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Actionthriller. Indien. Hindi
Alternativer Titel
Rocky: The Rebel

Regie Suresh Krishna
Drehbuch Suresh Krishna
Produktion Narendra Bajaj
Songs Himesh Reshammiya
Kamera K. Rajkumar
Choreografie Remo
Darsteller Zayed Khan, Isha Sharvani, Manissha Lamba, Rajat Bedi, Sarathbabu
Länge 119 Min.

Kinostart 22.9.2006
Trade classification
Desaster
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 14

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
.. .

©  Text Marco, molodezhnaja 19.10.06
©  Bilder Venus, Screenshots molodezhnaja


STORY
Rocky (Zayed Khan) kann nicht mit ansehen, wenn Mitmenschen unter Gewalt und Unterdrückung leiden müssen. Da die Polizei nie eingreift, fühlt er sich genötigt, Frauen zu beschützen und Gangster zu verdreschen. Eines Tages legt er sich dadurch mit den Männern des Gangsterbosses Anthony D'Silva (Rajat Bedi) an, der ihn vorerst nur verwarnt. Aber als Rocky wieder ein paar von Anthonys Männern spitalreif prügelt, ist es bei dem Schurken aus mit der Geduld. Er bedroht Rockys Eltern und tötet Rockys junge Ehefrau Neha (Isha Sharvani). Aus Angst vor weiteren Untaten zieht die Familie nach London, wo Rocky mit der fröhlichen Priya (Minissha Lamba) ein neues Leben beginnen soll.

 

REVIEW
"Rocky" ist ein dummer Film mit einem dummen Helden. Der heissblütige Möchtegern-Rebell, so sagt uns der Film, habe ein gutes Herz und haue deshalb gerne all jene windelweich, die ihren Mitmenschen Böses tun. Das ist ein netter Vorsatz, doch Rocky, so der Name des jungen Mannes, denkt vor dem Reinschlagen nicht einmal nach, hat stattdessen immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen und riskiert das Leben seiner Mitmenschen ebenso wie sein eigenes. Das ist ebenso mutig wie dumm. Doch der Film macht da nicht halt. Gerade wenn der Draufgänger für seinen Übermut bestraft wird und man denken könnte, er würde andere Wege finden, seine Wut zu kanalisieren und seinen Gesetzessinn zu schärfen, kommt die Katharsis, in der alle anderen einsehen, dass sie falsch lagen und unser Held wieder prügeln darf. Zack. Fertig. Film aus. Und wenn diese Aussage als "zuviel verraten" taxiert wird, dann entschuldigt, aber in dem Werk steckt überhaupt kein Knochen Originalität und den Plot nicht vorauszuahnen braucht viel Anstrengung.

Verantwortlich für diesen cineastischen Anachronismus ist der südindische Filmemacher Suresh Krishna ("Baba"), der 1994 sein Hindi-Debüt mit dem Salman-Khan-Frühwerk "Love" gab und später den ambitionierten Flop Abhay drehte. Mit "Rocky" versucht er, die im Süden noch immer gerne verwendeten Action-Rache-Schemata auf das Bollywood-Kino umzumünzen, es mit modernen Klängen Himesh Reshammiyas anzureichern und mit dem jungen Zayed Khan knackig zu besetzen. Ein Totalreinfall ist die Folge, denn weder weist der Film die Dynamik eines südlichen Ebenbilds auf, noch birgt der Inhalt eine Spur von Reiz. Es ist aufgekochte Uraltkost, lustlos serviert und grässlich erzählt. Ein Comedy-Subplot wird im Nu abgewürgt, das Finale ist lachhaft, die Moral zum Schreien. "Rocky" gehört zu den Filmen, bei denen die Frauen die Männer mit Weichei betiteln, wenn sie nicht im Alleingang mit Volldampf eine Vierergruppe von Angreifern in den Boden schlagen. Und er gehört zu der Art Film, in der diese Angreifer in London natürlich alle schwarz sind. Dem Film Rassismus vorzuwerfen, schiesst trotzdem übers Ziel hinaus, er ist lediglich taktlos. Und eben dumm.

Diese Umschreibung zieht sich durch beinahe jeden Aspekt des Films. Von den Charakteren über die Story bis zur Moral. 1½ Sterne mögen hart wirken für diesen Intelligenz-befreiten Film, doch sie sind gerechtfertigt und spiegeln wieder, wie ätzend der Genuss von "Rocky" sein kann. Die ganz kleinen rettenden Punkte sind denn auch schell aufgelistet. Dazu gehört der Soundtrack von Himesh Reshammiya, der zwar zu den schwächsten seiner letzten Arbeiten gehört, aber immer noch viel zu gut ist für diese Niete von Film. Dazu gehört aber auch die süsse Minissha Lamba, die leider viel zu kurz vorkommt und sich für einen Film dieser Art deutlich unter Wert verkauft. Diese talentierte Schauspielerin glänzte in Yahaan. Und nun in so etwas wie "Rocky". Das ist eine Träne wert. Ebenso Zayed Khan. Er boxt sich zwar schön rustikal durchs Gemenge, doch bei den emotionalen Szenen ist er derart schlecht, dass man lauthals schreiend aus dem Zimmer stürmen möchte. Seine Filmgeliebte Isha Sharvani ist keine Spur besser. Wir erinnern uns: Das ist die Frau, die in Kisna so herrlich akrobatische Tänze vorführte, aber kein Schauspieltalent zeigte. Dasselbe hier, nur beschränkt sich der Tanz auf "Junoon Junoon" und "O Jaana Love You" - ansonsten schaut sie bloss etwas läppisch in die Kamera.

Die Schauspieler hatten aber von Beginn weg keine Chance. Weder der chargierende Bösewicht Rajat Bedi noch der emotional überforderte Zayed Khan noch die Statistinnen, sorry, die weiblichen Darstellerinnen, kommen hier irgendwann richtig zum Zug. Suresh Krishna reiht vielmehr eine schlecht eingefädelte Actionszene an einen noch schlechter eingefädelten Song. Und nach 119 Minuten ist das Ganze überstanden, ohne dass man eine Ahnung davon hätte, wie jemand auf die Idee kommt, so einen schon hundertfach umgesetzten Plot aufzuwärmen. Glaubt der Regisseur wirklich, er rüttle damit die Jugend auf und verleihe ihr Zivilcourage? Er fördert einzig den Abbau von Vertrauen in die Behörden und redet dem übertriebenen Machismo das Wort. Eine echte Plage. Anschauen auf eigene Gefahr, wobei eben der Soundtrack, ein paar adrette Bilder (ich liebe das industrielle Setting am Hafen) und die kurze Lauflänge den Schmerz lindern.

 

SONGS
1) Rocky Rock - Schwache Nummer zum Einstieg (Himesh Reshammiya)
2) Junoon Junoon - Solider, typischer Himesh-Track, aber unspektakulär (Himesh Reshammiya, Amrita Kak)
3) O Jaana Love You / My Love For You - Fades Lied, scheussliche Lyrics (Himesh Reshammiya, Akriti Kakkar)
4) Mujhe De De / Dil Rang Le - 08/15-London-Stück, das nie in Schwung kommt (Vinit, Sunidhi Chauhan)
5) Laagi Chhutne Na - Bei dem Schlusslied scheint Himesh kaum einen Ton richtig zu treffen, aber der Beat ist cool (Himesh Reshammiya)

 

MEINE DVD
Venus (USA), Code 0, NTSC
Anamorphic Widescreen
Hindi Dolby Digital 5.1 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * (Schlankes Digipack. Bild nicht sehr scharf und oft verpixelt)

 

BESTELLEN 
nehaflix (USA)

 

EXTERNE REVIEWS 
imdb
indiafm.com (1/5)
Rediff.com (2/5)

 

SCREENSHOTS

 


 

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