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1.2.12
Kritik von Star Wars: Episode I - The Phantom Menace (* * * ½)
Kritik des Bollywood-Dramas The Dirty Picture (* * * ½)

Kurzkritik von "The Three Musketeers" (* * *)
Von Kritikern grundlos kaputtgeschriebener Fun-Film, bei dem der leider immer noch talentfreie Paul W.S. Anderson die Vorlage von Alexandre Dumas nur noch als loses Gerüst nimmt, und es mit Fantasy und Nonsens aufpeppt. Dazu viele Stars, manche gut, manche chargierend, aber alle offensichtlich mit Spielfreude bei der Sache. Ich liess mich davon jedenfalls gerne anstecken.

Kurzkritik von "The Double" (* * ½)
Stets absurder werdender, aber durchaus spannender Agententhriller mit Richard Gere. Vor allem am Anfang gibt's noch einiges zu mögen, später verflüchtigt sich dies immer mehr.

Kurzkritik von "I Phone You" (* * ½)
Durchaus sympathische deutsche Komödie, die aber erzählerisch unglaubliche Haken schlägt und irgendwann unglaubwürdig wird. Doch das schlimmste ist das Einschleimen beim Konzern mit dem Apfel, dessen Produkt es ja sogar in den Filmtitel geschafft hat.

Morgen bin ich 3 Tage in Davos in den Skiferien. Mein erster Einsatz auf Skiern seit gut 20 Jahren. Ich hoffe mal, ich komme lebendig zurück am Montag. Zumal es im Engadin ja zwischen minus 20 und minus 30 Grad warm werden soll.

31.1.12
Kritik des japanischen Horrorfilms Tomie Unlimited (* * ½).

30.1.12
Kritik des Bollywood-Jugendfilms Bubble Gum (* *).

Kurzkritik von "The Con Artist" (* *)
Die Regisseurin von "200 Cigarettes" erzählt mit Papa Donald Sutherland und Sohn Rossif von einem Gauner, der keiner mehr sein will, sich verliebt und Künstler werden möchte. Das alles und viel mehr, bloss ohne Ziel und zu sehr improvisiert. In Einzelszenen vielleicht ganz nett, aber dramaturgisch äusserst schwach.

Kurzkritik von "Incendies" (* * * ½)
Manchmal überfrachtetes, aber stets bewegendes Drama über das Schicksal einer Frau im nahen Osten und die Suche ihrer Kinder nach der Wahrheit. Manche Szenen brennen sich ein, andere wirken etwas ziellos. Die nicht exakt definierte politisch-geographische Einordnung (es handelt sich wohl um den Libanon) wirkt mutlos und am Ende trägt der Film wohl etwas dick auf - doch kraftvoll ist der oscarnominierte Film allemal.

29.1.12
Kritik des koreanischen Thrillers The Client (* * *).

Eigentlich war ein Filmwochenende geplant, aber Freitag und Samstag hatte ich netten Besuch und danach weniger netten in Form von Fieber. Das hält noch an und beschränkt gerade meine Arbeitsfähigkeit. Aber heute gibts sicher mehr Film-Reviews ...

Kurzkritik von "A Lonely Place to Die" (* * *)
Der britische Thriller beginnt stark, könnte den "Descent"-Weg genauso einschlagen wie einen Kraxelfilm à la "Cliffhanger". Doch gegen Ende wird die Sache überraschend plump und verheizt so den anfänglichen Goodwill beinahe.

Kurzkritik von "Resident Evil: Afterlife" (* *)
Der Reihe geht nun wirklich langsam die Luft aus, denn Paul W.S. Anderson verbringt mehr Zeit damit, seine Gattin Milla Jovovich ins beste 3D-Licht zu rücken, als Zombie-Action zu bieten. So stellt sich in dem visuell seelenlosen Film rasch Langeweile ein.

Kurzkritik von "Colombiana" (* * *)
Luc Besson wärmt als Autor und Produzent etliche Elemente seines Klassikers "Nikita" auf, diesmal mit der hübschen Zoe Saldana als Kampf-Amazone. Die Fights fetzen, die Action sitzt, aber der Plot könnte um einiges erfrischender sein.
 

Kurzkritik von "Obitaemyy ostrov / The Inhabited Island" (* * *)
Der erste Teil der epischen russischen Sci-Fi-Comicverfilmungen: Ein überschöner Blondlocke-Typ findet sich in einer all zu erdähnlichen Welt im All wieder, auf der die Mächtigen die Massen indoktrinieren und unterdrücken. Der Regisseur zeigt dabei grosse Paul-Verhoeven-Affinität, ist doch der Soundtrack aus "Conan" geklaut, stammen etliche Ideen aus "Starship Troopers" und andere aus "RoboCop". Trotz holprigem Schnitt und dem Versatzstück-Plot für Sci-Fi-Freunde durchaus einen Blick wert, alleine schon wegen des Aufwands.

26.1.12
Der Abschluss meiner kleinen Kim Soo-yong-Reihe: Mist (* * *).
Kritik des koreanischen Musikdramas Mr. Idol (* * ½).

25.1.12
Kritik des koreanischen Dramas The Seashore Village (* * * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Night Journey (* * * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Confessions of an Actress (* * ½).

Und damit heute still und heimlich die 800-Review-Grenze bei den südkoreanischen Filmen gesprengt.

Kurzkritik von "Hugo" (* * * *)
Martin Scorsese verbeugt sich vor der Magie des Kinos und dem Schaffen von Georges Méliès, in einem zauberhaften und nostalgischen 3D-Spektakel voller Charme, Witz und liebenswerter Darsteller. Einziges Manko ist vielleicht, dass in Paris alle Englisch sprechen. Darüber hört man aber schnell hinweg. Die 11 Oscarnominationen sind also gerechtfertigt.

Kurzkritik von "Requiem pour une tueuse" (* * *)
Mélanie Laurent glänzt in dem stark gespielte, atmosphärischen, aber inhaltlich etwas formelhaften Killer-Thriller à la française.

24.1.12
Kritik des spanischen Schockers Tras el cristal (* * * ½) alias "Im Glaskäfig".

Kurzkritik von "Bucky Larson: Born to Be a Star" (* ½)
Der von Kritikern desaströs in die Pfanne gehauene Kassenflop aus Adam-Sandler-Produktion ist fürwahr grässlich erzählt, plump inszeniert und gespickt mit abgestandenen Witzen über kleine Pimmel und schiefe Zähne. Die tiefste Art Humor. Aber ein paar Mal musste ich doch lachen angesichts des schieren Irrsinns des Gezeigten. Sicher ein schlechter Film, aber ich sah schon Übleres …

23.1.12
Kritik des Animes Mardock Scramble: The First Compression (* * * ½).
Kritik des japanischen Liebesfilms Paradise Kiss (* * ½).

Kurzkritik von "Super" (* * * ½)
Näher an "Defendor" als an "Kick-Ass" nimmt James Gunn das Superhelden-Genre aufs Korn und zollt ihm gleichzeitig Tribut. Das Konzept ist nicht neu, doch charmante Akteure, schicke Dialoge, coole Comic-Anspielungen und die recht heftige Gewalt sorgen für Spass, der Knick zum Drama sowie die Verankerung in der Realität sind das Spezielle. Im Vergleich zu "Kick-Ass" eine Spur vorhersehbarer und weniger stringent, aber allemal … super.

Kurzkritik von "In the Name of the King 2: Two Worlds" (* ½)
Jason Statham ist nicht mehr dabei, das Budget schrumpfte markant, geblieben ist dennoch nur Schrott. Diesmal tritt Dolph Lundgren an, reist in die Vergangenheit und kämpft gegen Schurken, Magie und Drachen. In der Theorie jedenfalls. In der Praxis wird geredet und geredet. In öden Kulissen labern die Leute, was sie tun sollte, was sie tun werden und was sie gerade getan haben. Gähn.

22.1.12
Kritik des japanischen Remakes Ghost - In Your Arms Again (* *).
Kritik des chinesischen Fantasyfilms Mural (* * ½).

21.1.12
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Hindsight (* * *).
Kritik des Bollywood-Thrillers Chase (*).
Kritik der Hongkong-Liebeskomödie Love Is the Only Answer (* * ½).

Kurzkritik von "Fright Night" (* * *)
Schön blutiges Remake des 80er-Kultfilms, weitgehend frei von Charme, aber gut besetzt - vor allem dank Colin Farrell. Als diabolisch verführerischer Macho mit viel maskuliner Virilität ist er fast bedrohlicher als später mit Beissern. Dazu sexy Mädels, passabler Horror - nicht übel.

Kurzkritik von "Johnny English Reborn" (* * ½)
Minimal besser als der erste Teil, weil der Humor weniger hysterisch ist. Aber eine Vielzahl der Gags wirkt ausgelutscht und die Spielfreude aller Beteiligten köchelt auf Sparflamme.

19.1.12
Kritik des japanischen Splatterspasses Deadball (* * ½).

Kurzkritik von "The Descendants" (* * * ½).
Alexander Paynes fünfter Film, sieben Jahre nach "Sideways", erzählt von Wurzeln - nämlich der Heimat und der Familie - beides auf bewegende und amüsante, aber doch nie kitschige Weise. George Clooney ist grandios in der zentralen Rolle, seine Filmtöchter agieren ebenso famos. Und es gibt etliche Szenen, die einen nicht unberührt zurücklassen. Auf der Negativseite wirkt die Geschichte etwas vorhersehbar und zerstückelt, ausserdem scheinen manche Neben-Informationen (die Stiftung zum Beispiel) vage, während andere Szenen das eine oder andere Klischee aufweisen.

18.1.12
Kritik des chinesischen Dramas Love for Life (* * *).

Kurzkritik von "Young Adult" (* * *)
Freche Komödie mit Drama-Einschlag, inszeniert von Jason Reitman und geschrieben von seiner "Juno"-Autorin Diablo Cody. Der Kleinstadt-Mief ist super getroffen und Charlize Theron agiert köstlich - doch die Geschichte wirkt letztendlich etwas dünn und Gags wiederholen sich.
 

Kurzkritik von "30: Minutes or Less" (* * ½)
Das Team hinter "Zombieland" versucht sich an einer leicht actionhaltigen Komödie, mit weniger Erfolg. Die vier Komiker in den Hauptrollen sind alle köstlich - vor allem Danny McBride und Nick Swardson, zudem leistet sich Jesse Eisenberg einen witzigen Facebook-Gag. Doch der Rets kurvt bald auf Autopilot. Die Dialoge hätten gerne noch frecher sein dürfen.

Kurzkritik von "Straw Dogs" (* * ½)
Dem 30 Jahre älteren Original hat dieses formelhafte Remake von Rob Lurie nichts hinzuzufügen. Das Abhandeln derselben Ideen (Was ist Männlichkeit? Passiv-aggressives Verhalten in einer Beziehung. Stadt-Land-Gegensatz) wirkt hier ungleich formelhafter und seelenloser. Aber als Gewalt-Reisser zieht die Story auch diesmal nicht allzu übel.

17.1.12
Kurzkritik von "Clubland" (* * *)
Brenda Blethyn als in Australien gestrandete Comedy-Mama liefert eine Tour-de-Force in dieser Tragikomödie, während die prickelnderen Szenen ihrem schüchternen Sohn und deren sexy Freundin gegönnt sind. Dazu ein behinderter Bruder und ein singender Vater - etwas viele Ansätze und doch wenig Handlungsdichte. Der Mix aus Lachern und später viel wehmütiger Tragik sorgt aber für Unterhaltung. 

Kurzkritik von "Das Blaue vom Himmel" (* * *)
Stark gespieltes, inhaltlich etwas überladenes deutsches Mutter-Tochter-Drama, das die turbulente Geschichte Litauens als Hintergrund benutzt.

Kurzkritik von "Passion Play" (* *)
Recht krude Fantasy-Romanze mit Megan Fox als verführerischem und doch unschuldigen Engel (buchstäblich) und der für einmal nicht ganz kaputt wirkende Mickey Rourke als ihr Erlöser. Überladen an allen Ecken und Enden, um am Ende irgendwie nicht gerade dicht, aber immerhin nicht öde.

16.1.12
Kritik des Bollywood-Liebesdramas Mausam (* * *).
Kritik des Hongkong-Liebesfilms Love You You (* * ½).

Kurzkritik von "The Debt" (* * * ½)
Famos besetzter Spionagethriller zur Zeit des Kalten Krieges, als ein paar Mossad-Agenten einen Nazi-Doktor aus Ostberlin entführen wollen. In den Rückblende-Szenen höchst spannend, in den Gegenwart-Sequenzen differenziert. Doch mehr Überraschungen hätten drinliegen müssen, ebenso ein packenderes Finale.

Kurzkritik von "Jasper und das Limonadenkomplott" (* * *)
Zeichentrickfilm mit dem Pinguin-Helden aus "Die Sendung mit der Maus": für die ganz Kleinen sehr kurzweilig, für die Erwachsenen immerhin niedlich animiert.

15.1.12
Kritik des japanischen Boxerfilms Tomorrow's Joe (* * *).

14.1.12
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Countdown (* * *).

Kurzkritik von "Sommer in Orange" (* * *)
Bayern-Filmer Marcus H. Rosenmüller erzählt vom Konflikt zwischen Hippies und konservativen Dörflern - mit Klischees, aber auch lustigen Szenen, die sowohl verblendeten Sektenfuzzis als auch verklemmten Hinterwäldlern ans Bein pinkeln. 

Kurzkritik von "Jodaeiye Nader az Simin" ("A Separation") (* * * ½)
Der überschätzteste Film des Jahres: Ein famos gespieltes, sauber inszeniertes und bewegendes Familiendrama, das aber dramaturgisch nie aus den Socken haut und auch nicht immens lange nachhallt. Der Konsens, dieses iranische Werk gleich in die Topränge der besten Filme aller Zeiten zu hieven, ist für mich nicht nachvollziehbar. Sehr gut ist es aber auf jeden Fall.

Kurzkritik von "Max Schmeling" (* *)
Uwe Boll nimmt sich etwas zurück, aber den FIlm viel zu wichtig. Entstanden ist eine Biografie, die träge und formelhaft entwickelt ist, aber dennoch jede Szene, jede Geste an die grosse Glocke hängt. An sich nicht enorm schlecht, aber frei von Vision. Und in einem ein völliger Fehlgriff: Ex-Boxer Henry Maske, der seinen Freund Schmeling spielt, ist ein absolut übler Darsteller, hilflos strauchelnd und stammelnd.

11.1.12
Kritik des koreanischen Actionthrillers Quick (* * ½).
Kritik des Horrorfilms ¿Quién puede matar a un niño? (* * * ½).

Kurzkritik von "Tinker Tailor Soldier Spy" (* * *)
"Let the Right One In"-Regisseur Tomas Alfredson komprimierte den komplexen Kaltkrieg-Spionageroman von John Le Carré, der schon einmal als sechsstündige Miniserie erzählt wurde, zu einem zweistündigen Kinofilm, der nicht primär Intelligenz voraussetzt, sondern das Glück, die richtigen Informationen aufzunehmen, die falschen zu streichen und die unwichtigen wieder auszublenden. Das Skript schrammt haarscharf an konfus vorbei. Wer aber bei der Sache bleibt bekommt einen schön im 70er-Jahre-Stil inszenierten Spionagefilm mit Edelbesetzung zu sehen. Alleine schon der Cast macht den bei Kritikern leicht überschätzten Film sehenswert. Neben der verzettelten Handlung das grösste Manko: Es wurde mit Digitalkamera gedreht, weshalb manche Szenen enttäuschend viel Bildrauschen aufweisen.

10.1.12
Kritik des koreanischen 3D-Monsterfilms Sector 7 (* * ½).
Kritik des japanischen Animes Ice (* ½).

Kurzkritik von "Dylan Dog" (* * ½)
Basierend auf dem italienischen Comic, der auch "Dellamore Dellamorte" inspirierte, drehte der Regisseur von TMNT einen eher billig aussehenden, aber immerhin kurzweiligen Mix aus und Film noir, der in seinen witzigen Szenen fast besser punktet als in den fantastischen. Es fehlt das Comic-Flair, es mangelt an Biss.

9.1.12
Kritik der indischen Komödie Hum Tun Shabana (*).

Kurzkritik von "The Muppets" (* * *)
Die Komödie weckt Nostalgie-Goodwill und verströmt Kurzweil, aber es fehlt am anarchischen Charme der Serie, zudem wirken die menschlichen Darsteller stark unterfordert. Zu lachen gibts aber genug.

8.1.12
Kritik des koreanischen Dramas Champ (* * * ½).

7.1.12
Kurzkritik von "Setup" (* *)
Von einem Stuntman inszenierter Actionthriller ohne Action und mit wenig Spannung. Dass Curtis "50 Cent" Jackson die Hauptrolle spielt und Bruce Willis nur den schlappen Mafiaboss in einer Nebenrolle ist ebenso bedenklich. 
 

Kurzkrtitik von "Bruc. La llegenda" (* * ½)
Hübsch ausgestatteter Historienfilm um den Widerstand der Spanier gegen Napoleons Truppen. Leider formelhaft erzählt und dramaturgisch wenig fesselnd.
 

Kurzkritik von "War Horse" (* * * ½)
Von Steven Spielberg im Stil von Technicolor-Klassikern inszeniertes Melodrama um ein Pferd und die Schicksale seiner verschiedenen Halter im Ersten Weltkrieg: eindrückliche Kriegs-Action, prächtige Bilder, starke Schauspieler. Negativ ins Gewicht fallen die leichte Überlänge, John Williams' überzuckerter Soundtrack und der Umstand, dass zwar verschiedene Nationalitäten die Hauptrollen spielen, aber alle English sprechen (bloss jeweils mit deutschem, französischen oder sonstigem Akzent). Eine verpasste Chance, um dem ansonsten gelungenen Werk den letzten Kick Authentizität zu verleihen.

Kurzkritik von "Boy A" (* * *)
Das Frühwerk des späteren "Spider-Man"-Stars Andrew Garfield erzählt von einem jungen Mann, der als Bub einen Mord beging und nach 14 Jahren im Knast neu anfangen will. Bewegender Stoff, lose inspiriert von einem Fall in England, manchmal etwas zu formelhaft entwickelt und am Ende eine Spur zu offen - aber stets sehenswert.

Kurzkritik von "Prom" (* *)
Lieblos zusammengeschustertes Disney-Konfekt um hübsche Teens und ihre Nöte rund um den Abschlussball. Nebenhandlungen wirken unaufgelöst, die Haupthandlung ist so steril wie stereotyp und mit den Figuren kann man nie wirklich mitfiebern. 

5.1.12
Kritik des koreanischen Zeichentrickfilms Leafie, a Hen into the Wild (* * * ½).

4.1.12
Kritik des Trickfilms Tekken: Blood Vengeance (* * *)
Kritik der Komödie Das Hofkonzert (* * *) in Gedenken an Jopi Heesters.

Kurzkritik von "Der ganz grosse Traum" (* * ½)
Historisch verdreht und verändert der Film um die Einführung der "Engländerkrankheit" Fussball im Deutschen Reich nahezu alles - und er will etwas viel auf einmal, weshalb etliche Nebenhandlungen völlig übereilt eingebaut sind. Doch bei diesem "Dead Poets Society light" machen das spielfreudige Ensemble und die einnehmende Geschichte immerhin etwas Goodwill wett.

Kurzkritik von "Le rafle" (* * *)
Aufwendige und bewegende Rekonstruktion von Internierung und Deportation von Juden im Vichy-Frankreich. Dem Skript fehlt etwas der Fokus und die Regie trägt etwas dicht auf, um Gefühle zu erzeugen, doch meistens funktioniert das nicht schlecht.

2.1.12
Kritik des Bollywood-Dramas Dhobi Ghat (Mumbai Diaries) (* * * ½).

31.12.11
Kritik des chinesischen Fantasyfilms The Sorcerer and the White Snake (* * *).
Kritik des Bollywood-Hits Ra.One (* * ½).
Kritik des thailändischen Historienfilms Yamada - The Samurai of Ayothaya (* * ½).

Kurzkritik von "Red Riding Hood" (* * ½)
Catherine Hardwicke versucht mit dieser ausstatterisch ansprechenden Teenie-Umdeutung von "Rotkäppchen", an ihren Grosserfolg "Twilight" anzuknüpfen. Nicht gar so peinlich, aber irgendwie ebenso blutleer. Hier wird eine an sich coole Teenie-Märchen-Erotik-Idee zum Fliessbandprodukt verheizt.

29.12.11
Kritik der Bollywood-Komödie My Friend Pinto (* *).
Kritik des Schweizer Klassikers Landammann Stauffacher (* * *).

Kurzkritik von "Final Destination 5" (* * *)
Gerade wenn man denkt, alle Luft sei raus aus der Serie, macht sie wieder Spass. An Teil 5 ist nichts Neues dran, aber die sadistischen Todesfälle (in 3D) machen einfach gute Laune, da können die Teens noch so dumm und die Story noch so dünn sein. Nett auch, dass sich das Ganze als Prequel von Teil eins entpuppt und die Reihe so ein würdiges Ende findet. Eigentlich schade, aber wer weiss …

Kurzkritik von "Zombie Diaries 2" (* ½)
Billig gemachter Pseudo-Dok-Horror, der nach solidem Start einfach nur stinklangweilig ist. Ein paar kurze Horrorszenen funktionieren, der Rest ist bloss schwach.

Kurzkritik von "Kiss the Abyss" (* ½)
Der Independent-Horror beginnt recht geschickt und weckt Spekulationen, wohin die Reise geht - aber sind die Eckpunkte einmal gesetzt wird die mässig gespielte und fad inszenierte Sache dann doch zur Durchhalteübung.

27.12.11
Kritik des griechischen Schockers Island of Death (* * *).
Kritik des tschechischen Gruselmärchens Valerie (* * * *).

Kurzkritik von "The Ledge" (* * ½)
Gleichzeitig als Thriller wie als Drama verpackter Diskurs zwischen Atheismus und Gottesfürchtigkeit, mal durchaus anregend, meistens jedoch etwas schulmeisterlich und manipulativ.

26.12.11
Kritik des japanischen Melodramas Snow Prince (* * ½).

Kurzkritik von "Catene" (* * *), bei Eclipse released als "Chains".
Solider Mix aus Melodrama und Neorealismus, aufgewertet durch starke Akteure und mutig überladenes Melodrama. Für Regisseur Raffaelo Matarazzo ein Wendepunkt in seiner Karriere, denn fortan widmete er sich erfolgreich solchen Melodramen.

24.12.11
Fröhliche Weihnachten allerseits :)

Kritik des Italowesterns Ando Muchacho, spara! (* * *) aka. Knie nieder und friss Staub.

Kurzkritik von "The Girl With the Dragon Tattoo" (* * * ½)
Dass David Fincher sein gigantisches Talent an das Remake eines bereits sehr gelungenen Films "verschwendet", ist bedauerlich. Aber das Resultat allemal sehenswert: Vom grandiosen "Immigrant Song"-Cover zum visuell brillanten Vorspann über den geschliffenen Schnitt, die starken Akteure und die unterkühlte Optik ein Genuss. Das Finale ist etwas abgeändert und nach dem eigentlichen Höhepunkt unnötig aufgeblasen (im Vergleich zur schwedischen Version). Doch das sind eher kleinere Mankos. Was bleibt ist ein hochroutinierter, spannender und menschlich abgründiger Thriller mit leichten Exploitation-Einschlag, den die Vorlage von Stieg Larsson schon vorgab …

Kurzkritik von "The Scorpion King 3: Battle for Redemption" (* ½)
Einschläfernde Vorgeschichte zur Vorgeschichte des Ablegers des "Mummy"-Remakes. Oder so ähnlich. Aber auf alle Fälle vergeudete Zeit mit heissen Mädels und chargierenden Typen, lahmer Action, dünner Story und doofer Dialoge. Dass der Held auch noch fast aussehen muss wie der Bösewicht (Billy Zane) macht die Sache auch nicht gerade besser.

Kurzkritik von "Dean Spanley" (* * *)
Gut gespieltes, etwas schwer zugängliches Drama über einen Mann, der glaubt, früher ein Hund gewesen zu sein - eine Vorstellung, die weite Kreise zieht.

Kurzkritik von "Le nom des gens" (* * * ½)
Kurzweilige, lebensfrohe und doch vielschichtige Tragikomödie über das Leben, die Liebe und Vorurteile, die wir mit uns herumtragen. In wenigen Szenen etwas plakativ, aber meistens höchst erfrischend.

20.12.11
Kritik der koreanischen Komödie Marrying the Mafia 4 (* *).
Kritik des Schweizer Krimis Wachtmeister Studer (* * * ½).

Kurzkritik von "The Ramen Girl" (* * ½)
Grundsympathische Komödie mit der zu früh verstorbenen Brittany Murphy als US-Mädchen in Tokio. Der TV-Regisseur hinter der Kamera inszeniert aber zu fad, das Essen kommt zu wenig zum Zug und der Plot ist arg dünn. Aber zwischen Murphy und ihrem grantigen japanischen Sensei gibts immer wieder viel zu lachen.

Kurzkritik von "La proie" (* * *)
Etwas abstruser und manchmal schlicht unglaubwürdiger Frankreich-Thriller, der aber gehörig Zug macht und meistens gut Unterhält sowie routiniert gespielt und inszeniert ist.

19.12.11
Kritik des Bollywood-Liebesfilms Mod (* * ½).

Kurzkritik von "Hidden 3D" (* ½).
Die Idee, Sucht zu verkörperlichen und buchstäblich zu gebären, ist so abstrus wie im Cronenberg'schen Body-Horror-Umfeld genial. Aber dieser plumpe, langweilige und schlecht produzierte Horrorfilm macht daraus nur Grusel von der Stange, ohne Atmosphäre, dafür mit schwachen Tricks. 

17.12.11
Kritik der Bollywood-Komödie Rascals (* ½).
Kritik des Anime-Kurzfilms Pale Cocoon (* * *).
Kritik der Bollywood-Liebeskomödie Mujhse Fraaandship Karoge (* * *).

Kurzkritik von "Sherlock Holmes: A Game of Shadows" (* * * ½)
Rasanter als Teil eins und mit einem deutlich besseren Schurken gesegnet - Sherlocks Erzfeind Moriarty. Die Akteure sind mit Lust bei der Sache, die transeuropäische Optik gefällt, der Soundtrack reisst mit, die Pointen sitzen und die Männerbeziehungen stellen einmal mehr alle Damen an den Rand (selbst Noomi "Lisbeth Salander" Rapace in ihrem etwas faden Englisch-Debüt). Der grose Plan Moriartys dürfte noch etwas ausgetüftelter sein und manches grenzt schlicht ans Abstruse, aber Fun ist hier grenzenlos vorhanden.

Kurzkritik von "Manipulation" (* * *)
Der Schweizer Spionagekrimi mit hochkarätiger Besetzung (Klaus Maria Brandauer, Sebastian Koch) hätte vielleicht besser auf die Bühne gepasst und lässt die 60er-Jahre-Ausstattung etwas vermissen. Aber er ist famos gespielt und knifflig erzählt, inklusive einiger spannender Themen Rund um Atombombenprogramm, Fichen und Spionage.

15.12.11
Kritik des Italowesterns Un pistola per Ringo (* * *).
Kritik des pakistanischen Dramas Bol (* * ½).

Kurzkritik von "Nils Holgerssons wunderbare Reise" (* * *)
Fast vierstündige TV-Aufbereitung des Selma-Lagerlöf-Klassikers, co-produziert von Schweden und Deutschland: mit solide animierten sprechenden Tieren und einem etwas unsympathischen, aber putzigen Nils. Die Story beginnt extrem, schleppend, gewinnt aber an Energie und Unterhaltungswert. Grösstes Manko: Man vermisst das famose Titellied der (in Deutschland sehr bekannten) Animeserie.

14.12.11
Kritik des Animes Children Who Chase Lost Voices from Deep Below (* * * ½).
Kritik der Hongkong-Gruselromanze The Haunting Lover (* *).

Kurzkritik von "Drive" (* * * *)
Mal Thriller, Mal Drama, Mal traumwandlerisches Stimmungsstück: Das preisgekrönte Hollywood-Debüt von Nicolas Winding Refn kanalisiert Walter Hills "The Driver" (1978), packt dazu viel Gewalt, ganz viel 80er-Ästhetik, starke Akteure und vor allem die hypnotisch geniale Musik von Cliff Martinez, um daraus einen simpel gestrickte, aber eindringlichen Knüller zu schaffen.

Kurzkritik von "Everything Must Go" (* * ½)
Will Ferrell agiert ungewöhnlich zurückhaltend in diesem Kapitalismus-kritischem Drama, dessen Humor nicht richtig einschlagen will und dessen Dramatik etwas schwächelt. Bett ists aber.

Kurzkritik von "Toast" (* * *)
Sympathische britische Biografie eines angehenden Superkochs, erst nostalgisch angesiedelt in den 60ern, später etwas heterogener auf den Kampf zwischen Sohn und Stiefmutter herauslaufend. Helena Bonham Carter wird dabei leider zur Karikatur - und ihr gegenüber wirkt Freddie Highmore zu passiv. Aber dank einer tollen Startphase, leckeren Rezepten und ein paar gelungenen Pointen allemal gute Unterhaltung.

13.12.11
Kritik des japanischen Actionthrillers The Negotiator: The Movie (* * ½).
Kritik des indonesischen Thrillers Affair (* *).

Kurzkritik von "The Secret of Moonacre" (* * ½)
Mit fantastischen Figuren, aber nur wenig Fantasie ausgestatteter Kinderfilm vom Regisseur von "Bridge to Terabithia". Viele der MacGuffins sind Genre-Klischees, die Schauspieler eher stereotyp und die Tricks Mittelmass. Für junge Freunde des fantastischen Kinos immerhin einen Blick wert.

Kurzkritik von "Hoodwinked Too! Hood vs. Evil" (* * ½)
Unnötige und weit weniger raffinierte Fortsetzung, die ihre 08/15-Geschichte immerhin mit amüsanten Bösewichtern und einigen netten Grimm-Verweisen spickt. Etliche der Sprecher traten für diesen zweiten Durchgang nicht mehr an.

12.12.11
Kritik des japanischen Actiondramas Zatoichi: The Last (* * ½)

11.12.11
Kritik des thailändischen Horrorfilms Ladda Land (* * *).
Kritik des indonesischen Horrorfilms Taring (* * ½).

10.12.11
Kritik des koreanischen Jugenddramas Eighteen (* * ½).

Kurzkritik von "Werner: Eiskalt" (* ½)
Die Zeichentrickszenen des fünften Werner-Films sind nicht so übel wie jene des Vorgängers. Dafür machen amateurhafte Realfilm-Einschübe, die fast 50% des Films einnehmen, allen Goodwill wieder zur Sau.

Kurzkritik von "Midnight in Paris" (* * * ½)
Magisch angehauchte Liebeskomödie von Woody Allen, die sich voll und ganz der Liebe zu Paris verschreibt und etliche Stars in Kleinstrollen als historische Persönlichkeiten auffährt. Für Historiker, Romantiker und Allen-Fans ein Genuss, alle anderen erkennen bald ein paar repetitive Elemente und ermüden über Owen Wilsons typisch zerdehnte Aussprache (wobei diesmal klar Woodys Worte aus seinem Mund kommen).
 

Kurzkritik von "Blue Valentine" (* * * ½)
Erstklassig gespieltes, geschickt montiertes Drama über Liebe, Ehe und das Leben. Manche Szenen sind schmerzhaft, andere enorm sinnlich. Da macht's nicht viel, dass die Story an sich etwas simpel gestrickt ist - lebensecht ist sie allemal.

8.12.11
Kritik der thailändischen Horrorkomödie Rahtree Reborn (* ½).
Kritik der koreanischen Tragikomödie Sunny (* * * ½).

Kurzkritik von "Mission: Impossible - Ghost Protocoll" (* * * ½).
Mit dem vierten Teil der Agentenreihe gibt Trickfilm-Maestro Brad Bird sein Realfilmdebüt und folgt seinem Vorgänger / Produzenten J.J. Abrams, indem er einen hochroutinierten, spannenden Film auf die Beine stellte. Die Logik ist nicht immer da (Supermagnet in einem Serverraum?), es fehlt das Bird'sche Genie und im letzten Drittel sackt die Sache leicht ab - doch es sind zwei Stunden Unterhaltung garantiert, dank charismatischen Stars, geschickter Montage und einiger wahrer Knüller-Szenen. Highlight: Tom Cruise kraxelt am Burj Khalifa herum.

Kurzkritik von "The Infidel" (* * * ½)
Manchmal Farce, manchmal Satire: Die britische Komödie macht sich schlau über religiösen Extremismus lustig und ruft zu Versöhnung auf. Am Ende vielleicht zu absurd und zu brav, aber stets amüsant.

7.12.11
Kritik der Groteske Marquis (* * * ½).
Kritik des Melodramas Grand Hotel (* * * ½).

Kurzkritik von "De Laatste dagen van Emma Blank" (* * *) aka.- Die letzten Tage der Emma Blank
Die rabenschwarze holländische Satire demontiert die Hierarchie der heilen Familie und zeigt auf, wie weit Menschen sich selbst demütigen lassen. Verliert mit der Zeit an Zugkraft und das Ende ist etwas fad, aber die Idee ist gut genug, um den Film zu tragen.
 

Kurzkritik von "The Woman" (* * * ½)
Brutal und schwarzhumorig zeigt Lucky McKee in seiner Weiterführung von "The Offspring" den Horror einer streng patriarchalischen Familie. Die Gewalt richtet sich gegen Frauen, aber die Kritik gegen die Männer - fast schon sexistisch, wie Männer als Wurzel allen Übels dargestellt werden. Spannend erzählt, gut gespielt, schick gefilmt und am Ende recht heftig blutig: ein Film der einfährt.

Kurzkritik von "Wolf Town" (* ½)
Vorhersehbarer und langweiliger Horror um ein paar junge Leute, die in einer menschenleeren Goldgräberstadt auf hungrige Wölfe treffen. Ein paar nette Dialoge am Anfang, danach folgt lange nichts.
 

Kurzkritik von "The Rig (* ½)
Schrecklich lahmes Monsterfilmchen, billig produziert, schwach gespielt, immerhin auf einer echten Ölplattform gedreht. Dass der Plot ein dreistes "Alien"-Ripoff ist, versuchen die Macher nicht mal zu kaschieren: Die Firma, die die Plattform betreibt, heisst Weyland! Letzter Affront: Der unmotivierteste Einsatz von Beethovens schöner Siebter, den ich je in einem Film gesehen habe. Das sollte gleich noch mehr Abzug geben.

6.12.11
Kritik des Bollywood-Dramas That Girl in Yellow Boots (* * * ½).

Kurzkritik von "Crime d'amour" (* * *)
Kristin Scott Thomas und Ludivine Sagnier in einem perfiden Zickenkrieg, der in der zweiten Hälfte raffinierte Thriller-Bahnen einschlägt. Doch die Story bleibt etwas distanziert, die Figuren wollen nicht vollends haften bleiben.

Kurzkritik von "The Lincoln Lawyer" (* * * ½)
Packende Romanverfilmung um Moral im Anwaltsberuf, die Matthew McConaughey zu einer seiner besten Rollen seit Jahren verhilft. 

5.12.11
Kritik von Sion Sonos Thriller Guilty of Romance (* * * ½).

Kurzkritik von "Bergblut" (* * *)
Flammendes Regiedebüt um den Südtiroler Freiheitskampf. Beginnt persönlich und mit feministischer Note, widmet sich später mehr und mehr der Geschichte von Nationalheld Andreas Hofer. Das sorgt für eine etwas heterogene Story, aber prächtige Bilder, mitreissendes Pathos und urchige Dialoge (zum Glück teilweise untertitelt) sorgen für Unterhaltung.

Kurzkritik von "Der Atem des Himmels" (* * ½)
Austria-Popstar Reinhold Bilgeri verfilmte seinen eigenen Roman um eine Lawinen-Katastrophe in Vorarlberg - mit seiner eigenen Frau in der Hauptrolle. Die sieht super aus für ihr Alter, agiert aber recht hölzern, was den ansteigenden Pathos-Gehalt in dem überlangen Werk zunehmend anstrengend macht. Anfänglich aber durchaus unterhaltsam und stets recht authentisch.

4.12.11
Kritik des Hongkonger Partydramas Lan Kwai Fong (* * ½).
Kritik der Hongkonger Liebeskomödie Summer Love Love (* *).

3.12.11
Kritik des Bollywood-Actionthrillers Force (* * *) mit John Abraham.

1.12.11
Kritik des japanischen Dramas Secret (* * *).
Kritik des japanischen Erotikdramas Street of Joy (* * ½).

Kurzkritik von Roman Polanskis "Carnage" (* * * *)
Roman Polanski steckt vier erstklassige Schauspieler in einen Raum und beobachtet, wie ihre Charaktere hochgehaltene Ideale über Bord werfen und ihre Masken aus Verlogenheit und Nettigkeiten ablegen. Manchmal zum Gröhlen komisch und stets brutal böse.

30.11.11
Kritik des chinesischen Historiendramas 1911 (* * ½) - dem 100. Film Jackie Chans.

Kurzkritik von "Le Mac" (* * *)
Grobschlächtige Posse aus Frankreich um einen Gangster und seinen Zwillingsbruder, der seine Rolle übernehmen muss. Macht jedoch überraschend viel Spass, auch wenn das Grundmuster der Story bekannt ist - siehe etwa "Don" aus Indien.

Kurzkritik von "Arena" (* ½)
Samuel L. Jackson dirigiert blutige Kämpfe fürs Internet-Publikum: reisserisch, formelhaft und ziemlich dumm. Aber die Fights sind immerhin schön blutig.

Kurzkritik von "The Ides of March" (* * * ½)
George Clooney hat in seiner vierten Regiearbeit nicht viel Neues zu sagen über den Verlust von Idealismus, Integrität und Moral in der Politik - aber er tut es mit famosen Akteuren, viel Kurzweil und einigen famosen Szenen. 

29.11.11
Kritik des Italowesterns Django (* * * *).
Kritik des japanischen Katzenfilms Neco-Ban Cats in Your Life (* ½).

Kurzkritik von "Benvenuti al sud" (* * *)
Das offizielle Italo-Remake des französischen Hits "Bienvenue chez les Ch'tis" kam etwas gar schnell, da es dieselbe Story einfach nach Italien verlegt, und daher nur mehr vom selben präsentiert. Doch die Gags amüsieren, die Charaktere sind sympathisch und einige Italien-spezifische Modifikationen funktionieren gut.
 

Kurzkritik von "Stonehenge Apocalypse" (* ½)
Der Syfy Channel produzierte schon üblere Katastrophenfilme als diesen. Doch der wissenschaftlich-spirtuelle Unterbau ist bloss Humbug, die Umsetzung laienhaft an fast allen Ecken. Zum Glück gibts mehr oder weniger unfreiwillige Lacher und eine kurzweilige Nonsens-Story (jedenfalls im Vergleich zum Syfy-Durchschnitt)

28.11.11
Kritik des Pinkfilms Underwater Love (* * *):
Kritik des japanischen Sci-Fi-Films Gantz: Perfect Answer (* * ½)

Kurzkritik des Dramas "Trust" (* * * ½)
"Friends"-Schauspieler David Schwimmer ist Mitglied einer Anti-Vergewaltigungs-Organisation und packte dieses Thema in seiner engagierten Regiearbeit an. Entstanden ist ein manchmal zu verbissenes, aber immerzu bewegendes Drama über eine 14-Jährige, die im Internet auf einen Vergewaltiger hereinfällt. Stark besetzt mit Clive Owen und Catherine Keener als Eltern, doch die junge Debütantin Liana Liberato stiehlt ihnen mit ihrem eindringlichen Spiel die Show. Sozusagen das bittere ironische Zückerchen ist, dass Owens Figur als Werber arbeitet und in einigen (vielleicht zu offensichtlichen) Szenen darauf hingewiesen wird, dass auch er seinen Anteil an der Sexualisierung der Gesellschaft hat.

Kurzkritik von "Cat Run" (* * ½)
Comichaft überzeichnete Actionkomödie um östeuropäische Schlampen, schmierige Politiker und tölpelhafte Detektive. Doch ihnen allen stielt Janet McTeer als eiskalte Killerin mühelos die Show - und nicht nur, wenn sie Sätze sagt wie "The only difference between you and me is when I blow people away, the don’t ejaculate on my chest". Ein Film mit Höhepunkten, aber viel Forciertem und viel Mittelmass.

Kurzkritik von "Something Borrowed" (* * ½)
Amüsante, aber etwas sterile Romantik-Komödie nach einem Bestseller, und ok besetzt mit Ginnifer Goodwin und Kate Hudson.

Kurzkritik des griechischen Dramas "Kynodontas - Dogtooth" (* * * ½)
Das krasse griechische Drama tendiert stark Richtung Farce und wurde für seine mutige Darstellung einer Familie unter selbstauferlegter Quarantäne für einen Fremdsprachen-Oscar nominiert. Der Stil ist nüchtern, der Sex direkt, die Gewalt omnipräsent - eine manchmal etwas zähe, aber stets atmosphärische Parabel über eine Welt der totalen Kontrolle.

27.11.11
Kritik des koreanischen Kriegsfilms The Front Line (* * * ½)

26.11.11
Kritik des koreanischen Thrillers Blind (* * *)

25.11.11
Kritik des indischen Historiendramas Urumi (* * *).
Kritik des japanischen Monsterfilms Raiga (* *)

Kurzkritik von "Rare Exports" (* * * ½)
Der finnische Mix aus Grusel und Kinderfilm erinnert an das Schaffen von Joe Dante, mit einem Touch von John Carpenters "The Thing" - ist aber ein Weihnachtsfilm! Und erst noch einer, der Leute mit offenem Geist bestens unterhält, ja sogar für etwas ältere Kinder geeignet ist, die nicht zu sehr zu Albträumen neigen … 

Kurzkritik von "Vikaren: The Substitute" (* * *)
Der Norweger Ole Bornedal erzählt von einer Lehrerin aus dem All und ihren Schülern, die sie bekämpfen. Am Anfang ganz toll, gegen Schluss etwas ziellos. Aber Paprika Stehen ist als böse Lehrerin dauerhaft ein Genuss.

24.11.11
Kritik des japanischen Monsterfilms Reigo (* ½)

Kurzkritik von "Mr. Popper's Penguins" (* * ½)
Zu formelhafte, unglaubwürdige und vorhersehbare Komödie, die aber ein paar Pointen auf Lager hat - Jim Carrey und seinen CGI-Pinguinen sei Dank.

Kurzkritik von "Leningrad Cowboys Go America" (* * *)
Der erste Film der Kultband mit den irren Frisuren: Witzig und schräg inszeniert von Aki Kaurismäki, dazu gibts noch coole Musik.

Kurzkritik von "Leningrad Cowboys Meet Moses" (* *)
Langweilige Fortsetzung von Aki Kaurismäkis Kultfilm. Die Musik ist noch immer ganz ok, aber der Plot reisst nie mit.

23.11.11
Kritik des Westerns She Wore a Yellow Ribbon (* * * ½).

Kurzkritik von "Tom Horn" (* * *)
Der zweitletzte Film des vom Krebs gezeichneten Steve McQueen war geprägt von Produktionsproblemen (u.a. Krach zwischen Regisseur und Star) und floppte danach. Doch imposante Bilder und eine ebenso melancholische wie kritische Geschichte entschädigen für die Holperer und die etwas langsame Erzählweise dieses Spätwesterns.

Kurzkritik von "Gun" (* *)
Fuck, Nigger, Motherfucker - dieser von 50 Cents geschriebene und mit einer lahmen Hauptrolle "gesegnete" B-Thriller flucht sich von einem Klischee zum nächsten, ohne je echt zu packen. Möchte "Departed" sein, ist aber nur Fliessbandware, immerhin mit kurzer Laufzeit und AnnaLynne McCord als superschönem Eye candy …

Kurzkritik von "Die Relativitätstheorie der Liebe" (* * ½)
In dem amüsanten, aber ebenso ziel- wie einfallslosen Spass spielen Katja Riemann und Olli Dittrich alle Haupt- und einige Nebenrollen. Das bringt wenig Mehrwert, schadet dem Film aber auch nicht.

Kurzkritik von "Les petits mouchoirs" (* * * ½)
Mit 148 Minuten viel zu lange Ensemble-Tragikomödie aus Frankreich, die jedoch mit einigen köstlichen Szenen, wunderbaren Stars und vielen Lebensweisheiten aufwartet. Das alles mündet in den wunderbaren Einsatz einer"My Way"-Coverversion im rührenden Finale. Überhaupt erstaunt, wie viele (englischsprachige!) Lieder hier gut eingesetzt werden.

22.11.11
Kritik von The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 1 (* *)
Kritik des Kultfilms Possession (* * * *) mit Sam Neill und Isabelle Adjani.

Kurzkritik von "Wrecked" (* *)
Adrien Brody als Mann, der verunfallt im Wald liegt - und sich erinnern muss, was passierte. Das simple Konzept erinnert an "Buried", aber ohne ansatzweise dessen Intensität zu erreichen. Die Auflösung ist überraschend banal.

21.11.11
Kritik des kambodschanischen Dramas Gibier d'élevage (* * * ½).
Kritik des Animes Redline (* * *).

Kurzkritik von "Fliegende Fische" (* * *)
Angenehm schräge Komödie der Schweizerin Güzin Kar mit deutscher Besetzung, angeführt von der schön saloppen Meret Becker. Manchmal eine Sur zu forciert, aber stets kurzweilig.

20.11.11
Gestern war "Anno 2070"-Tag, daher keine Reviews. Heute ist "Starcraft"-Tag beim Barcraft Zürich, aber immerhin eine Review:
jene der thailändischen Liebeskomödie A Crazy Little Thing Called Love (* * *).

Und ich häng noch die Kurzkritik zum letzten Film aus der Basil-Dearden-Collection an: "All Night Long" (* * ½):
Basil Dearden verlegt Shakespeares "Othello" ins Milieu eines Jazzclubs und schuf so einen durchaus cool-relaxten Film, der sich aber trotz bescheidener Laufzeit endlos anfühlt und mit seinem überstrapazierten Jazz-Soundtrack die Musikfreunde eher anspricht als die Cineasten.

Für einen reichts doch noch:
Kritik des indonesischen Horrorfilms Pengantin topeng (* *).

18.11.11
Kritik des koreanischen Horrorfilms Ghastly (* * ½).

Kurzkritik von "Rise of the Planet of the Apes" (* * * ½)
Packende Vorgeschichte mit einigen grandiosen Szenen, aber einer etwas gar vorhersehbaren Geschichte, die in einen Sequel-erzwingenden Schluss mündet. Aber auf alle Fälle besser als erwartet.

Kurzkritik von "Curious George 2: Follow That Monkey!" (* * ½)
Harmlos-symapthische Fortsetzung, die sich einzig an Kinder richtet, aber keine neuen Ideen aufweist. 

Kurzkritik von "The Nutcracker in 3D" (* *)
Der Holocaust als Musical? Der wuchtig überproduzierte Kinderfilm von Andrey Konchalovskiy ("Runaway Train") verwurstet Tschaikowskis Musik und Hoffmanns Story zu einem leb- und lieblosen Spektakel, bei dem die Schurken in Nazi-Uniform Spielzeug-Pogrome durchführen. Eher verstörend als inspirierend.

Kurzkritik von "Barney's Version" (* * * ½)
Etwas umständlich erzählte, aber brillant gespielte und überraschend witzige Romanverfilmung mit Paul Giamatti in bester Ekellaune.

16.11.11
Kritik des Italowesterns Quién sabe? (* * * ½).
Kritik der japanischen Tragikomödie I Wish (* * *).
Kritik des modernen Stummfilms The Artist (* * * *).

Kurzkritik von "La reine soleil" (* * *)
Kurzweiliger französisch-belgischer Zeichentrickfilm, dessen rudimentärer Animationsstil etwas Eingewöhnungszeit benötigt, aber danach überzeugt. Schön auch, dass als Vorlage die Werke des Ägyptologen Christian Jacq dienten, was dem Abenteuer durchaus fundierte Elemente beisteuert.

Kurzkritik des Dramas "Victim" (* * * ½)
Das Drama von Basil Dearden thematisiert für seine Entstehungszeit mutig die Erpressung von Schwulen - zumal Homosexualität damals noch illegal war. Mit Dirk Bogarde spielte erstaunlicherweise ein zeitlebens Nicht-geouteter Homosexueller die Hauptrolle, was das stimmig im Thriller-Stil inszenierte Werk noch facettenreicher macht.

15.11.11
Kritik des Westerns Fort Apache (* * * *).
Kritik der Bollywood-Komödie Chatur Singh Two Star (* ½).

Kurzkritik von "Larry Crowne" (* * ½)
Stets sympathische zweite Regiearbeit von Tom Hanks, bei dem Hanks und Julia Roberts sympathisch harmonieren. Doch daraus entwickelt sich ein all zu formelhaftes Wohlfühlfilmchen, bei dem Dramatik stets im Keim erstickt wird und stattdessen etwas gekünsteltem Kitsch weicht. 

Kurzkritik von "Henry's Crime" (* * ½)
Gut gespielte, aber nach spritzigem Start eher dröge Gaunerkomödie, die Theater und Kriminalität vereint - und dabei stets etwas gesucht wirkt. Keanu Reeves kann in der Hauptrolle zudem nicht ganz mit seinen Co-Stars Vera Farmiga und James Caan mithalten.

14.11.11
Kurzkritik von "Habemus Papam" (* * * ½)
Nanni Moretti nimmt die katholische Kirche aufs Korn, aber mit viel Liebe. Seine Geschichte um den frisch gewählten Papst, der keiner sein will, ist vor allem am Anfang brillant in seinem subtilen Witz. Erst gegen Ende franst die Story etwas aus und Motetti (als Schauspieler) wirkt etwas wie ein Fremdkörper. Nichtsdestotrotz so scharfsinnig wie sympathisch.

Kurzkritik von "The Son of No One" (* *)
Ein auf dramatisch gemachter Polizeifilm, dessen Wendungen man erahnt und über dessen holprige Erzählweise man sich nervt. Im Finale gehts dann vollends den Bach runter. Schade um die verheizten Stars wie Channing Tatum, Al Pacino, Juliette Binoche und Ray Liotta.

13.11.11
Kritik des taiwanesischen Mysterydramas Make up (* * ½).
Kritik des japanischen Dokfilms A Man Vanishes (* * ½).

Kurzkritik von "Arthur Christmas" (* * *)
Kurzweilige, temporeiche und recht witzige Trickfilm-Komödie mit viel Weihnachts-Feeling. Vom Kultstudio Aardman, das nach "Flushed Away" den zweiten Computertrickfilm abliefert, hätte man etwas mehr erwartet - an den Charme von ihren Knetgummi-Klassiker kommt der Film tatsächlich nie und nimmer heran. Doch für rund 90 gelungene Minuten ist "Arthur" gut genug.

Kurzkritik von "Rabbit Hole" (* * * *)
Ein manchmal amüsanter, jederzeit ungemein bewegender und schockierend ehrlicher Blick auf den Umgang mit Trauer. Nicole Kidman, Aaron Eckhart und Diane Wiest spielen famos.

Kurzkritik von "Sapphire" (* * * ½)
Der britische Regisseur Basil Dearden mischt ebenso fesselnd wie kritisch einen klassischen Mörderkrimi mit etwas Pulp und ganz viel Gesellschaftskritik: Rassenhass wird hier in nahezu jeder Szene spürbar gemacht, manchmal plakativ, aber für seine Zeit stets zielsicher.

Kurzkritik von "The League of Gentlemen" (* * * ½)
Gewitzter "Heist-Film" des Briten Basil Dearden, der die bekannte Formel ebenso spannend wie souverän gespielt umsetzt. An den englischen Kinokassen ein grosser Erfolg.

10.11.11
Kritik des taiwanesischen Dramas Honey Pupu (* * ½).

Kurzkritik von "Akadimia Platonos" alias "Kleine Wunder in Athen" (* * ½)
Sympathische Herumhängerkomödie, die im Rahmen der "die faulen Griechen sind selber Schuld an ihrer Finanzkrise"-Diskussion einen ungewollten Beigeschmack bekommt. Doch trotz der Gelassenheit in Inszenierung und Story wirkt das Ganze etwas lehrmeisterlich und dünn. 

Kurzkritik von "Puss in Boots" (* * * ½)
Nötig war dieser "Shrek"-Ableger nicht, aber er geriet erstaunlich gut: Mit Antonio Banderas in gewohnter Stimmgeber-Bestlaune, schwungvoller Action und gelungenen - oft etwas zu doppeldeutigen - Witzen. Ganz besonders niedlich fand ich als Katzenfreund, dass die Viecher zwar kämpfen und reden, aber manche Marotten von echten Kätzchen bewahrt haben. Das sorgt denn auch für so manche gelungene Pointe. 

Kurzkritik von "Sharpay's Fabulous Adventure" (* *)
Dem High-School-Musical-Ableger fehlt es an schwungvollen Songs und peppiger Inszenierung. Die Gags funktionieren halbwegs, doch es ist zu wenig Überraschendes an dem ganzen Film.

9.11.11
Wie peinlich: Die DVD ist schon seit Ende letztes Jahr draussen - und ich hab sie schlicht übersehen. Und das bei einem Yoji-Yamada-Film. Verdammt! Nun also die Kritik von About Her Brother (* * * ½).

Kurzkritik von "Mr. Nice" (* * *)
"Candyman"-Regisseur Bernard Rose verfilmte das spektakuläre Leben eines Haschisch-Grossdealers in den 70ern und 80ern, mit Rhys Ifans in der relaxten Hauptrolle, viel Retro-Schick und sympathischen Witz. Vor allem die subjektive Erzählstimme des Protagonisten verleiht dem Ganzen eine angenehme Doppelbödigkeit. Was indes fehlt sind echte Einblicke, tief gehende Analysen der Figuren oder der Beziehung zur IRA. Alles wirkt ein wenig zu beliebig und harmlos. Aber ein unterhaltsamer Film allemal.
 

Kurzkritik von "Stan Helsing" (* ½)
Eine oft peinliche Parodie von Monsterfilmklischees, bei der ich doch immerhin ein paar Mal schmunzeln musste (die sexistischen Gags um die sexy Begleiterinnen sorgten hauptsächlich dafür) - aber kein einziges Mal herzhaft lachen. Ganz in der Tradition von "Superhero Movie", "Date Movie" und solchem Müll. Dabei waren solche Gag-pro-Sekunde-Parodien doch früher mal lustig …
 

Kurzkritik von "Bong of the Dead" (½)
Der Regisseur werkelte jahrelang fast im Alleingang an diesem Herzensprojekt und hat eine grosse Liebe für Horrorfilme und Kifferkomödien. Nur leider schafft er es nie, diese ultrabillige Mixtur unterhaltsam zu gestalten, sieht man mal von den Splatter-Effekten ab. Man möchte Sympathien haben für den Film, aber angesichts der unterirdischen Präsentation ist das fast unmöglich. 

8.11.11
Kritik der chinesischen Fantasykomödie Mr. and Mrs. Incredible (* * ½).
Kritik der japanischen Tragikomödie Sawako Decides (* * *).
Kritik des koreanischen Dramas Boy (* * *).

Kurzkritik von "Red State" (* * *)
Kevin Smiths mit viel Getöse lancierter Mix aus Horror, Action und Religionskritik. Das Ganze wirkt etwas heterogen und kommt verkrampft, ja verbittert rüber. Doch die Seitenhiebe auf Ultrareligiöse und (gegen Ende) die Willkür der Staatsgewalt sitzen, die Schauspieler sind souverän, die Inszenierung packt.

7.11.11
Kurzkritik von "Hanna" (* * * ½)
"Atonement"-Regisseur Joe Wright wechselt das Genre und drehte einen packenden Rachethriller mit der tollen Saoirse Ronan als kindliche Killerin. Die pulsierende Musik der Chemical Brothers, der psychedelische Schnitt, die recht grobe Action, die kuriosen Figuren und die Märchen-Elemente (u.a. Cate Blanchett als eiskalte Hexe / böse Stiefmutter) verleihen dem Ganzen einen sehr speziellen Touch. Nicht immer logisch und die Story bleibt etwas zu dünn, aber höllisch gute Unterhaltung liefert der Film allemal.

Kurzkritik von "Barbie: A Perfect Christmas" (* ½)
Verstörend mies animiertes Marketing-Vehikel mit einer lauen Weihnachtsgeschichte und weichgespülten 08/15-Songs. Aus dieser Serie ist die Luft endgültig raus, seit keine Märchenstoffe mehr als Vorlage dienen.

Kurzkritik von "Bad Teacher" (* * ½)
Rüde Komödie mit Cameron Diaz in bester Schlampen-Laune. Die Gags verlieren rasch an Schmiss und die Story gibt nicht viel her. Aber ein paar der geschmacklosen Pointen treffen ihr Ziel dennoch.

Kurzkritik von "Léon Morin, prêtre" (* * * ½)
Für Jean-Pierre Melville ein ungewohnt stilles Drama mit eindrücklichen Darsteller-Leistungen, u.a. vom jungen Jean-Paul Belmondo. Aber es ist etwas wenig "dran" an dem Film.

4.11.11
Kritik des Bollywood-"Historienfilms" Gandhi to Hitler (*)

3.11.11
Kritik des Bollywood-Kinderfilms Chillar Party (* * ½).
Kritik des japanischen Pinkfilms Anarchy in (Ja)panty (* * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Peppermint Candy (* * * ½).

2.11.11
Kritik von Tarsems Fantasyfilm Immortals (* * *)

1.11.11
Kritik der Fantasyromanze Rest on Your Shoulder (* *)
Kritik des Animes
Welcome to the Space Show (* * * ½)

31.10.11
Das Games-Only-Weekend ist vorbei - aber heute wieder mehr oder weniger regulärer Betrieb. Angefangen mit:

Der Kritik von The Lost Bladesman (* * ½)

27.10.11
Kritik des Sowjet-Stummfilms Novyy Vavilon (* * * ½) aka. "Das neue Babylon"
Kritik des koreanischen Horrorfilms White - Melody of Death (* * ½).

Kurzkritik von "Blitz" (* * ½)
Typischer Jason-Statham-Reisser mit Selbstjustiz-Beigaben und soliden Co-Stars. Wäre vielleicht noch ein netter Reisser, wenn nicht alles daran so bekannt wirken würde.

Kurzkritik von "The Guard" (* * * ½)
Schwarzhumorige, kultig inszenierte, stark gespielte und mit einem schicken Soundtrack unterlegte Iren-Komödie vom Bruder des "In Bruges"-Regisseurs.

Kurzkritik von "Beginners" (* * * ½)
Hochsympathisches und ironisch gespicktes Drama mit Ewan MacGregor, der erst erfährt, dass sein Papa schwul war - und dann auch noch im Sterben liegt. Ein behutsames Kleinod.

25.10.11
Kritik der japanischen Episodenkomödie Quirky Girls and Gals (* * *).
Kritik des thailändischen Trashfilms The Killer Elephants (* ½).

Kurzkritik von "SoulBoy" (* * ½)
Simpel gestrickte Geschichte um Liebe, Drogen und nordenglischen Soul, bevölkert mit Stereotypen und Klischees. Martin Compston spielt die Hauptrolle gut, ein paar Dialoge knistern, aber das wars auch schon bald. 

Kurzkritik von "The Tripper" (* * ½)
Blutiges, witziges Regiedebüt von David Arquette, dessen holprige Inszenierung und zu verkrampfte Ironisierung nicht richtig zünden will. Ganz nett, aber da hätte mehr dringelegen.

Kurzkritik von "Des hommes et des dieux (* * * ½)
Seelenruhiger, humanistischer Appell an das Gute im Menschen, aufgehängt an der wahren Geschichte um französische Mönche, die in religiös-politische Wirren in Algerien geraten. Die Frage, ob die passiv duldsame europäische Christlichkeit das richtige Mittel gegen eine Radikalisierung und Pervertierung des Islams ist, wird leider nicht angesprochen - dafür wird dem zwischenreligiösen Hass eine deutliche Absage erteilt, um im gleichen Atemzug die Güte und Menschlichkeit herauszustreichen. Ein Film mit Längen und leichtem Hang zur Schulmeisterlichkeit, aber stets einfühlsam und erbaulich.

24.10.11
Kurzkritik von "Anonymous (* * * ½)
Nicht sehr differenzierte Shakespeare-Verschwörungsgeschichte, die Roland Emmerich aber ungewohnt dramatisch und cineastisch eindringlich auf die Leinwand bringt. Die Darsteller sind famos, die Geschichte schön knifflig und packend, die Ausstattung Tricks gefallen. Grösstes Manko ist indes die eine Spur zu vertrackte Story, die es vor allem am Anfang schwierig macht, in die Rückblende-in-Rückblende-in-Rückblende-in-Rückblende-Struktur einzutauchen. Emmerich tut sein Bestes, damit man alles versteht, aber es drängt sich die Frage auf, ob diese Verschachtelung überhaupt was bringt.

Kurzkritik von "Kung Fu Panda 2" (* * * ½)
Weniger Witz als im Original, aber dafür noch mehr Action und noch mehr Star-Sprecher: ein Trickfilm mit hohem Unterhaltungswert und beeindruckenden Schauwerten, ohne dabei seine Verehrung für die chinesische Kultur, namentlich das Kung Fu, zu vergessen.

Kurzkritik von "Hexe Lilli: Die Reise nach Mandolan" (* * ½)
Nicht mehr sonderlich inspirierte, aber immerhin unterhaltsame Fortsetzung, die für die Kleinen ganz solide Unterhaltung bietet - nicht zuletzt dank Michael Mittermeiers kleinem Drachen. 

23.10.11
Kritik der Bollywood-Liebeskomödie Mere Brother Ki Dulhan (* * ½).

22.10.11
Kritik des Kriegsfilms Verdun, visions d'histoire (* * * ½).

Kurzkritik von "The Take" (* * ½)
Solider Mix zwischen Thriller und Drama, von John Leguizamo stark gespielt. Aber der Plot um einen Geldtransport-Fahrer, dessen Leben nach einem Überfall aus den Fugen gerät, verliert am Ende an Schuss und bleibt nicht lange hängen.

Kurzkritik von "Without Men" (* ½)
Ziemlich prominent (u.a. Eva Langoria, Christian Slater) besetzte Farce, die schöne Frauen und Lesben-Erotik auffährt, um das Publikum anzulocken, es dann aber mit unentschlossenem Ton und nichtiger Story wieder zu verscheuchen. Zwei, drei Gags sind amüsant, der Rest gehört eher in die Kategorie "peinlich".

20.10.11
Kritik des Antarktis-Dokfilms South (* * *).
Kritik des koreanischen Horrorfilms The Cat (* * ½).

Kurzkritik von "Atrocious" (* * ½)
Ein weiterer spanischer "Found Footage"-Horror, diesmal auf "Blair Witch"-Spuren. Von der Atmosphäre her recht gelungen, aber es passiert zu wenig Mysteriöses, das Ende wirkt gesucht und zu wenig unheimlich. Stattdessen gibt’s das übliche Kameragewackel mit hier zunehmend anstrengendem Beigeschmack.

Kurzkritik von "Cedar Rapids" (* * * ½)
Frech amüsante und doch auch kritische und menschelnde Independent-Komödie vom Regisseur von "The Good Girl", besetzt mit "Hangover"-Star Ed Helms und John C. Reilly. Letztendlich aber doch ein wenig brav.

19.10.11
Kritik von John Fords The Hurricane (* * * ½).
Kritik des Actionfilms Ninja Girl (* *).
Kritik des Bollywood-Blockbusters Bodyguard (* * ½).

Kurzkritik von "Giallo" (* *)
Ein müder Abklatsch der klassischen Gialli, vom ehemaligen Genre-Gott Dario Argento erstaunlich lustlos und oft an albern grenzend inszeniert. Doch wirklich schlecht ist vor allem Emmannuelle Seigner- die ich schauspielerisch noch nie mochte, und hier wahrlich übel agiert. Positiv herauszuheben sind höchstens der solide Anfang, die Brutalität sowie ein paar Anspielungen auf Giallo-Klassiker.

Kurzkritik von "La tête en friche" (* * *)
Charmante kleine Komödie von Altmeister Jean Becker, in der Gérard Depardieu wunderbar mit der 95-jährigen Gisèle Casadesus über Literatur und das Leben fachsimpelt. Einfach gestrickt, aber très sympathique.

18.10.11
Kurzkritik von "The Adventures of Tintin" (* * * *)
Ich hätte mit den Film als Live-Action gewünscht, doch dank Trickfilm-Umsetzung sind Regisseur Steven Spielberg und Produzent Peter Jackson vom Geist her ganz nah dran an der Vorlage von Hergé: Ihr kurzweiliger Animations-Knüller ist Tempo und Unterhaltung pur, gespickt mit viel Witz und einigen virtuosen Szenen. Die Verfolgungsjagd durch Bagghar ist atemberaubend umgesetzt von einem Mann, der weiss, wie man eine Sequenz mit Energie dreht. Der Vorspann knistert mit Stil. Das Finale mit den kämpfenden Kränen fährt glorios Ideen auf. Dass manche Figuren etwas kühl wirken (vor allem der glatte Tim und der kurios detailarme Struppi) mag ein Nachteil sein, doch dies ist im Herzen ein Comic, voller Hommagen an Hergé, umgesetzt von Leuten, die Tim & Struppi augenscheinlich lieben. Einer der am kompromisslos unterhaltsamsten Filmen der letzten Zeit und ganz auf der Linie von Steven Spielbergs früheren Werken.

Kurzkritik von "Powder Blue" (* *)
Jessica Biels Strip-Szenen sind das einzig Aufregende in diesem quälend langsamen und pathetischen Episoden-Melodrama, bei dem Forrest Whitaker todessehnsüchtig chargiert und auch die anderen Darsteller (u.a. Patrick Swayze in seiner letzten Rolle) sich unter Wert verkaufen. 

Age of Heroes (2011) * * ½ Eine klischeereiche, aber solide gespielte und inszenierte Heldengeschichte um eine von "James Bond"-Autor Ian Fleming rekrutierte Truppe, die in Norwegen gegen Nazis kämpft. Die Bösen sind hier richtig böse, die Helden dafür heldenhaft - und am Ende geht alles viel zu schnell. Ein Film mit einem Hauch von Potential, das er aber nie wirklich ausschöpft. Folgerichtig debütierte er auf DVD …

17.10.11
Kritik von Akira Kurosawas The Most Beautiful (* * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Poongsan (* * *).

Kurzkritik von "American Violet" (* * *)
Simpel inszenierte und geradlinig erzählte, aber allemal souverän gespielte Tatsachenverfilmung um einen rassistisch motivierten Polizei-Eingriff in Texas. Fast rutscht der Film in "gut gemeint, mehr nicht"-Gefilde ab, aber er ist zu unterhaltsam und bewegend.

Kurzkritik von "Hell" (* * * ½)
Das von Roland Emmerich geförderte Regiedebüt des Baslers Tim Fehlbaum vermischt klassisches Endzeitkino mit Horror- und Öko-Elementen - mit nicht ungeheuer innovativem, aber eindrücklichem Resultat. Durch das strapazierend helle Licht wird die bayrische Landschaft zu einer Hölle auf Erden, in der die starken Schauspieler um Hannah Herzsprung Entsetzliches durchmachen. Die Optik sorgt für Stimmung, der Plot ist deftig und eine Tötung am Ende lässt fast jubeln. So muss deutschsprachiges Genre-Kino sein.

16.10.11
Kritik des japanischen Actionfilms Gachi Max (* ½).
Kritik von Akira Kurosawas The Men Who tread on the Tiger's Tail (* * *).

15.10.11
Kritik des Stummfilmdramas Visages d'enfants (* * * *).
Kritik des japanischen Melodramas From Me to You (* *).

Kurzkritik von "F" (* * *)
Was als wahrer Lehrerhorror beginnt, indem der brillant spielende David Schofield von Schülern, Familie und Vorgesetzten gleichermassen ins Abseits gestellt wird, entwickelt sich bald zu einem B-Horror mit Anleihen bei "Assault on Precinct 13" und viel personifizierter Angst vor gewalttätigen Jugendlichen. Das Ende kommt übereilt, die Bedrohung ist etwas zu anonym gehalten - aber dies ist ein feines, kurzes, intensives Regiedebüt.

Kurzkritik von "Dark Matter" (* * *)
Basierend auf dem University-of-Iowa-Anoklauf von 1991 drehte der Opernregisseur Chen Shi-Zheng in den USA sein Filmdebüt: Ein durchaus interessanter Mix aus Jugenddrama, Kritik am Bildungswesen und psychedelisch angehauchtem Wissenschaftsfilm. Etwas sperrig inszeniert und mit dem Hauch zum Prätentiösen, doch es gibt immer wieder umwerfende Szenen dazwischen. Meryl Streep tritt in einer Nebenrolle auf.

Kurzkritik von "Ironclad" (* * *)
Formelhaft zwischen "The Alamo" und hundert Pseudo-Historienfilmen erzählt der Film eine simple Story mit bescheidenem menschlich-emotionalen Unterbau. Aber bei den Schlachten gehts voll ab: Sie sind zu hektisch geschnitten, aber so heftig, so dreckig, so verdammt brutal, dass man mitjauchzt. Dass die FSK solch eine Schlachtplatte ab 16 Jahren durchgewunken hat, ist bemerkenswert.

Kurzkritik von "The Burning Plain" (* * ½)
Der Drehbuchautor der verschachtelten Iñárritu-Filme "Amores perros", "21 Grams" und "Babel" gibt sein Regiedebüt - und scheitert an sich selbst. Die Nicht-Chonologie seines Skripts hat man nämlich als Schema schnell erkannt, doch verliert man angesichts der unnötigen Cuts zwischen den Zeitebenen immer wieder die Orientierung, ohne wirklich etwas daraus zu gewinnen. Die Darsteller um Kim Basinger, Charlize Theron und Jennifer Lawrence sind famos, aber durch Erzählweise und distanzierte Inszenierung saugt Guillermo Arriaga alle Emotionen aus seinem Stoff.

13.10.11
Kritik der Hongkong-Komödie Treasure Inn (* * ½).

Kurzkritik von "Real Steel" (* * * ½)
Boxklischees, Kitsch und Überlänge - und alles irgendwie egal. In seinem ersten richtig guten Film vermischt Shawn Levy eine sentimentale Vater-Sohn-Geshcichte mit trickreichen Roboter-Fights und gutem alten Sportfilm-Drama. Das reisst mit, das amüsiert, das rührt manchmal zu Tränen. Hugh Jackman ist voll im Element und sein sympathischer Filmsohn ist treffsicher besetzt. Sicher nicht für Zyniker, aber ich hatte Spass.

Kurzkritik von "Weisse Lilien" (* * ½)
Der österreichische Film blickt in eine nahe Zukunft, in der Totalitarismus und Überwachung normal sind, und die Bewohner einer labyrinthischen Hochhaussiedlung langsam durchdrehen. Fiebrig, atmosphärisch, gewagt-  aber leider auch verkünstelt und verwirrend, wobei das wohl durchaus die Absicht hinter dem Wahnsinn/Realitäts-Mix ist. Durchaus ein faszinierender Film, nur nicht mein Ding.

12.10.11
Kritik des Bollywood-Dramas Not a Love Story (* * ½).
Kritik des deutschen Abenteuerfilms Durch die Wüste (* * ½).

Kurzkritik von "Honey 2" (* ½)
Ein weiterer Tanzfilm voller Poser, Machos und Zicken, die ihre Dialoge zuckend und schreiend vortragen, als würden sie Shakespeare üben - und in Wahrheit nur die immergleichen Phrasen dreschen. Dazwischen wird akrobatisch getanzt, aber ich kann diese Tanz-Battles bei denen die Leute wie räudige Tiere gegeneinander antanzen nicht mehr sehen. Yo bitch, man, this film is da shit! 

Kurzkritik von "Killer Elite" (* * *)
Hochroutiniert im Retro-Look inszenierter Thriller, der auf wahren Begebenheiten basiert und Jason Statham und Clive Owen im Killer-Duell zeigt. Schicke Locations, sauberer Look, hohes Tempo - leider wird das Ganze bald repetitiv, es schleichen sich gegen Ende Längen ein. Und über ein paar Logiklöcher muss man hinwegsehen. Auch darüber, dass Robert De Niro für einen Profikiller seine Waffe sehr seltsam hält.

11.10.11
Kritik des sowjetischen Stummfilmdramas Proekt inzhenera Prayta (* *).

Kurzkritik von "Happiness Runs" (* * ½)
Manchmal plakativer, oft erschreckender, hin und wieder gar eindringlicher Abgesang auf das Leben in der Kommune. Der mit Sex und Drogen geschwängerte Plot plätschert am Ende einfach aus, einige Figuren verkommen zu Randnotizen, aber die zentralen Teenager sind überzeugend genug, um den Film zumindest sehenswert zu machen.

Kurzkritik von "Uncertainty" (* * ½)
Der Genre-Mix mit Joseph Gordon-Levitt ist unsicher darüber, wohin er gehen will: Er beginnt als Was-Wäre-Wenn-Schicksalsfilm à la "Sliding Doors" und macht daraus 50% Thriller und 50% Beziehungsdrama - nur führen beide auf halbspannenden Irrwegen zu recht wenig. Nett anzusehen aber allemal.

Kurzkritik von "The Dead" (* * *)
Der simpel betitelte Zombiefilm der Ford-Brüder lebt ganz von seinem Drehort: Entstanden in Ghana, besetzt mit etlichen Einwohnern als Statisten, bekommt der Film seine ganz eigene Aura und eine ganz heisse Optik. Am Anfang sind die Zombies richtig bedrohlich, doch nach langer Wanderschaft wirkt das Ganze doch etwas ziellos und am Ende überhastet.

Kurzkritik von "Bunraku" (* * ½)
Mit Josh Hartnett, Japan-Star Gakt und Ron Perlman cool besetzter Thriller, der sich postmodern zwischen Grossstadtwestern, Film noir und Comic-Exzess ansiedelt. Die künstlichen Sets wirken manchmal schick à la Popart-Design, manchmal billig und auslaugend. Mit der Zeit saugt diese Stilisierung dem Film die Energie aus, was bei einer Laufzeit von zwei Stunden prekär ist. Der Titel bezeichnet übrigens eine Art des japanischen Puppenspiels, der Look des Films dagegen ähnelt eher jenem von Origami und Ausklapp-Büchern.

10.10.11
Kritik des serbischen Schockers A Serbian Film (* * *).
Kritik des deutschen Melodramas
Nachts auf den Strassen (* * *).
Kritik des Bollywood-Dramas Aarakshan (* * ½)

Kurzkritik von "The Beaver" (* * *)
Jodie Fosters dritte Regiearbeit um einen Mann, der seine Depressionen mittels einer Biber-Handpuppe verarbeitet: unstet in seinem Ton, aber vor allem am Anfang überzeugend - und nicht zuletzt schauspielerisch stark. In der Hauptrolle glänzt Mel Gibson, wodurch das Ganze einen Meta-Anstrich bekommt, schliesslich hadert der Mann auch real mit seinem Leben. Mit einem konsequenteren Skript wärs ein toller Film.

8.10.11
Kritik des chinesischen Historienfilms The Warring States (* * ½)

7.10.11
Kritik des malaysischen Historien-Actionfilms Clash of Empires (* * ½).

Dumm gelaufen: Ich habe eigentlich zwei Reviews geschrieben ("Serbian Film", "Nachts auf den Strassen") - aber vergessen, mir die Texte zuzumailen. D.h. die Kritiken gibts erst am Montag.

Kurzkritik von "City Island" (* * *)
Dank kauzigen Figuren erquickende Vorstadtkomödie mit Andy Garcia. Mit der Zeit werden die Komplikationen forciert, doch zu Schmunzeln gibts immer genug.

Kurzkritik von "Les Herbes folles" (* * ½)
Altmeister Alain Resnais versucht sich an einem Erwachsenenmärchen zwischen Romantik, Kitsch und Kuriosum, doch der Mix langweilt rasch und die Story wirkt ungewöhnlich ziellos. Eine harmlose Spielere des 88-Jährigen, mehr nicht.

6.10.11
Kritik des koreanischem Drama Enlightenment Film (* *).

Kurzkritik von "Life in a Day" (* * * ½)
Aus 4500 Stunden Youtube-Filmchen montierte Kevin Macdonald ("The Last King of Scotland") Szenen eines einzigen Tages: Des 24. Juli 2010. Das reicht von simplen Sachen wie Essen und Aufstehen zu Grösserem - und Tragischem: Das Unglück der Love Parade von Duisburg. Manchmal etwas belehrend montiert, aber stets voller ungewöhnlicher Einblicke in das Leben auf dieser unserer Welt. 

5.10.11
Kritik des japanischen Actionfilms Rogue Ninja (* ½).
Kritik des chinesischen Historien-Actionfilms Wu Xia (* * * ½).

Kurzkritik von "I Don't Know How She Does It" (* *)
Lahmes Sarah-Jessica-Parker-Vehikel, bei dem die logistische Superfrau am Anfang Familie und Job unter einen Hut bringt - und am Ende auch. Dazwischen gibts ein Nichts von Film, aufgewertet durch ein paar gelungene Spässe und Figuren (ich mochte vor allem die kühle Assistentin Momo). Der Rest sind veraltete Mann-Frau-Gegensätze, schnell gelöste Probleme, sich wiederholende Situationen und weinerliche Dialoge von Parker. Schade, denn das Thema hätte ja Potential.

"The Truth Below" (* * ½)
Solides, wenn auch einfallsarmes MTV-Fernsehfilmchen um vier Jugendliche, die in einem verschütteten Auto Seelenstriptease machen. Dabei kommt nur Offensichtliches zum Vorschein - und wenn einer meint, er sei noch Jungfrau, schläft das sexy Girl an Bord mit ihm. Wie nett. Aber auch extrem unglaubwürdig, wie es der ganze Film ist. Immerhin ist der Film kurz und knackig, dadurch recht spannend.

Ich habe mal eine Liste mit besprochenen japanischen Funsplatter-Filmen fertiggestellt. Das fiel mir gar nicht so leicht, weil die Abgrenzung schwer möglich ist. Aber vielleicht bringt sie ja dem einen oder anderen was.

4.10.11
Kritik der Bollywood-Komödie Delhi Belly (* * * ½).
Kritik des Westerns The Iron Horse (* * * ½) von John Ford.

Kurzkritik von "The Wackness" (* * *)
Sympathische, nostalgische Indendent-Tragikomödie um einen Teenager im New York des Jahres 1994, der sich mit Drogen, Liebe und Wahnsinn beschäftigen muss. Im Zentrum steht aber die Beziehung zum älteren Psychiater, herrlich gespielt von Ben Kingsley. Es schleichen sich mit der Zeit aber ein paar Längen ein, die den Spass trüben.

Kurzkritik von "The Witches of Oz" (* ½)
TV-Zweiteiler, lose basierend auf dem bekannten Stoff, jedoch lieblos aufgefrischt für ein "modernes" Publikum: Die Anfangsphase ist schrecklich holprig, die Szenen in der Gegenwart kann man noch halbwegs brauchen. Aber die Tricks taugen durchs Band nichts und die Figuren gehen einem am Allerwertesten vorbei. Ein Reinfall. 

3.10.11
Kritik des japanischen Fun-Splatters Helldriver (* * *).

Kurzkritik von "Mothers and Daughters" (* * *)
Stark gespieltes und oft bewegendes Drama um Mütter in verschiedenen Lebenslagen. Manipulation und politisch-moralische Hintergedanken (Adoption ist zweifelhaft, Abtreibung ist ein Tabu, Glaube hilft weiter) macht den Film etwas zwiespältig, aber der Gesamteindruck bleibt positiv.

Kurzkritik von "Jumping the Broom" (* *)
Klischeereiche Afroamerikaner-Hochzeitskomödie, die sich so auf Stereotypen versteift und die Story derart vorhersehbar mit allen Seifenopern-Beigaben entwickelt, dass die sympathischen Elemente und soliden Stars dadurch ins Abseits geraten.