Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)
Quick-Links: Cast & Crew - Einführung - Review
US-Start: 09. 07. 2003
CH-Start: 03. 09. 2003
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Regie: Gore Verbinski |
| Buch: Ted Elliott, Terry Rossio, Jay Wolpert | |
| Produktion: Jerry Bruckheimer | |
| Kamera: Dariusz Wolski | |
| Musik: Klaus Badelt | |
| Cast: Johnny Depp, Orlando Bloom, Geoffrey Rush, Keira Knightley, Jonathan Pryce, Lee Arenberg | |
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| Kritiken: Roger Ebert (USA) 3/4 ... the movie made me grin at times. James Berardinelli (USA) 3/4 ... actually an entertaining experience. |
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| Meine Bewertung - |
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| (c) Walt Disney Pictures |
"Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl" ist wohl der erste Film, der auf einer Theme-Park-Bahn im Disney-World basiert. Über-Produzent Jerry Bruckheimer, der schon oft mit Disney zusammengearbeitet hat, engagierte für den Job DreamWorks-Zögling Gore Verbinski (The Mexican, The Ring) und eine beeindruckende Starriege: Johnny Depp kriegt Gesellschaft von Geoffrey Rush, Orlando "Legolas" Bloom, Bend It Like Beckham-Kickerin Keira Knightley und Bond-Bösewicht Jonathan Pryce. Als Budget standen Verbinski satte $140 Millionen zur Verfügung, gedreht wurde ab Oktober 2002 für einen US-Start im lukrativen Kinosommer.
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14.7.03
Oh was für ein Spass. "Pirates of the Caribbean" ist einer jener Filme, die mir einfach schon wegen des Genres enorm gefallen. Viel Abenteuer, ein wenig Fantasy, ein wenig Horror, ein wenig Comedy - ein hervorragender Mix, der trotz Überlänge von 143 Minuten selten Langeweile aufkommen lässt. Das Genre des Piratenfilms wurde ja nach dem Totalfop von "Cutthroat Island" zu Grabe getragen, doch Gore Verbinski (The Ring, The Mexican) und Produzent Jerry Bruckheimer lassen es hiermit spielend und spielerisch wieder auferstehen. Das Geheimnis? Mehr Action, mehr Romantik und vor allem: Mehr Humor. Ich sähe ja gerne einen R-rated Piratenfilm in dem so richtig gemetzelt wird und die Gedärme fliegen, aber dies ist ein Disney-Film und Verbinski hat aus diesen Voraussetzungen das Beste rausgeholt in Sachen Piraten-Action und Säbelstechen. Also ist Humor der beste Ausgleich. Wenn schon die Fights nicht realistisch (= nicht blutig) sind, dann sollte sich der ganze Film nicht zu ernst nehmen. Tut er nicht. Und das grösste Lob gebührt weder Verbinski noch Bruckheimer. Sondern Johnny Depp.
Der Schauspieler ist eine Offenbarung. Macht er seinen fauligen Mund auf, kommt etwas Geniales heraus. Seine Performance modellierte Depp weniger nach früheren Piraten-Akteuren wie Errol Flynn oder Douglas Fairbanks, sondern nach Keith Richards. Ja, der von den Rolling Stones. Und Depp bringt auch noch eine Spur seines zugedröhnten Charakters aus "Fear and Loathing in Las Vegas" mit. Das Resultat ist ein wahrhaft origineller, grenzgenialer Charakter, dem man drei Stunden zuschauen könnte. Allein Depp ist schon den Eintritt wert. Er spielt Jack Sparrow, sorry, Captain Jack Sparrow, einen verlausten Piraten im Rasta-Look. Er strandet eines Tages in der Stadt Port Royal (geniale Szene) und wird sofort ins Kittchen geworfen. Zuvor rettet er noch die schöne Elizabeth (Keira Knightley, die süsse Blonde aus Bend It Like Beckham) vor dem Ertrinkungstod. Als die Piraten des gefürchteten Barbossa (der nicht so süsse Geoffrey Rush) die Stadt angreifen und Elizabeth gefangen nehmen, kann Sparrow mit Hilfe des Schmieds Will (Orlando Bloom, der süsse Blonde aus Lord of the Rings) fliehen. Sie kapern ein Schiff und setzen zur Rettung an. Doch das ist nicht so einfach, denn Sparrow ist ein hinterhältiger Fuchs und die Piraten sind nicht nur böse, sie sind auch schon tot ...
Von der ersten Einstellung an liebte ich "PotC". Und da war Depp noch nicht mal zu sehen: Ein Schiff schleicht durch den Nebel, oben steht ein Mädchen und singt ein Piratenlied. So schön. Überhaupt ist Verbinskis Film ein Fest für die Augen. Ich liebe Seegelschiffe, ich liebe karibische Pirateninseln, ich liebe Keira Knightley. Und wenn das Schiff einmal den Anker über Bord wirft, um eine ganz enge Kurve zu machen, stellen sich mir die Rückenhaare auf. Das ist Action wie sie sein muss. Spektakulär geschnitten, irgendwie urgewaltig - und vor allem trotz digitalen Effekten irgendwie echt. Aber zurück zu Knightley ... sie ist wirklich süss, aber etwas blass. Nur wenn sie Actionheldin spielen darf oder einen One-Liner rausspucken darf, ist sie köstlich. Oder wenn sie ein Korsett trägt. Ansonsten ist sie ganz okay. Sicher eine gute Besetzung, sie ist ja auch erst 18 Jahre alt, kann sich also noch steigern. Geoffrey Rush agiert leicht over-the-top, aber das passt zur Rolle. Und Orlando Bloom darf mehr Emotionen zeigen als in der Rolle des Legolas' - aber er ist der Goodie-goodie-Kerl und viel langweiliger als Depp. Der ist unschlagbar genial. Punkt. Mehr muss ja eigentlich nicht gesagt sein.
Ebenfalls genial die Ausstattung, wie bereits angetönt. Auch die Effekte sind gut, die kämpfenden Skelette sind gelungen. Die Musik von Hans-Zimmer-Zögling Klaus Badelt hört sich an wie "The Rock", ist aber wuchtig und mitreissend genug für dieses Genre. Die Dialoge sind frech und hip und die Handlung ... da liegt das grösste Problem. Die Shrek- und "Mask of Zorro"-Autoren Ted Elliott und Terry Rossio schreiben zwar coole One-Liner und halten den Unterhaltungswert hoch, doch ihre Story ist repetitiv. Sparrow wird x-Mal in den Knast geworfen, die Insel mit Cortez' Schatz besuchen wir zweimal (die ganze Episode dazwischen hätte man sich sparen können - aber die Seeschlacht ist geil) und die Schwertkämpfe zwischen Soldaten und toten Piraten dauern ewig. Wieso eigentlich? Ist ja eh klar, dass die Piraten, die ja nicht sterben können, irgendwann siegen. Das Ende zieht sich zudem ziemlich dahin und die letzten 3 Minuten fand ich zu unspektakulär - vielleicht bereiten sie auch ein Sequel vor. Und die Comic-Relief-Szenen sind etwas öde. Es hat zwei Soldaten und zwei Piraten, die als Sidekicks dienen, und manchmal unnötig wirken. Obwohl: Vom Holzaugen-Gag des einen Piraten hat man nie genug ...
Für den Humor zuständig sind die Hauptdarsteller. Und die machen ihre Arbeit gut genug. Vor allem (und man kann es nicht oft genug sagen) Johnny Depp. Er ist der Held des Films. Dies ist sein Film - ohne ihn wäre es höchstens ein guter 3-Sterne-Film. Ja, soviel macht er aus. Aber weil er im Zentrum des Werks steht und alles perfekt macht, lupft er einen guten Abenteuerfilm aufs Niveau eines genialen Sommer-Blockbusters. Das Piratengenre ist zurück - Johnny Depp und Gore Verbinski sei Dank.
Fortsetzungen:
Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest (2006)
Pirates of the Caribbean: At World's End (2007)
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