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Melodrama
Südkorea 2006
Alternative Titel Heart Is...; Maeumi;
마음이

Regie Eun-hyung Park, Dal-gyoon "Max" Oh
Drehbuch Dang-ick Shin
Darsteller
Seung-ho Yu, Hyeong-ki Kim, Kil-kang Ahn, Min-ah Jeong, Do-yeon Jeon

Zuschauer 765'811 
Länge
98 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 12

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 11.2.07
©  Bilder Showbox, Screenshots molodezhnaja


STORY
Der 11-jährige Chan (
Seung-ho Yu) kümmert sich liebevoll um seine kleine Schwester Soi (
Hyeong-ki Kim) seit der Vater gestorben ist und die Mutter ihre Kinder vor über einem Jahr verlassen hat. Zum Geburtstag klaut Chan für Soi einen Hund, den sie Hearty nennt. Das Tier wird ihr ständiger Begleiter. Zu dritt schlagen sie sich durch und obwohl ihr Geld hinten und vorne nicht reicht, sind sie glücklich. Doch da erschüttert eine Tragödie ihre jungen Leben.

 

REVIEW
"Arbeite nie mit Tieren oder Kindern" heisst eine gerne zitierte Filmregel für Regisseure, die sich zu viel Ärger am Set ersparen wollen. Doch andererseits garantieren gerade schnuffige Viecher und süsse Kinder einen hohen Jö-Faktor und, im Falle eines Melodramas, Tränen auf Knopfdruck. Genau darum liessen sich die Debüt-Regisseure Dal-gyoon Oh und Eun-hyung Park nicht beirren und setzten für "Hearty Paws" ganz auf Hund und Kind. Die viel versprechende Kombination sorgte an den Kinokassen für einen kleinen Erfolg, doch wirklich überzeugen kann sie nicht. Zu dick trägt der Film auf, zu manipulativ hängt er eine Tragödie an die nächste. Zum Schluss bleibt die Frage, ob inmitten all dieser Darstellungen von Tod und Verderben noch etwas anderes bezweckt wird, als die Zuschauer einfach heulen zu lassen.

Nicht viel, leider. So hinterlässt das Melodrama nicht ansatzweise denselben emotionalen Tumult wie ein anderer Film um von der Mutter zurückgelassene Kinder: Nobody Knows. Jener erzeugte Emotionen nüchtern und ungeheuer nachhaltig, "Hearty Paws" dagegen geht mit Kitsch und Sentimentalität den sichereren Weg und bleibt letztendlich doch leerer. Vielleicht ist es auch keine grosse Hilfe, dass ich Hunde nicht mag und statt eines treuen Begleiters immer nur ein übel stinkendes und sabberndes Wesen sehe. Selbst wenn "Hearty Paws" überladen ist mit Szenen, in denen der Hund menschliche Züge annimmt und etwa dem Buben verspricht, die Schwester zu beschützen, indem er ihm regelrecht die Pfote schüttelt. In solchen Momenten war das Ganze schlicht zuviel.

Die menschlichen Darsteller leisten dagegen durchaus solide Arbeit. Jungstar Seung-ho Yu aus dem zauberhaften The Way Home zeigt eine reife Leistung und ist emotionales Zentrum des Films. Hyeong-ki Kim spielt etwas versteift, doch böse kann man ihr kaum sein, schliesslich sorgen die Regisseure dafür, dass das kleine Mädchen fast konstant in einer süssen Szene mit Hund oder Bruder auftritt. Kil-kang Ahn bringt als Gangster in Pusan ein wenig "Oliver Twist"-Feeling in den Film, doch viel nützen tut die Rolle nicht, überhaupt scheint diese Episode, in der auch die Jungschauspielerin Min-ah Jeong ins Spiel kommt, eher dazu zu dienen, noch mehr Melodrama in Chans Leben zu bringen, statt wirklich dem Plot zu dienen.

Ich mag Kitsch und Sentimentalitäten ja eigentlich, dafür muss ich oft genug unter Kritikerkollegen gerade stehen - doch "Hearty Paws" ist selbst mir zu kalkuliert und zu aufgesetzt. Man nehme einen niedlichen Köter und zwei ebenso niedliche Kids und haue ihnen einen Schicksalsschlag nach dem anderen rein, dann wird das Publikum schon zu den Taschentüchern greifen. Dieses Konzept ist mir zu plump und obwohl "Hearty Paws"  technisch und schauspielerisch durchaus ansprechend gemacht ist, war ich selten berührt und oft nur halbherzig unterhalten. Darum eine so durchschnittliche Bewertung. Alle, die in einem Hund mehr als nur eine Geifer- und Gestank-Maschine sehen, dürfen für sich aber gerne noch einen halben Stern auf die Bewertung draufklatschen und vorbehaltlos zugreifen ...

Fortsetzung: Hearty Paws 2 (2010)

 

MEINE DVD
Südkorea, Code 3, NTSC
Anamorphic Widescreen
Koreanisch Dolby Digital 5.1 und 2.0 mit englischen und koreanischen Untertiteln.
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