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Historiendrama
Südkorea 2007
Alternative Titel Legendary Courtesan Hwang Jin Yi; Hwangjin-i;
황진이

Regie Yoon-hyun Chang
Drehbuch Hyeon-jeong Kim, Eun-jeong Kim nach einem Roman von
Seok-jung Hong
Darsteller Hye-kyo Song, Ji-tae Yu, Seung-yong Ryoo, Yeo-jeong Yoon

Zuschauer 1'188'023 
Länge
142 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 12

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik

©  Text Marco, molodezhnaja 2.10.07
©  Bilder Cinema Service, Screenshots molodezhnaja


STORY
Die koreanische Stadt Gaeseong im 16. Jahrhundert: Jin-yi Hwang (Hye-kyo Song) lebt als Aristokratin ein Leben in Wohlstand. Sie ist gebildet und redegewandt. Doch eines Tages erfährt sie von ihrer Mutter, dass sie nicht deren leibliches Kind ist: Ihr Vater, Baron Hwang, habe die Magd Hyeon-Geum vergewaltigt und Jin-yi gezeugt. Die junge Frau ist geschockt ob dieser Nachricht. Und weil ihre echte Mutter nach der Misshandlung eine Arbeit als Gisang, als vornehme Kurtisane, aufnahm, wechselt auch Jin-yi in diesen Beruf - den Aristokratentitel legt sie ab, nur ihr treuer Freund, der Gutsverwalter Nom-yi (Ji-tae Yu) begleitet sie als Beschützer in dieses neue Leben. Schon bald wird Jin-yi mit ihrer Schönheit und ihrer Dichtkunst die Attraktion unter den Kurtisanen.

 

REVIEW
Warum sind viele Filme über Kurtisanen
eigentlich so langweilig? Ob in Indien nun Umrao Jaan neu verfilmt wird oder in Japan Memoirs of a Geisha - meist schleichen sich da Längen ein. Ich mag diese behäbigen Kostümepen schon, doch wie wärs mit etwas Pep? Der japanische Sakuran hat das versucht, nicht völlig erfolgreich, aber immerhin mutig. "Hwang Jin-yi" probiert nichts dergleichen. Er gefällt sich in seiner eigenen Lethargie, breitet jede Szene mit maximaler Sorgfalt und daher auch maximaler Langeweile aus. Als ob die gedrosselte Geschwindigkeit automatisch auch den Anspruch ansteigen liesse. Das passiert nicht: "Hwang Jin-yi" ist ein träger Kurtisanenfilm, einer, aus dem man so viel mehr hätte machen können.

Immerhin ist die Vorlage in Korea ein wahrer Gassenhauer. Die historische Figur der Jin-yi Hwang (ca. 1520-1560) hielt ihr schönes Antlitz schon für Dutzende Filme, Romane, Opern, Bühnenstücke und TV-Serien hin, darunter eine 24-teilige TV-Serie im Jahr 2006, Kinofilme in den Jahren 1957, 1961, 1969, 1986 sowie ein Bestseller-Roman des Südkoreaners Gyeong-rin Jeong anno 2004. Schon zwei Jahre früher verfasste der Nordkoreaner Seok-jung Hong einen Roman über Jin-yi Hwang, der Regisseur Yoon-Hyun Chang (Some, Tell Me Something) als Vorlage für diesen Kinofilm diente. Ob Chang der richtige Mann ist? Ein Experte für Thriller als Regisseur eines Historienschinkens? Vielleicht liegt da das Problem. Oder im Drehbuch, das zu wenig Material aus dem Roman weg strich, denn im Mittelteil hängt der Kinofilm extrem durch. Die ganzen Verschwörungen und Intrigen sind so etwas von öde und für Jin-yis Entwicklung sekundär, dass man Gefahr läuft, das Interesse zu verlieren.

Nur eines ist die 10-Millionen-Dollar-Produktion "Hwang Jin-yi" jederzeit: Sie sieht fantastisch aus. Die edlen Joseon-Ära-Gewänder, die Landschaften um das "Diamantgebirge" Kumgang und die schöne Hye-kyeo Song (My Girl and I) verwöhnen das Auge. Chang rückt seine Hauptdarstellerin stets ins beste Licht und sie dankt es ihm mit der leuchtenden Interpretation einer historischen Femme fatale, eine Frau mit Stil und Köpfchen, durchaus mit einem modernen Touch. Die Ex-Eiskunstläuferin und Serienheldin Song ist in der Optik aber stärker als im Spiel - so prallt die Dramatik der Geschichte zu sehr an ihr ab, die Rolle wirkt oberflächlich. Dagegen hat Co-Star Ji-tae Yu (Traces of Love) etwas mehr Kraft.

Hye-kyeo Songs Dilemma spiegelt aber wohl das des ganzen Films wider: schick anzusehen, aber gestelzt, distanziert und kühl. Unter der gelackten Oberfläche passiert viel zu wenig und nach der durchaus noch gefälligen Einstiegsphase schläft die Handlung regelrecht ein. Erstaunlich, denn Intrigen und ein erotisches Kurtisanen-Leben sollten doch eigentlich Stoff für Spannung und Unterhaltung bieten. Nicht hier. "Hwang Jin-yi" ist ein attraktiver, aber öder Beitrag zum Genre, der sich während eines Grossteils seiner aufgeblasenen 142 Minuten Laufzeit dahin zieht. Eine Enttäuschung.

 

MEINE DVD
Südkorea, Code 3, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Koreanisch 5.1  mit englischen und koreanischen Untertiteln.

 

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SCREENSHOTS

 


 

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