufzeit von zwei Stunden prekär ist. Der Titel
bezeichnet übrigens eine Art des japanischen Puppenspiels, der Look des Films
dagegen ähnelt eher jenem von Origami und Ausklapp-Büchern.
Kritik des serbischen Schockers A Serbian Film (*
* *).
Kritik des deutschen Melodramas
Nachts auf den Strassen (*
* *).
Kritik des Bollywood-Dramas Aarakshan (*
* ½)
Jodie Fosters dritte Regiearbeit um einen Mann, der seine Depressionen
mittels einer Biber-Handpuppe verarbeitet: unstet in seinem Ton, aber vor allem
am Anfang überzeugend - und nicht zuletzt schauspielerisch stark. In der
Hauptrolle glänzt Mel Gibson, wodurch das Ganze einen Meta-Anstrich bekommt,
schliesslich hadert der Mann auch real mit seinem Leben. Mit einem
konsequenteren Skript wärs ein toller Film.
Kritik des chinesischen Historienfilms The
Warring States (*
* ½)
Kritik des malaysischen Historien-Actionfilms
Clash of Empires (*
* ½).
Dank kauzigen Figuren erquickende
Vorstadtkomödie mit Andy Garcia. Mit der Zeit werden die Komplikationen
forciert, doch zu Schmunzeln gibts immer genug.
Altmeister Alain Resnais versucht sich an einem Erwachsenenmärchen zwischen
Romantik, Kitsch und Kuriosum, doch der Mix langweilt rasch und die Story wirkt
ungewöhnlich ziellos. Eine harmlose Spielere des 88-Jährigen, mehr nicht.
Kritik des koreanischem Drama Enlightenment
Film (* *).
Aus 4500 Stunden
Youtube-Filmchen montierte Kevin Macdonald ("The Last King of Scotland") Szenen
eines einzigen Tages: Des 24. Juli 2010. Das reicht von simplen Sachen wie Essen
und Aufstehen zu Grösserem - und Tragischem: Das Unglück der Love Parade von
Duisburg. Manchmal etwas belehrend montiert, aber stets voller ungewöhnlicher
Einblicke in das Leben auf dieser unserer Welt.
Kritik des japanischen Actionfilms Rogue Ninja (* ½).
Kritik des chinesischen Historien-Actionfilms Wu Xia (*
* * ½).
Lahmes Sarah-Jessica-Parker-Vehikel, bei dem die logistische Superfrau am
Anfang Familie und Job unter einen Hut bringt - und am Ende auch. Dazwischen
gibts ein Nichts von Film, aufgewertet durch ein paar gelungene Spässe und
Figuren (ich mochte vor allem die kühle Assistentin Momo). Der Rest sind
veraltete Mann-Frau-Gegensätze, schnell gelöste Probleme, sich wiederholende
Situationen und weinerliche Dialoge von Parker. Schade, denn das Thema hätte ja
Potential.
Solides, wenn auch einfallsarmes MTV-Fernsehfilmchen um vier Jugendliche, die
in einem verschütteten Auto Seelenstriptease machen. Dabei kommt nur
Offensichtliches zum Vorschein - und wenn einer meint, er sei noch Jungfrau,
schläft das sexy Girl an Bord mit ihm. Wie nett. Aber auch extrem unglaubwürdig,
wie es der ganze Film ist. Immerhin ist der Film kurz und knackig, dadurch recht
spannend.
Kritik der Bollywood-Komödie Delhi Belly (*
* * ½).
Kritik des Westerns The Iron Horse (*
* * ½) von John
Ford.
Sympathische, nostalgische Indendent-Tragikomödie um einen Teenager im New
York des Jahres 1994, der sich mit Drogen, Liebe und Wahnsinn beschäftigen muss.
Im Zentrum steht aber die Beziehung zum älteren Psychiater, herrlich gespielt
von Ben Kingsley. Es schleichen sich mit der Zeit aber ein paar Längen ein, die
den Spass trüben.
TV-Zweiteiler, lose basierend auf dem bekannten Stoff,
jedoch lieblos aufgefrischt für ein "modernes" Publikum: Die Anfangsphase ist
schrecklich holprig, die Szenen in der Gegenwart kann man noch halbwegs
brauchen. Aber die Tricks taugen durchs Band nichts und die Figuren gehen einem
am Allerwertesten vorbei. Ein Reinfall.
Kritik des japanischen Fun-Splatters Helldriver (*
* *).
Stark gespieltes und oft bewegendes Drama um Mütter in verschiedenen
Lebenslagen. Manipulation und politisch-moralische Hintergedanken (Adoption ist
zweifelhaft, Abtreibung ist ein Tabu, Glaube hilft weiter) macht den Film etwas
zwiespältig, aber der Gesamteindruck bleibt positiv.
Klischeereiche Afroamerikaner-Hochzeitskomödie, die sich so auf Stereotypen
versteift und die Story derart vorhersehbar mit allen Seifenopern-Beigaben
entwickelt, dass die sympathischen Elemente und soliden Stars dadurch ins
Abseits geraten.![]()