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Tragikomödie
Japan 1972
Alternative Titel Otoko wa tsurai yo: Torajiro yumemakura; Tora-San 10;
Tora San's Dream-Come-True; 男はつらいよ 寅次郎夢枕

Regie Yoji Yamada
Drehbuch Yoji Yamada, Yoshitaka Asama
Darsteller Kiyoshi Atsumi, Chieko Baisho,
Kaoru Yachigusa, Masakane Yonekura, Tatsuo Matsumura,
Chieko Misaki,
Gin Maeda, Hisao Dazai, Kinyuno Tanaka, Chishu Ryu, Masaaki Tsusaka

Länge 98 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
o.A.

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 22.8.08
©  Bilder Shochiku, Screenshots molodezhnaja


STORY
Torajiro (Kiyoshi Atsumi) erfährt vom Tod eines Mannes, der wie er ständig auf Reisen war. Als er mit der alten Frau (
Kinuyo Tanaka), die für ihn gesorgt hat, das Grab besucht, beschliesst er, sein Leben zu ändern. Dazu kehrt er erst einmal zurück nach
Shibamata zu Onkel Tatsuzo (Tatsuo Matsumura), Tante Tsune (Chieko Misaki) und Schwester Sakura (Chieko Baisho). Er verspricht ihnen, eine Arbeit zu suchen und sesshaft zu werden. Doch schon bald gibt es Streit und Tora fühlt sich unerwünscht: Er verlässt das Gasthaus wieder. Als er wenig später bereits wieder zurückkehrt, bewohnt Professor Kinnosuke Okakura (Masakane Yonekura) das Zimmer. Grund genug für Tora, wieder einen Abgang zu machen - doch im letzten Moment erblickt er Chiyo (Kaoru Yachigusa). Die hübsche Witwe war einst eine Schulkollegin und betreibt nun einen Schönheitssalon. In Tora erwachen umgehend romantische Gefühle.

 

REVIEW
Die vorhergehende neunte Episode Dear Old Home war eine meiner liebsten Tora-San-Episoden. Der Druck auf Folge Nummer zehn war entsprechend hoch. Tatsächlich wird der Film den Erwartungen nicht gerecht, ja es handelt sich sogar um einen der schwächeren Beiträge, obwohl er an den Kinokassen zum erfolgreichsten Film 1972 avancierte. Ein schwacher Tora ist immer noch ein guter Film, keine Frage, doch für einmal scheint hier Regisseur Yoji Yamada lange Zeit über keinen richtigen Ton zu finden. Alle Tora-Filme sind auf ihre Art episodisch und schwanken zwischen Tragik und Humor - doch hier wirkt alles eine Spur zu ungelenk, zu episodenartig und vor allem zu wechselhaft.

Dabei beginnt der Film nicht schlecht mit einem Gastauftritt der Grande Dame Kinuyo Tanaka (1910-1977), die in Mizoguchi-Klassikern wie Sansho the Bailiff mitspielte. Auch später versüssen immer wieder gelungene Einzelszenen die Show, etwa Tora-San in einem Schulzimmer oder die üblichen Szenen, in denen die Familie beim Anblick Toras in Panik gerät. Doch es geschieht zu wenig oft etwas Spezielles. Die halbe Zeit verlässt sich Yamada ungewöhnlich stark auf die Dialoge, wodurch "Tora-San's Dream Come True" geschwätzig wirkt, ja fast öde. Auch Professor Okakura will nicht so richtig passen, da ihn Masakane Yonekura zu klamaukig spielt.

Das "Unheil" kündigt sich wohl schon in der allerersten Szene an - der seit dem Vorgänger obligaten Traumsequenz, die nun bis zur letzten Episode immer die Story einleitet. Hier spielt Tora einen zielsicheren Revolverhelden, doch der Genre-Hommage fehlt der Pep. Schlimm? Es geht. Solche Standard-Elemente machen jede Tora-Episode zum gelungenen Unterfangen und spätestens wenn danach die Titelmusik angestimmt wird, ist alles wieder im Lot. Yamada scheint kurioserweise und unerkannt ein weiteres Standardelement eingeführt zu haben: War in Dear Old Home bereits ein Stück klassischer Musik eingeflochten, kommt diesmal Vivaldi (1. und 3. Satz "Herbst") zum Zug und der Professor hört ganz kurz Wagner. Handelt es sich dabei um etwas, was in den kommenden Folgen beibehalten wird? Wir werden es sehen.

Selbst unter den für diese Folge individuellen Beigaben gibt es Gelungenes. So ist die "Madonna" (so nennen sich die von Tora angebeteten Frauen) mit der beliebten Kaoru Yachigusa (With Beauty and Sorrow) reizvoll besetzt und ihre Figur kommt einer Beziehung mit Tora so nahe, wie es nur selten eine schafft. Doch natürlich bleibt das Glück aus. Überhaupt scheint diese Folge, dem Clown Okakura zum Trotz, eine eher traurige zu sein. Gerade dies führt zu den bereits erwähnten Stimmungsschwankungen. Doch genug gelästert: "Tora-San's Dream Come True" ist ein schöner Film, nicht ganz auf "Tora"-Klassiker-Niveau, aber immer noch sehenswert. Möge die nächste Folge wieder besser sein.

Fortsetzung: Tora-San's Forget Me Not (1973)

 

MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Japanisch mono mit englischen und chinesischen Untertiteln.

 

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YesAsia (Japanischer Re-Release mit überarbeitetem Bild)

 

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