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Horrorkomödie
Japan 2009
Alternative Titel Kyuketsu Shojo tai Shojo Furanken

Regie Yoshihiro Nishimura, Naoyuki Tomomatsu
Drehbuch Naoyuki Tomomatsu nach dem Manga von Shungiku Uchida
Darsteller Yukie Kawamura, Takumi Saito, Eri Otoguro, Eihi Shiina, Kanji Tsuda

Länge 84 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 18

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. . .

©  Text Marco, molodezhnaja 18.3.10
©  Bilder Digital 4 Asia, Screenshots molodezhnaja


STORY
Der hübsche Highschool-Schüler Mizushima (Takumi Saitoh) lässt sich von Klassenkollegin Keiko (Elly Otoguro), der Anführerin der Gothic-Lolita-Gang, dazu zwingen, ihr Freund zu werden. Doch auch die schüchterne neue Schülerin Monami (Yukie Kawamura) erhebt Anspruch auf Mizushima. Also schenkt sie ihm am Valentinstag Pralinen - gefüllt mit ihrem Blut. Dadurch verwandelt er sich zum Halbvampir, denn Monami ist eine Blutsaugerin! Keiko dreht durch und verliert bei ihren Rache-Versuchen ums Leben. Ihr Vater (Kanji Tsuda), der Chemiker der Schule, der schon lange davon träumt, Tote wiederzuerwecken, macht sich mit Hilfe der Schul-Krankenschwester (Sayaka Kametani), daran, aus Keikos Leiche eine lebende Tote zu machen.

 

REVIEW
Yoshihiro Nishimura hat seine Karriere als Spezialist für blutige Spezialeffekte begonnen, sozusagen der Tom Savini des Ostens. Dieses Talent nahm er auch gleich in seinen Durchbruchsfilm als Regisseur mit: Tokyo Gore Police. Für seinen neusten Blut-und-Innereien-Streich "Vampire Girl vs. Frankenstein Girl" tat er sich mit dem anderen grossen Splatterexperten der letzten Jahre zusammen - Naoyuki Tomomatsu. Der brachte uns Werke wie Maid-Droid, Zombie Self-Defense Force und Eat the Schoolgirl
.

Was erwartet man, wenn zwei solche blutgeilen Filmemacher zusammenkommen? Fontänen des Lebenssafts natürlich. Und abgehackte Glieder im Sekundentakt. In der Tat gibt es auch etliche Sequenzen, bei denen Gemetzelt wird bis zum Umfallen. Doch dazwischen erzählen die beiden eine erstaunlich clevere Geschichte, die die Popkultur ebenso auf die Schippe nimmt mit Trends unter der japanischen Jugend. Und sogar etwas gute alte Schulmädchenromantik ist drin, wenn auch mit einem subversiven Touch.

So erzeugt "Vampire Girl vs. Frankenstein Girl" einen klaren Kontrast zwischen Kitsch und Gewalt. Nirgends ist der krasser als wenn Manomi im herausspritzenden Blut eines Opfers duscht und dazu ein beschwingter Go-Go-Song läuft. In solchen Momenten ist der Film wahrhaft beseelt. Etwas schwieriger sieht es mit den parodistischen Szenen aus. Da ist die Trefferquote etwa 50%. Witzig fand ich etwa die Handgelenk-Aufschlitzer, die sogar Wettbewerbe veranstalten.

Selbstverstümmelung ist ein durchaus ernstes Thema, doch es hat sich darum ein regelrechter Mitmach-Kult entwickelt, nach dem Motto "nur wer schlitzt und ritzt, zeigt echte Emotionen". Und genau diese kranke Einstellung so hemmungslos zu veräppeln, ist herrlich. Auch noch halbwegs gelungen ist die satirische Darstellung eines kettenrauchenden chinesischen Professors, der angesichts der Pekinger Luft resistent ist gegen Luftverschmutzung. Vielleicht ist das ja auch nur amüsant, weil der Mann von Ju-on-Regisseur Takashi Shimizu gespielt wird.

 Deutlich fragwürdiger sind die Ganguro-Girls, also Schülerinnen, die sich afroamerikanisch herrichten, um cool zu sein. Angeblich gibt es in Japan wirklich solche Cliquen, doch wie der Film sie auf die Schippe nimmt, sorgt für einen schalen Nachgeschmack - schliesslich wird das Klischee kolportiert, schwarze Frauen hätten Afro-Frisuren, muskulöse Körper und gigantische Lippen. Der Anblick ist geradezu grotesk - und nicht in einem guten Sinne. Es gibt auch noch anderes, was nicht funktioniert, aber das dürfte das Auffälligste sein.

Immerhin macht "Vampire Girl vs. Frankenstein Girl" nie Anstalten, jemals Sinn zu ergeben oder dem guten Geschmack zu huldigen. Es ist eine Trash-Posse, entwickelt für den westlichen Markt, weil Yoshihiro Nishimura in seiner Heimat erstaunlicherweise wenig Erfolg hat. Und so bietet der Film all das, was Fanboys im Westen erwarten, von süssen Girls in Schuluniformen bis zu rabiatester Gewalt ohne Hemmungen. Und weil Yukie Kawamura, um die sich alles dreht, wirklich süss ist, funktioniert das sehr gut.

"Vampire Girl vs. Frankenstein Girl" dürfte einer der zugänglichsten und besseren Filme von Co-Regisseur Tomomatsu sein und Nishimura steuert seinerseits starke Billig-Tricks bei. Zusammen fabrizieren sie schamlosen Spass jenseits von Gut und Böse. Diese Art von japanischem Fun-Splatter ist mittlerweile leider Routine geworden, weil etliche Filmemacher auf den lukrativen Zug aufgesprungen sind. Doch der hier, der funktioniert weitestgehend. Ich hatte jedenfalls meinen sadistischen, primitiven Spass, wenngleich alles noch etwas irrer hätte sein können.

 

MEINE DVD
Grossbritannien, Code 2, PAL
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Japanisch 5.1 mit englischen Untertiteln.

 

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EXTERNE LINKS 
imdb.com

 

SCREENSHOTS

Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint


 

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